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Couture mit Siegtreffer in zweiter Verlängerung

In einem spannenden Hochgeschwindigkeitsspiel treffen die Sharks in der zweiten Overtime zum Serienausgleich

von NHL.com/de @NHLde

Spielbericht: SJS 4, VGK 3 -F/2OT

Couture führt Sharks zum Sieg in Spiel 2

Logan Couture trifft in der 2.OT für die Sharks, sichert ihnen so das 4:3 in Spiel 2 und das 1:1 in der Serie gegen die Golden Knights

  • 05:47 •

Die Vegas Golden Knights und die San Jose Sharks gehen in Spiel 2 der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference in die Overtime. Durch einen Treffer von Logan Couture in der zweiten Verlängerung konnten sich die Sharks mit 4:3 durchsetzen und den 1:1-Ausgleich in der Serie herstellen.

Die Sharks hatten sich nach der 0:7-Pleite in Spiel 1 Wiedergutmachung vorgenommen und kamen entsprechend motiviert aus der Kabine. Die Fins verbuchten im ersten Spielabschnitt neun Schüsse, wobei Martin Jones nur fünf Abschlüsse auf seinen Kasten bekam. Trotz der optischen Überlegenheit der Sharks gingen die Golden Knights 2:01 vor Drittelende durch William Karlsson mit 1:0 in Front. Karlsson verwertete bei vier-gegen-vier einen Colin Miller abgegebenen Schuss, der das Tor verfehlte und von der Bande zurückgeprallt kam.

Nach der Pause erwischten die Glückspielstädter den besseren Start und erneut Karlsson traf bereits nach 26 Sekunden zum 2:0. Der Schwede nutzte einen Aufbaufehler der Sharks und schweißte den so gewonnen Puck von der rechten Seite ins Netz. Im Gegensatz zu Spiel 1 kollabierten die Sharks nach dem zweiten Gegentor nicht. Stattdessen übernahmen die Führungsspieler das Kommando. Während David Perron, in einem von vielen Strafen geprägten zweiten Drittel, in der Kühlbox saß, traf Brent Burns nach exakt 22 Minuten zum ersten Mal in dieser Serie für die Sharks. Der schussgewaltige Verteidiger bekam durch einen Bullygewinn von Joe Pavelski die Scheibe an der blauen Linie und hämmerte einen Schlagschuss in die Maschen hinter Marc-Andre Fleury. Den Ausgleich für San Jose besorgte Logan Couture nach 11:08 im zweiten Drittel. Fleury wollte eine vor ihm liegende Scheibe nicht festhalten und Tomas Hertl übernahm das Spielgerät. Schön bedient von Hertl traf Logan Couture per Direktabnahme aus dem High-Slot. Die Fins waren noch nicht am Ende und gingen 2:59 später durch Burns erstmals in der Serie in Führung. Ein gewonnenes Anspiel nutzte der emotionale Anführer der Sharks zum Tor per Bauerntrick. Mit dem Rückstand auf der Anzeige und auch mit 13 zu 24 bei den abgegebenen Schüssen, ging es für die Wüstenstädter in die zweite Unterbrechung.

Bis 13:28 im Schlussabschnitt sahen die Sharks wie die Sieger in Spiel 2 aus, doch ein gewonnenes Anspiel, zwei schnelle Pässe und einen präzisen, direkten Schlagschuss durch Nate Schmitt später hatten die Golden Knights die Partie wieder auf Anfang gestellt. Die Sharks hatten auch im Schlussabschnitt mit zehn Abschlüssen drei mehr als die Golden Knights, mussten sich aber durch eine Strafe wegen Spielverzögerung bei 58:26 bis zum Ende der regulären Spielzeit in Unterzahl erwehren.

