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Die San Jose Sharks haben zum dritten Mal in Folge den Einzug in die Stanley Cup Playoffs verpasst. San Jose (29-33-11) schied am Donnerstag durch eine 4:5-Niederlage nach Shootout gegen die Chicago Blackhawks vorzeitig aus dem Rennen um die begehrten Plätze in der K.o.-Phase aus.

Mangel an Toren und schwaches Powerplay sind Gründe für das frühe Aus
Die Sharks erzielen im Durchschnitt 2,58 Tore pro Spiel, was Platz 28 in der NHL entspricht. Drei Spieler, Timo Meier (72 Punkte), Tomas Hertl (61) und Logan Couture (50), haben mindestens 50 Zähler in der Scorerwertung erzielt. In der letzten Saison lag San Jose mit 2,61 Toren pro Spiel auf Platz 25. Die Sharks sind zudem lediglich 23. im Powerplay und erzielten 37 Tore bei 198 Chancen (18,7 Prozent). Sie haben zehn Unterzahltore der Gegner zugelassen und damit zusammen mit den Canadiens die drittmeisten in der NHL kassiert. Meier (zwölf), Hertl (sechs) und Logan Couture (fünf) sind die einzigen Spieler mit mindestens fünf Toren in Überzahl. San Jose belegte in der vergangenen Saison den 29. Platz im Powerplay (14,1 Prozent).

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Evander Kane brachte unnötige Unruhe
Stürmer Evander Kane befand sich in der vierten Saison eines Siebenjahresvertrags, den er am 24. Mai 2018 bei San Jose unterzeichnete. Am 18. Oktober wurde er von der NHL für 21 Spiele gesperrt, weil er gegen das NHL-COVID-19-Protokoll verstoßen hatte, und wurde am 29. November nach San Jose in die American Hockey League versetzt. In fünf Spielen erzielte er acht Punkte (zwei Tore, sechs Assists), spielte aber nie mehr für die Sharks, nachdem er am 22. Dezember in das COVID-19-Protokoll der AHL aufgenommen wurde. Die Sharks lösten Kanes Vertrag Anfang Januar auf. Am 28. Januar einigte er sich mit den Edmonton Oilers auf einen Einjahresvertrag. Für die Oilers hat er in 36 Spielen 30 Punkte (16 Tore, 14 Assists) erzielt.

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Gründe für Optimismus
Der 25-jährige Timo Meier erzielte in 68 Spielen NHL-Karrierehöchstwerte in Sachen Toren (32), Assists (40), Punkte (72), Powerplay-Tore (12) und spielentscheidenden Tore (acht). Er hat zum dritten Mal in den letzten vier Spielzeiten mehr als 45 Punkte erzielt. Auf dem Schweizer ruhen in Bezug auf die Zukunft der Organisation große Hoffnungen.
Das gilt auf für die Nachwuchs-Stürmer William Eklund, Thomas Bordeleau und Ozzy Wiesblatt. Sie alle stehen kurz davor, schon in der nächsten Saison einen wichtigen Beitrag zu leisten. Eklund, 19, hatte vier Assists in neun Spielen für die Sharks, bevor er 14 Punkte (ein Tor, 13 Assists) in 29 Spielen für Djurgardens in der schwedischen Hockey-Liga, der höchsten schwedischen Profiliga für Männer, erzielte. Bordeleau, 20, wurde 2020/21 zum Sharks Prospect of the Year ernannt und erzielte in dieser Saison als Sophomore für die University of Michigan 37 Punkte (12 Tore, 25 Assists) in 37 Spielen. Wiesblatt, 20, hat in 43 Spielen 41 Punkte (10 Tore, 31 Assists) für Prince Albert in der Western Hockey League erzielt.

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Auch der 28-jährige Tomas Hertl liefert Grund zur Zuversicht. Der 28-jährige Center, der nach der Saison ein Free Agent hätte werden können, stimmte am 16. März einem Achtjahresvertrag zu. Hertl hat in vier seiner letzten fünf Spielzeiten mindestens 40 Punkte erzielt. Er führt die Sharks-Stürmer bei der durchschnittlichen Eiszeit (19:59) an.