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Die deutsche Nationalmannschaft, die mit drei knappen Niederlagen in die IIHF-Weltmeisterschaft 2023 gestartet ist, kann nicht länger auf Unterstützung durch Leon Draisaitl hoffen. Der Superstar der Edmonton Oilers entschied sich nach dem Zweitrundenaus gegen die Vegas Golden Knights gegen eine Teilnahme an der WM und kuriert seine Blessuren aus einer langen NHL-Saison aus.

Gegenüber deb-online.de erklärte DEB-Sportdirektor Christian Künast: "Wir haben ein ausführliches Gespräch mit Leon geführt, wofür wir uns bedanken. Zunächst einmal haben wir größten Respekt vor seiner überragenden Leistung bei den Edmonton Oilers, die er über die gesamte NHL-Saison inklusive der intensiven Playoffs gezeigt hat. Nach 92 NHL-Spielen inklusive zweier intensiven Serien braucht er jetzt einfach Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen und sich körperlich zu regenerieren."

Draisaitl erzielte in 80 Hauptrundenpartien 52 Tore und legte weitere 76 Treffer auf. In zwölf Playoff-Matches folgten weitere 13 Tore und fünf Vorlagen. Die Offensivstärke des Angreifers hätte dem deutschen Team sicher gut zu Gesicht gestanden. Nun muss die Nationalmannschaft am Donnerstag ohne Draisaitl für den ersten Erfolg kämpfen. Um 19:20 MESZ heißt der Gegner Dänemark.

Leon Draisaitl mit seiner Punkteserie von 8-Spielen

Für die Partie gegen die Dänen wäre der Einsatz von Draisaitl vermutlich ohnehin zu früh gekommen. Künast beschrieb, dass Exit-Meetings und Medien-Termine noch ausgestanden waren und es auch deshalb nicht zu einem Einsatz des Top-Stürmers kommen konnte. Man wünsche Draisaitl dennoch eine gute Erholung nach der Saison und habe volles Verständnis für die Entscheidung, so Künast.