Bevor der 36-Jährige am 5. März zu den Golden Knights getradet wurde, gehörte er seit der Saison 2018/19 den Washington Capitals an – einem Rivalen der Hurricanes in der Metropolitan Division. In genau jener Saison wurde auch Brind'Amour zum Trainer von Carolina ernannt. Seither hat Dowd zahlreiche Partien gegen die Hurricanes bestritten und weiß genau, was auf Vegas zukommt.
„Sie üben auf dem gesamten Eis enormen Druck aus. Sie spielen im Grunde über das gesamte Spielfeld hinweg Manndeckung“, erläuterte Dowd. „Wenn sie in der Angriffszone im Puckbesitz sind, suchen sie das Eins-gegen-Eins und versuchen dann, Spielzüge zu initiieren. In der neutralen Zone spielen sie im Grunde ebenfalls Mann-gegen-Mann, wobei ihre Verteidiger weit nach vorne rücken, um die Flügelstürmer unter Druck zu setzen.“
Die Hurricanes seien hervorragend darin, Puckverluste beim Gegner zu erzwingen. Zudem seien ihre Stürmer im Umschaltspiel überragend. Ihr Umschaltspiel – gepaart mit ihrer Fähigkeit, so viele Schüsse wie möglich abzugeben – mache sie zu einer extrem starken Mannschaft.
„Sie erarbeiten sich viele Torchancen und stiften jede Menge Chaos“, führte Dowd weiter aus. „Ich glaube, wir werden sie dazu zwingen müssen, tief in ihrer eigenen Verteidigungszone zu spielen. Nur wenn wir ihre Chancen begrenzen, können wir erfolgreich sein.“
Leichter gesagt als getan.
Schließlich befinden sich die Hurricanes in diesen Playoffs in einem wahren Höhenflug: Mit einer Bilanz von 12:1 erreichten sie das Stanley Cup Finale durch Siege in Best-of-7-Serien gegen die Ottawa Senators, die Philadelphia Flyers und die Montreal Canadiens – ihre einzige Niederlage kassierten sie dabei gegen Letztere im ersten Spiel des Eastern Conference Finale.
Gleichzeitig ließe sich durchaus argumentieren, dass sie bislang noch keinem Gegner gegenüberstanden, der so brandgefährlich und tief besetzt ist wie die Golden Knights – ein Team, das sich seinerseits als äußerst harter Brocken erwiesen hat.
Vegas zog mit einer Bilanz von 12:4 ins Finale ein und sicherte sich die Serien-Siege gegen die Utah Mammoth, die Anaheim Ducks und die Colorado Avalanche. Besonders beeindruckend traten die Golden Knights dabei gegen Colorado auf: Sie feierten einen überraschenden Sweep – also einen glatten Durchmarsch ohne Niederlage – und ließen gegen die Avalanche, die sich mit 121 Punkten als bestplatziertes Team der NHL-Hauptrunde die Presidents’ Trophy gesichert hatten, lediglich sieben Gegentore zu.