Mark Stone #61, Jack Eichel #9, and Mitch Marner #93 of the Vegas Golden Knights look on during the first period against the Utah Mammoth in Game One of the First Round of the 2026 Stanley Cup Playoffs at T-Mobile Arena on April 19, 2026 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Jeff Bottari/NHLI via Getty Images)

LAS VEGAS — John Tortorella machte am Samstag unmissverständlich klar, dass er nicht vorhatte, über die Carolina Hurricanes zu sprechen.
Das musste er auch gar nicht.

Angesichts der rasanten, temporeichen und 75-minütigen Trainingseinheit, die seine Vegas Golden Knights in der proppenvollen City National Arena absolvierten, ist offensichtlich: Schnelle Puckführung und schnelle Entscheidungen stehen bei Tortorella und seinem Trainerstab ganz oben auf der Prioritätenliste für das Duell im Stanley Cup Finale 2026 gegen die derzeit überragenden Hurricanes.

Spiel 1 findet am Dienstag im Lenovo Center in Raleigh statt (8 p.m. ET; Mi. 2 Uhr MESZ).

Wenn jemand weiß, welch große Herausforderung Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour und dessen Team für die Golden Knights darstellen, dann ist es Stürmer Nic Dowd.

Stell dich ein auf das Stanley Cup Finale zwischen Carolina und Vegas

Bevor der 36-Jährige am 5. März zu den Golden Knights getradet wurde, gehörte er seit der Saison 2018/19 den Washington Capitals an – einem Rivalen der Hurricanes in der Metropolitan Division. In genau jener Saison wurde auch Brind'Amour zum Trainer von Carolina ernannt. Seither hat Dowd zahlreiche Partien gegen die Hurricanes bestritten und weiß genau, was auf Vegas zukommt.

„Sie üben auf dem gesamten Eis enormen Druck aus. Sie spielen im Grunde über das gesamte Spielfeld hinweg Manndeckung“, erläuterte Dowd. „Wenn sie in der Angriffszone im Puckbesitz sind, suchen sie das Eins-gegen-Eins und versuchen dann, Spielzüge zu initiieren. In der neutralen Zone spielen sie im Grunde ebenfalls Mann-gegen-Mann, wobei ihre Verteidiger weit nach vorne rücken, um die Flügelstürmer unter Druck zu setzen.“

Die Hurricanes seien hervorragend darin, Puckverluste beim Gegner zu erzwingen. Zudem seien ihre Stürmer im Umschaltspiel überragend. Ihr Umschaltspiel – gepaart mit ihrer Fähigkeit, so viele Schüsse wie möglich abzugeben – mache sie zu einer extrem starken Mannschaft.

„Sie erarbeiten sich viele Torchancen und stiften jede Menge Chaos“, führte Dowd weiter aus. „Ich glaube, wir werden sie dazu zwingen müssen, tief in ihrer eigenen Verteidigungszone zu spielen. Nur wenn wir ihre Chancen begrenzen, können wir erfolgreich sein.“

Leichter gesagt als getan.

Schließlich befinden sich die Hurricanes in diesen Playoffs in einem wahren Höhenflug: Mit einer Bilanz von 12:1 erreichten sie das Stanley Cup Finale durch Siege in Best-of-7-Serien gegen die Ottawa Senators, die Philadelphia Flyers und die Montreal Canadiens – ihre einzige Niederlage kassierten sie dabei gegen Letztere im ersten Spiel des Eastern Conference Finale.

Gleichzeitig ließe sich durchaus argumentieren, dass sie bislang noch keinem Gegner gegenüberstanden, der so brandgefährlich und tief besetzt ist wie die Golden Knights – ein Team, das sich seinerseits als äußerst harter Brocken erwiesen hat.

Vegas zog mit einer Bilanz von 12:4 ins Finale ein und sicherte sich die Serien-Siege gegen die Utah Mammoth, die Anaheim Ducks und die Colorado Avalanche. Besonders beeindruckend traten die Golden Knights dabei gegen Colorado auf: Sie feierten einen überraschenden Sweep – also einen glatten Durchmarsch ohne Niederlage – und ließen gegen die Avalanche, die sich mit 121 Punkten als bestplatziertes Team der NHL-Hauptrunde die Presidents’ Trophy gesichert hatten, lediglich sieben Gegentore zu.

Golden Knights eliminieren den Presidents’ Trophy-Gewinner Avalanche in 4 Spielen

Alles in allem verspricht dies ein Aufeinandertreffen zweier herausragender Mannschaften zu werden, die eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass sie die beiden würdigsten verbliebenen Titelanwärter sind.

„Sie spielen sehr gut“, sagte Stürmer Jack Eichel über die Hurricanes. „Sie sind ein strukturiertes Team mit großer Tiefe im Kader. Sie spielen schnell und kämpfen mit enormem Einsatz – das ist eine echte Herausforderung für uns.“

Carolina werde Vegas vor besondere Herausforderungen stellen, so Eichel. „Doch ungeachtet dessen bin ich der Überzeugung, dass uns die ersten drei Serien bestens auf die bevorstehende Auseinandersetzung vorbereitet haben. Wir hoffen also, dass wir unsere in diesen Playoffs gesammelten Erfahrungen nun nutzen können.“

Eine Lektion, die Eichel seit seinem Wechsel zu den Golden Knights im Jahr 2021 verinnerlicht hat: wie leidenschaftlich die dortige Fangemeinde ist. Hunderte von Zuschauern hatten sich im Foyer der Arena versammelt und warteten darauf, ihre Plätze auf den Tribünen einzunehmen, um ihren lokalen Helden ihre Anerkennung zu zollen. Die Plexiglasscheiben an beiden Enden des Eisfelds waren übersät mit Plakaten und Botschaften der Unterstützung. Viele Fans hielten Pappaufsteller ihrer Lieblingsspieler in die Höhe – von Eichel über Ivan Barbashev bis hin zu Mitch Marner.

„Es ist großartig“, sagte Eichel. „Das ist wirklich ein toller Abschied. Wir haben fantastische Fans und sind sehr dankbar, für sie spielen zu dürfen. Es ist ein großartiger Ort zum Spielen, und es ist wirklich cool, dass sie hierherkommen und uns schon beim Training unterstützen, bevor wir uns auf die Reise begeben.“

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