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Evgeni Malkin mal anders

Der Stürmer des Titelverteidigers überrascht in Winnipeg mit einem 'Gordie Howe-Hattrick'

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Es war ein echtes Torfestival, das 7:4 der Pittsburgh Penguins am Abend bei den Winnipeg Jets. Besonders herausragend dabei zwei der Gäste. Einerseits natürlich Nick Bonino, der seinerseits drei Tore zum Erfolg seines Teams beisteuern konnte. Andererseits natürlich auch der Russe Evgeni Malkin, der eine etwas andere Art von Hattrick vorzuweisen hatte, einen sogenannten 'Gordie Howe-Hattrick', welcher in Eishockeysprache für ein Tor, einen Assist und einen Kampf (Fight) steht. Eine Leistung, welche nicht gerade als typisch für Malkin gilt und deshalb hier und heute an dieser Stelle mal entsprechend 'gewürdigt' werden soll.

Für den herausragend gut aufgelegt spielenden Russen wurden an diesem Abend in Winnipeg bereits die Saisontreffer 30 und 31 verbucht. Erst drei Minuten waren jedoch im Eröffnungsdrittel gespielt, da wurden Jets Kapitän Blake Wheeler und Malkin in einen Faustkampf verwickelt.

Zurück ging die Auseinandersetzung wohl auf das letzte Treffen der beiden Teams am 16. Februar, als Malkin Wheeler auf den Kopf geschlagen hatte, dafür aber lediglich eine Zweiminutenstrafe klassierte.

Nun war also offenbar Tag der Abrechnung aus Sicht des Jets. Unter lautem Jubel des Publikums im MTS Centre in Winnipeg schlug Wheeler Malkin zu Boden. "Ich respektiere seine Rolle für das Team natürlich" sagte der Stürmer nach dem Spiel gegenüber dem Fernsehsender CBC. "Er ist ein großer Spieler. Und ich wehre mich natürlich. Aber es war nicht mein bester Fight. Es wurden nur ein paar Schläge ausgetauscht und ich sah dabei insgesamt nicht sonderlich gut aus" so Malkin.

Video: PIT@WPG: Malkin bezwingt Hellebuyck bei einem Konter

Wheeler gab sich anschließend zufrieden. "Ich habe großen Respekt vor ihm dafür, dass er die Aufforderung erwidert hat. Das hätte er nicht tun müssen. Aber so konnten wir die Angelegenheit gleich aus dem Weg schaffen."
Die Jets gingen mit einer 3:2-Führung aus dem ersten Drittel, wurden dann im Mittelabschnitt allerdings von den Penguins förmlich überrollt.

Durch seine beiden Treffer im Spiel erreichte Malkin bereits jetzt die Beste Saisonausbeute seit fünf Jahren. Damals gelangen ihm am Ende der Hauptrunde stolze 109 Punkte und 50 Treffer. Seither konnte er verletzungsbedingt nie mehr als 69 Saisoneinsätze vorweisen. In der Spielzeit 2016-17 waren es bis hierher nun schon deren 58. Das ist schon ein Spiel mehr als in der gesamten Saison 2015-16. Damals waren es nur 57 in Gänze. In dieser Form befindet er sich auch wieder aussichtsreich im Rennen um die Art Ross Trophy in diesem Frühjahr, wo er aktuell mit seinen 70 Zählern, ebenso wie Teamkollege Sidney Crosby, zwar vier Zähler hinter Connor McDavid (74) von den Edmonton Oilers zurückliegt, aber immerhin mit seinem Teamkapitän gemeinsam Rang Zwei belegt. Ein völlig gesunder Malkin ist also gleichzeitig auch wieder ein besonders guter Malkin. Mal ganz kurz zusammengefasst.

Und wie gut er aktuell tatsächlich ist, das konnte man am Mittwochabend schon bei seinem ersten Treffer in Winnipeg sehen, als der Russe von Phil Kessel herrlich in Szene gesetzt wurde und einen Konter zum vielleicht schönsten Tor des Spiel abschließen konnte.

"Er ist eben ein Top-Spieler" lobte auch sein Coach Mike Sullivan nach dem Erfolg gegen das Team aus der Western Conference. "Er hat viel Kraft und Energie, und er ist einer dieser Spieler die im Alleingang den Ausgang eines Spiels entscheiden können."

An diesem Abend waren das die Treffer zum 2:2 in der 12. Spielminute und zum 5:3 in der 31. Spielminute. Dazu kam kurz zuvor der für den 'Gordie How-Hattrick' noch notwendige Assist beim 3:3 durch Justin Schultz. Mit dem Fight gegen Wheeler war der Abend ja bereits gestartet.

Und so konnte am Ende des Abends eben nicht nur Teamkollege Bonino unzählige Fragen der Reporter beantworten, sondern eben auch Malkin, der ebenfalls sehr entscheidend zum sehr unterhaltsamen Abend bei den Jets beigetragen hatte.

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