Auf Freudentaumel folgt Ernüchterung
In dieser Saison schien es lange so, als könne Anaheim an erfolgreiche Tage anknüpfen. Ein Saisonstart mit einer 17-9-6-Bilanz und die Führung in der Pacific Division machten Hoffnung auf mehr. All das war vor der Weihnachtspause passiert und mit der letzten Partie vor der langen Unterbrechung am 17. Dezember schien für die Ducks eine Playoff-Teilnahme nur Formsache.
Die Feierlaune zum Weihnachtsfest verwandelte sich im neuen Jahr zur Katerstimmung. Acht der zehn Partien nach dem Wiederbeginn am 29. Dezember gingen verloren. Zur All-Star-Pause hin schienen sich die Ducks wieder zu fangen (4-0-2), doch nach der erneuten Unterbrechung verloren sie 17 der 21 folgenden Matches (4-14-3).
Gibson als Abbild der Ducks
Entscheidend wie kein anderer Spieler können Torhüter die Leistungen einer Mannschaft beeinflussen. Am Beispiel der diesjährigen Ducks zeigt sich das besonders deutlich. John Gibson war der Fels in der Brandung für Anaheim zu Saisonbeginn. Eine 15-10-8-Bilanz bei einem Gegentorschnitt von 2,49 und einer Fangquote von 92,2 Prozent waren die herausragenden Werte, die der Schlussmann in den ersten 33 Begegnungen der Saison ablieferte.
Die starken Leistungen sicherten Gibson einen Spot im All-Star-Team der Pacific Division. Nach der Ehre an diesem Wochenende dabei gewesen zu sein, brachen die Werte des Goalies ein. 4,56 Gegentore pro Partie, eine Fangquote von 86,8 Prozent und eine schwache Bilanz (2-14-2) sprechen Bände. Die Krise allein am Torhüter festzumachen wäre dennoch falsch. Häufig bekam er nicht die Unterstützung seiner Vorderleute, um so zu glänzen wie zuvor.