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Die Maple Leafs gehören wieder zur Elite der Liga

Mit einer starken Offensive, einem zuverlässigen Torwart und einem tiefen Kader, steht Toronto an der Spitze der NHL

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Saison für Saison kämpfen die Teams der NHL um die größte Ehre, die einem Eishockeyspieler zu Teil werden kann, den legendären Stanley Cup. Dabei gibt es jede Saison einige Teams, die zum Kreis der aussichtsreichen Anwärter auf den großen Preis zählen. Die Pittsburgh Penguins und die Washington Capitals etwa, gehören seit Jahren zu den Favoriten, die Nashville Predators setzten sich in der vergangenen Spielzeit im engeren Kreis der Topteams fest. Nun gibt es ein weiteres Team, das in den ersten 20 Spielen eine überzeugende Bewerbung für einen Platz in diesem elitären Kreis abgab, die Toronto Maple Leafs.

Noch vor drei Jahren war kaum daran zu denken, dass die Kanadier im Kampf um den Stanley Cup etwas zu sagen haben könnten. In elf Spielzeiten von 2005 bis 2016, nahmen sie nur einmal an den Stanley Cup Playoffs Teil, in der Saison 2012/13 und scheiterten in der ersten Runde in sieben Spielen an den Boston Bruins. Doch dann betrat 2016/17 eine Gruppe junger und talentierter Spieler die Bühne, eine goldene Generation für die Maple Leafs. Besonders das Trio aus Auston Matthews, Mitchell Marner und William Nylander (derzeit wegen fehlendem Vertrag ohne Einsatz) sorgte für Begeisterung unter den Fans der Ahornblätter.

 

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Matthews und Marner gehören weiter zu den Leistungsträgern, die der Mannschaft einen historischen Saisonstart verschafften und damit klar machten, wer am Ende ganz oben stehen will, muss sich mit den Maple Leafs auseinandersetzen. Sie stehen mit 28 Punkten aus 20 Spielen (14-6-0) auf Platz eins der gesamten Liga. Das Team durfte erstmals seit 1941/42 wieder 14 Siege aus den ersten 20 Spielen feiern.

Toronto überzeugt vor allem in der Fremde und verlor bisher nur eins von zehn Auswärtsspielen, zuletzt entführten sie je zwei Punkte aus den Arenen der San Jose Sharks, Anaheim Ducks und Los Angeles Kings in Folge. Das gelang ihnen zuletzt im Dezember 1995, ein weiteres Zeichen dafür, dass diese Mannschaft nicht mehr mit der zu tun hat, die über ein Jahrzehnt nichts mit dem Kampf um den Titel zu tun hatte.

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Die größte Waffe der Maple Leafs ist der Angriff, der derzeit seinesgleichen sucht. Im ersten Viertel der Saison gingen 70 Tore auf das Konto der Herren in blau und weiß, mehr als jedes andere Team erzielte. Dabei mussten sie in beinahe der Hälfte der Spiele auf ihren größten Star, Auston Matthews verzichten. Der Torjäger verletzte sich am 27. Oktober gegen die Winnipeg Jets an der Schulter und fehlt bereits seit neun Spielen. Zuvor machte er 16 Punkte (zehn Tore, sechs Assists) in elf Partien und war damit bis zu seiner Verletzung der beste Torschütze und drittbeste Scorer der NHL.

Doch auch ohne Matthews gewannen die Maple Leafs sechs von neun Spielen und eroberten am Freitag mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung in Anaheim die Tabellenspitze. Damit zeigt das Team, dass es nicht alleine von Matthews abhängig ist, sondern selbst den Ausfall eines der größten Stars der Welt verkraften kann. Unterstützt von dem 39-jährigen Veteranen Patrick Marleau und den Routiniers Nazem Kadri und John Tavares, sind es die jungen Spieler Morgan Rielly, Kasperi Kapanen und Marner, die weiterhin fleißig Punkte sammeln und immer wieder ihre Kontrahenten aus deren eigener Halle schießen.

 

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Hinzu kommen starke Leistungen in anderen Bereichen. Die Maple Leafs kassieren die viertwenigsten Gegentore pro Spiel (2,55) und stellen mit 25,9% das siebtbeste Powerplay der Liga. Zwischen den Pfosten können sie auf Torwart Frederik Andersen vertrauen, der mit elf Siegen in 16 Einsätzen, einem Durchschnitt von 2,08 Gegentoren pro Spiel, und 93,4 Prozent Fangquote zu den besten Torhütern der Liga gehört. Sein Ersatz Garret Sparks konnte ebenfalls drei Siege in vier Spielen holen und entlastet Andersen mit einer Fangquote von 90,6 Prozent.

Nach der langen Durststrecke scheint Toronto oben angekommen zu sein. Mit einer der gefährlichsten Offensiven der Liga, einigen absoluten Spitzenspielern und einer Tiefe im Kader, die man in der bevölkerungsreichsten Stadt Kanadas lange vermisst hat, arbeiteten sie sich innerhalb kürzester Zeit aus dem Tabellenkeller wieder an die Spitze der Liga. Die Saison ist noch lange, doch man darf zurecht erwarten, dass die Maple Leafs im Frühling im Kampf um den Heiligen Gral des Eishockeys eine Rolle spielen werden.

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