Mit den verbleibenden 26 Sekunden auf der Strafzeituhr begann die erste Overtime. Die Sharks konnten sich auch mit einem Mann weniger schadlos halten, so dass sich eine muntere Verlängerung ergab. Die beiden High-Speed-Teams drängten gleichermaßen auf die Entscheidung. Die Ausgeglichenheit der ersten Extraspielzeit zeigt sich auch im Schussverhältnis von acht zu acht. Großer Aufreger war nach 76:58 Minuten der vermeintliche Siegtreffer durch Jonathan Marchessault. Einen Rebound schob er an Jones vorbei und brachte die T-Mobile Arena in Ektase. Bei seinem Weg vor das Tor machte Marchessault jedoch Kontakt mit dem im Torraum stehenden Jones, so dass dieser in seiner Abwehraktion später beeinflusst wurde. Die Entscheidung im Situation Room in Toronto fiel entsprechend schnell und verwehrte den Golden Knights den Siegtreffer, so dass eine weitere Overtime folgen musste.

Mit zwei Strafen in der zweiten Extraschicht brachten sich die Golden Knights selbst in Bedrängnis. Während die zweiminütige Unterzahlsituation aufgrund eines hohen Stocks von Shea Theodore noch überstanden wurde war Jon Merrills Strafe wegen Hakens der entscheidende Faktor. Der Schweizer Timo Meier holte die zweite Powerplaysituation nach 85:05 Minuten heraus, als er den Spielverlauf hervorragend las, sich an der Band die Scheibe holte und beim Schussversuch von Merrill gehakt wurde. Im folgenden Powerplay sollte wie schon bei drei Treffern zuvor ein gewonnenes Anspiel den entscheidenden Vorteil bringen. Die Sharks sicherten sich den Puck, spielten mit schnellen Pässen Couture frei, der mit seinem zweiten Treffer den 4:3-Overtime-Sieg klar machte.

Marc-Andre Fleury störten nach dem Spiel besonders die Strafen, etwas das für Spiel 3 am Montag (10 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVAS) in San Jose besser werden muss: "Disziplin, wir müssen versuchen von der Strafbank wegzubleiben, weil wir bei fünf-gegen-fünf, glaube ich, in einer guten Verfassung sind. Wir müssen einfach versuchen aus der Kühlbox zu bleiben und unser Spiel zu spielen."

Nach der Partie beschäftigte die Spieler besonders der zurecht nicht gegebene Treffer der Golden Knight in der ersten Overtime. Logan Couture und die Sharks zogen besonders aus der Reaktion ihres Goalies Energie: "Ein bisschen denke ich. Als wir gesehen haben, dass Jones reagiert, wie er es getan hat, etwas das er sonst nach Gegentreffern nicht tut und, dass er ziemlich erzürnt war, da war ich sehr zuversichtlich, dass das Tor zurückgenommen wird. Ich habe gesehen, dass sie ihn im Torraum berührt haben und glücklicherweise wurde der Treffern nicht gegeben."

Das bessere Team an diesem Abend waren, im Gegensatz zu Spiel 1 die Sharks. Angesprochen auf die Verbesserungen sagte der Coach des Team in Teal Peter DeBoer: "Wir waren in allen Bereichen besser. Wir waren geschlossener, unser Team war besser. Wir waren in jeder Situation besser. Ich wusste, dass wir das sein werden und die Jungs haben reagiert."

DeBoers Gegenüber, Gerard Gallant war von der Leistung seiner Mannschaft enttäuscht und erwartet für Spiel 3 eine erhebliche Steigerung: "Sie sollten besser bereit sein, denn heute waren wir 45 Minuten lang nicht anwesend. Wir haben heute nicht unser Spiel gezeigt. Wir haben in der vergangenen Partie eine starke Leistung abgeliefert und gekämpft. Ich weiß nicht, ob wir heute dachte, dass es leicht wird oder was der Grund war. Wir waren heute nicht bereit unseren Spielstil abzurufen und das hat uns viel gekostet. Sie waren die gesamte Zeit das bessere Team. In der ersten Verlängerung haben wir gut gespielt. Wir waren heute nicht bereit."

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