John Tavares hat am Mittwochabend in der Nationwide Arena Geschichte geschrieben und mit seinem 500. NHL-Tor einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Dadurch rückte die 3:6-Auswärtsniederlage seiner Toronto Maple Leafs bei den Columbus Blue Jackets ein wenig in den Hintergrund, was die starken Auftritte von Cole Sillinger (2-1-3), Mathieu Olivier (1-3-4), Charlie Coyle (0-4-4) und Zach Werenski (1-1-2) aber nicht schmälern soll.

500 Tore von Tavares

Knapper als sein historischer Treffer selbst, war der Weg dorthin: Tavares Kufe berührte gerade noch so die blaue Linie, als Nicholas Robertson den Puck in die Offensivzone führte, wodurch keine Abseitsposition vorlag. Es folgte ein Pass auf Matthew Knies, der zum Tor zog und mit einem feinen Rückhand-Pass für Tavares ablegte, der den Puck zum 2:6 für die Maple Leafs ins Tor schoss (56.).

„Ich wünschte, mein Tor hätte einen größeren Einfluss auf das Spiel gehabt“, sagte Tavares. „Du spielst dieses Spiel, um als Team zu gewinnen. Es geht nur ums Team. Aber natürlich werde ich das in den nächsten Tagen mehr zu schätzen wissen.“

TOR@CBJ: Knies legt quer zu Tavares, der mit seinem 500. NHL-Tor Geschichte schreibt

Der 35-jährige Kanadier ist erst der zweite Spieler in der NHL-Geschichte, der das Durchbrechen der Schallmauer von 500 NHL-Toren im Trikot der Maple Leafs erlebte. Vor ihm gelang das bislang nur Mats Sundin (am 14. Oktober 2006). In der Liga-Historie ist Tavares erst der 49. Spieler, der diese Marke erreichen konnte und der elfte Erstrunden-Pick.

„Es ist großartig“, freute sich Auston Matthews für seinen Teamkollegen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich ihn einen engen Freund nennen darf. Wir alle freuen uns extrem für ihn. Das heute war ein großer Erfolg. Ich kann nicht genug gute Dinge über Johnny sagen, was für ein Mensch, Teamkollege und Profi er ist. An jedem Tag ist er einer der härtesten Arbeiter.“

Diese Arbeit zahlt sich derzeit auch aus: Tavares verlängerte seine Scoring-Serie mit seinem besonderen Treffer auf neun Spiele (5-4-9) und ist der Top-Torjäger sowie zweitbeste Punktesammler in Toronto.

Columbus‘ Sillinger-Coyle-Olivier-Reihe läuft heiß

Trotz des ersten NHL-Treffers von Sammy Blais seit über zwei Jahren (zuletzt am 19. Oktober 2023) zum 1:2 (23.) sowie der späten Ergebniskosmetik von Tavares (56.) und Robertson (59.) ging Toronto an diesem Abend leer aus.

Für beide Teams war es ein Back-to-Back-Spiel, nachdem tags zuvor alle 32 NHL-Klubs beim „Frozen Frenzy“ gefordert waren. Die Blue Jackets hatten mit 4:3 n.V. bei den Buffalo Sabres gewonnen, die Maple Leafs siegten mit 4:3 gegen die Calgary Flames.

Deutlich frischer und spritziger aber wirkte an diesem Abend Columbus, das mit Cole Sillinger (7., 34.), Zach Werenski (12.), Ivan Provorov (29.), Dante Fabbro (37.) und Mathieu Olivier (48.) das halbe Dutzend vollmachte.

TOR@CBJ: Sillinger nimmt Fahrt auf und erzielt sein erstes Saison-Tor

Drei Verteidiger-Tore sowie kumuliert elf (!) Scorerpunkte der dritten Sturmreihe um Sillinger (2-1-3), Coyle (0-4-4) und Olivier (1-3-4) erwiesen sich als Schlüssel zum Sieg.

„Manchmal richtet es eine Reihe, manchmal richten es zwei Reihen, manchmal richten es alle Reihen - das ist die NHL“, sagte Center Coyle, der nach Artemi Panarin und Scott Hartnell erst der dritte Spieler der Franchise-Geschichte ist, der in einem Spiel vier primäre Assists verbuchen konnte. „Jeder ist ziemlich gut, aber es geht darum, die direkten Duelle auf dem Eis zu gewinnen und darauf zu vertrauen, was du als Reihe und auch als Team ausrichten kannst.“

„Wenn wir den Puck gut bewegen, dann sind wir kaum von der Scheibe zu trennen“, weiß Linksaußen Sillinger. „Wenn uns der Gegner Zeit und Raum gibt, dann werden wir das ausnutzen. In den ersten zehn Spielen haben wir das unter Beweis gestellt. Es ging für uns nur darum, unsere Chancen zu nutzen.“

„Wir rollen alle vier Reihen konsequent aus. Das hat sich für uns als gutes Rezept herausgestellt“, ergänzte Olivier, einer von 15 unterschiedlichen Torschützen bei den Blue Jackets.

TOR@CBJ: Olivier trifft nach einem Drop-Pass von Coyle zum 6:1

Blue Jackets haben einen Lauf - Maple Leafs treten auf der Stelle

Für Columbus (6-4-0) war es der dritte Sieg in Serie, wodurch die Blue Jackets als Fünfter der Metropolitan Division auf dem zweiten Wildcard-Rang in der Eastern Conference stehen.

Toronto (5-5-1) ist Fünfter in der Atlantic Division, konnte nur zwei seiner letzten sechs Spiele gewinnen (2-3-1) und hat einen Punkt Rückstand auf einen Playoff-Platz.

„Wenn du nicht gut mit dem Puck umgehst und dich nicht um die eigene Spielweise kümmerst, dann wirst du dir die Finger verbrennen. Genau das ist heute passiert“, kritisierte Torontos Trainer Craig Berube. „

Am Samstagabend (7 p.m. EDT, So. 0 Uhr MEZ) empfangen die Blue Jackets die St. Louis Blues. Gleichzeitig sind die Maple Leafs auswärts bei den Philadelphia Flyers gefordert.

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