Und wie schätzt er Deutschland ein, gegen die er im letzten Gruppenspiel antreten wird? "Deutschland ist auf dem Papier klar zu favorisieren", antwortet Bayer. "Sie verfügen über drei bis vier absolute Top-Cracks. Nominell sind sie klar stärker. Wir haben jedoch in den Testspielen im Sommer gezeigt, dass wir sie schlagen können. Wir wissen, wo wir sie packen müssen."
Während Deutschland und die Schweiz in der Gruppe A um den Einzug in das Viertelfinale kämpfen, tritt Österreich in der Gruppe B auf die USA, Schweden, Russland und Tschechien. Der Dreh- und Angelpunkt der Österreicher ist Marco Rossi, der beim NHL Draft 2020 an Position 9 von den Minnesota Wild ausgewählt wurde. U20-Nationaltrainer Roger Bader sagt im Gespräch mit NHL.com/de über Rossi: "Er ist unser Teamleader und unser bester Einzelspieler. Er wird unsere Mannschaft anführen."
Gleichwohl sieht er seine Nationalmannschaft in der Außenseiterrolle. "Die vier Mannschaften aus unserer Gruppe sind klare Favoriten für das Viertelfinale, einige sogar für den Weltmeistertitel. Daher sind wir in jedem Spiel klarer Außenseiter." Für Österreich gehe es vorwiegend darum, Erfahrungen zu sammeln: "Wir wollen zeigen und beweisen, dass wir zurecht in der IIHF Top Division sind und dass Österreich eine gute Eishockeymannschaft hat. Wir wollen bei jedem Spiel an unsere Grenzen gehen und Spiel für Spiel einen Fortschritt machen. Sollte sich in einem Spiel zeigen, dass wir in der Lage sind, Punkte zu machen, wollen wir bereit dafür sein."
Bader weiß die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft richtig einzuschätzen: "Wir haben schnelle sowie gute Eisläufer und wir sind in der Lage, gut organisiertes und strukturiertes Eishockey zu spielen. Im Gegensatz zu den Top-Nationen dieser Weltmeisterschaft haben wir aber nicht die Breite an Spielern, die gleichermaßen sowohl physisch als auch spielerisch auf dem höchsten Level sind."