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Ab Mitte September beginnen in der NHL die Trainingscamps zur Vorbereitung auf die Saison 2021/22. Vom 16. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 jedes Team der Liga genauer unter die Lupe. Die Bestandsaufnahme umfasst die wichtigsten personellen Veränderungen, die Schlüsselspieler, die Stärken und Schwächen sowie die Playoff-Chancen der Klubs.
In dieser Ausgabe: Pittsburgh Penguins

Seit ihren zwei Stanley Cups 2016 und 2017 arbeiten die Pittsburgh Penguins unter Trainer Mike Sullivan an ihrer glorreichen Rückkehr ins Finale der Stanley Cup Playoffs. Auf die beiden Titel folgten jedoch Enttäuschungen in der zweiten Runde, der ersten Runde und der Qualifikation. Vergangene Saison schien die Ausgangslage gut, nachdem sie in der MassMutual East Division in der regulären Saison mit 77 Punkten (37-16-3) den ersten Platz belegt hatten. Die Penguins scheiterten aber schon in der ersten Runde in sechs Spielen an den New York Islanders.
Im Sommer gab es fünf nennenswerte Abgänge. Verteidiger Cody Ceci unterschrieb als Free Agent bei den Edmonton Oilers, im Angriff verließen Jared McCann, Brandon Tanev, Frederick Gaudreau und Mark Jankowski das Team.
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Als Ersatz holte General Manager Ron Hextall die Stürmer Brock McGinn und Danton Heinen. Angreifer Brian Boyle und Verteidiger Matt Bartkowski erhielten zudem einen Probevertrag. Im Tor sorgte Pittsburgh mit der Verpflichtung von Louis Domingue für mehr Tiefe.
Die Schlüsselspieler
Die zentrale Figur bei den Pittsburgh Penguins ist nach wie vor Sidney Crosby. Der mittlerweile 34-jährige Center gehört weiterhin zu den besten Spielern der Welt und führte die Penguins vergangene Saison mit 62 Punkten (24 Tore, 38 Assists) an. Er bildet mit Jake Guentzel und Bryan Rust Pittsburghs erste Reihe. Die drei steuerten in 18 der 37 Siege den entscheidenden Treffer bei und Guentzel lag mit 57 Punkten (23 Tore, 34 Assists) auf Platz zwei der Scorerliste. Zu Beginn der Saison wird die Mannschaft jedoch auf Crosby verzichten müssen. Er musste am Handgelenk operiert werden und wird voraussichtlich erst Ende Oktober wieder spielen können. Ein Fragezeichen schwebt in der Offensive über Evgeni Malkin, der für gewöhnlich die zweite Reihe anführt. Der russische Spitzenstürmer verletzte sich im März am Knie und musste sich im Juni operieren lassen. Es ist unklar, ob er zu Beginn der Saison einsatzfähig sein wird. Sollte er fehlen, würde der erfahrene Center Jeff Carter seine Führungsrolle übernehmen, der vergangene Saison zur Trade Deadline kam.

NYI@PIT, Sp1: Crosby fälscht mit einer Hand ab

In der Abwehr dreht sich bei Pittsburgh alles um Veteran Kris Letang. Er führte die Penguins mit 24:39 Minuten Eiszeit pro Spiel und einer Plus-Minus-Bilanz von +19 an und war hinter Crosby und Guentzel mit 45 Punkten (7 Tore, 38 Assists) der drittbeste Scorer und sammelte die viertmeisten Punkte aller Verteidiger in der NHL.
Im Tor wird Tristan Jarry ein Trio mit Casey DeSmith und Domingue anführen. Er stand in der abgelaufenen Saison in 39 von 56 Spielen zwischen den Pfosten und kam auf eine Bilanz von 25-9-3, 90,9 Prozent Fangquote, 2,75 Gegentore pro Spiel und zwei Shutouts.
Vielversprechende Talente
Die Entdeckung der Saison war für Pittsburgh der 22-jährige Verteidiger P.O Joseph. Er kam zu seinen ersten 16 Einsätzen und erzielte ein Tor und vier Assists. Joseph dürfte kommende Saison den Schritt zum Stammspieler machen und seine erste volle NHL-Saison spielen.
Im Angriff ist Sam Poulin das vielversprechendste Talent der Organisation. Die Penguins wählten ihn in der ersten Runde des NHL Draft 2019 an 21. Stelle. Er erzielte vergangene Saison für die Sherbrooke Phoenix und die Val D'Or Foreurs in der Quebec Major Junior Hockey League 31 Punkte (11 Tore, 20 Assists) in 24 Spielen.
Stärken
Video: NYI@PIT, Sp5: Malkin trifft im PP, holt Lemieux ein
Der Schwerpunkt liegt in Pittsburgh ganz klar in der Offensive. Nur die Colorado Avalanche konnten die 3,45 Tore pro Spiel der Penguins überbieten und das Powerplay belegte mit 23,7 Prozent den vierten Platz der Liga. Der Angriff der Penguins ist besonders in der Spitze mit Crosby, Malkin, Guentzel, Rust, Carter und Jason Zucker extrem stark besetzt. Außerdem sorgte Hextall mit den Zugängen von McGinn und Heinen und möglicherweise einem Vertrag für Boyle für Tiefe.
Entwicklungspotenzial
Am anderen Ende der Eisfläche zeigten sich die Penguins vergangene Saison verwundbar. Die Defensive landete mit 2,77 Gegentoren pro Spiel im unteren Mittelfeld auf Rang 18. Dafür ist der Torhüter natürlich immer mitverantwortlich, doch man sollte bei der Bewertung der Leistungen von Jarry und DeSmith berücksichtigen, dass sich ihre Teamkollegen mit 30 zugelassenen Torschüssen pro Spiel (15. Platz) und einer Unterzahlquote von 77,4 Prozent (27. Platz) nicht gerade mit Ruhm bekleckerten.
Playoff-Chancen
Die Penguins gehören zu den Favoriten in der Metropolitan Division. Die Mängel in der Abwehr und Unterzahl können sie durch ihre torgefährliche Offensive leicht ausgleichen. Voraussichtlich werden sie mit den Carolina Hurricanes, den Washington Capitals und den New York Islanders um den Platz an der Spitze der Division kämpfen.