GettyImages-2189075524

Moritz Seider zählt schon jetzt zu den besten Verteidigern in der NHL. Klar, dass der 25-jährige Deutsche zu den Top-Spielern bei den Detroit Red Wings zählt.

Im Rennen um die Norris Trophy, die an den komplettesten Abwehrspieler der regulären Saison verliehen wird, landete der 1,88 Meter große Rechtsschütze in 2025/26 bereits auf Rang 5 hinter Zach Werenski (Columbus Blue Jackets, 1.), Cale Makar (Colorado Avalanche, 2.), Rasmus Dahlin (Buffalo Sabres, 3.) und Evan Bouchard (Edmonton Oilers, 4.).

Ein Ironman jagt die Norris Trophy

„Es ist schon sehr nahe dran an diesem Ziel, definitiv einer der besten Defensiv-Verteidiger und er bringt auch dieses offensive Flair mit. Er ist nicht ohne Grund einer der besten Spieler in unserer Mannschaft“, sagt Stürmer Alex DeBrincat, Seiders Mitspieler bei den Red Wings.

Mit zehn Toren, 50 Assists, 60 Scorerpunkten, einer Plus-Minus-Bilanz von +15 und durchschnittlich 25:40 Minuten Eiszeit pro Partie stellte Seider zuletzt persönliche Bestwerte auf. Auch absolvierte der Nationalspieler alle 82 Spiele und verlängerte seine Ironman-Serie damit auf 410 Spiele in Serie.

„So wie er spielt - mit all den geblockten Schüssen, Checks und dass er überall auf dem Eis zu finden ist -, da hat das viel mit Robustheit zu tun“, findet DeBrincat. „Er hat sicherlich schon trotz der einen oder anderen Verletzung weitergespielt. Er ist einer dieser Jungs, der sich einfach durch alles hindurchkämpft. Er möchte allen voran immer der Mannschaft helfen und alles richtig machen.“

Schau dir Moritz Seiders schönste Tore der regulären Saison an

Wie ein Teddybär

Die Grundlage für diese Ausdauer legt Seider Jahr für Jahr mit einem knallharten Sommertraining. Doch auch während der Saison geht er in Detroit mit gutem Beispiel voran.

„Er arbeitet an jedem einzelnen Tag hart, egal ob im Training, im Spiel oder im Kraftraum. Er gibt immer 100 Prozent“, so DeBrincat. „Zu ihm können wir aufblicken und ihm folgen. Er gibt immer alles.“

Während Seider auf dem Eis ein gefürchteter Gegenspieler ist, der heftige (Reverse-)Hits austeilt, präsentiert sich der Erstrunden-Pich aus dem NHL Draft 2019 (6. Stelle) privat ganz anders.

„Neben dem Eis ist er wie ein Teddybär“, verrät DeBrincat. „Er ist einer der nettesten Typen, die ich kenne. Er ist groß, aber von seiner Persönlichkeit her ist er wie ein Teddybär.“

Ähnliches: Seider: „Ich will der beste Verteidiger werden“

Zehn Jahre ohne Playoffs

Was Seider bislang noch verwehrt blieb, ist ein Spiel in den Stanley Cup Playoffs. Die Red Wings warten seit 2016 auf eine Playoff-Partie. Die Durststrecke geht also bereits über ein Jahrzehnt. Nach einem Einbruch im letzten Saisondrittel schloss Detroit (41-31-10) die Saison 2025/26 als Sechster der Atlantic Division ab. Mit sieben Punkten Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz in der Eastern Conference.

„Ich denke, wir sind näher dran, als viele glauben“, sagt DeBrincat trotzig. „Wir sind fast da, müssen aber vielleicht ein paar Niederlagen-Serien abstellen. Wir müssen über die gesamte Saison selbstbewusst bleiben. Schon letztes Jahr sind wir was den mentalen Aspekt angeht einen Schritt vorangekommen. Wir waren über weite Strecken weit oben in der Tabelle.“

Verwandte Inhalte