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Die Capitals an der Spitze der Metropolitan

Das Team aus Washington bringt sich durch eine Serie von Siegen wieder in den engeren Kreis der Titelanwärter

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Tampa Bay Lightning dominieren in der Saison 2018/19 die Eastern Conference in der NHL eindeutig. Doch ziemlich heimlich, still und leise haben sich auch die Stanley Cup Champions des Jahres 2018, die Washington Capitals, im Schatten der Lightning in eine günstige Position gebracht. Auf beeindruckende Art und Weise verdeutlicht es, dass den Capitals in den Stanley Cup Playoffs eine erfolgreiche Titelverteidigung zugetraut werden kann.

Am Mittwoch setzte sich das Team mit 5:3 Toren bei den Philadelphia Flyers durch und feierte dadurch seinen fünften Sieg in Serie. Die Tordifferenz aus diesen siegreichen Spielen beträgt überzeugende 24:13. In der Offensive läuft Alex Ovechkin, der gegen die Flyers einmal mehr mitentscheidenden Anteil am Sieg hatte, erneut zu großer Form auf. Ovechkin kommt damit auf 13 Punkte (8 Tore, 5 Assists) aus den vergangenen zehn Ligaspielen.

Video: WSH@PHI: Ovechkin trifft vom Kreis im Powerplay

Mit einem Treffer und einer Torvorlage gegen Philadelphia schraubte Ovechkin die Punktzahl seiner Karriere auf 1199. Einer fehlt ihm damit noch, um als 49. Spieler der Ligageschichte diesen Meilenstein zu erreichen. Von den aktiven Profis liegen zudem nur Joe Thornton (1.465) von den San Jose Sharks und Sidney Crosby (1.202) aus den Reihen der Pittsburgh Penguins vor Ovechkin.

Was die Chancen auf erneut erfolgreiche Playoffs vergrößert ist die Tatsache, dass die Offensive im Washingtoner Kader breit aufgestellt ist und längst nicht nur vom russischen Superstar und seiner aktuellen Ausbeute abhängig ist.

Die weiteren Torschützen für die Capitals gegen die Flyers waren Tom Wilson, Brett Conolly, Andre Burakovsky und Nicklas Backstrom. An offensiver Vielseitigkeit mangelt es den wiedererstarkten Capitals folglich nicht.

 Video: WSH@PHI: Holtby wehrt van Riemsdyks Chance ab

Zudem überzeugte auf ganzer Linie und präsentierte sich in Top-Form, Torhüter Braden Holtby, dem 27 Paraden gelangen. Er feierte den 250. NHL-Sieg seiner Laufbahn im 409. Spiel. Nur Ken Dryden von den Montreal Canadiens konnte in der NHL-Geschichte diese Marke früher knacken und zwar nach 381 Spielen.

"Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich im Laufe meiner Jahre in einigen sehr guten Teams spielen durfte", gab sich Holtby bescheiden. "Siege gehören immer der gesamten Mannschaft, niemals einem Spieler alleine."

Durch die gute und gerade zu Spielbeginn äußerst konzentrierte Leistung, schraubte der Titelverteidiger seine Statistik in dieser Hauptrunde auf 39-21-7 und rangiert erstmals seit langer Zeit zwei Zähler vor den New York Islanders auf dem ersten Rang der Metropolitan Division.

Eine beeindruckende Bilanz, vor allem auch in Anbetracht der Tatsache, dass es Titelverteidigern in der Saison nach einer Meisterschaft häufig schwerfällt, nicht in ein längeres Leistungstief zu fallen.

 

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"Es ist immer unser Anspruch in der Tabelle oben zu stehen", beteuerte Burakovsky. "Wir nähern uns jetzt wieder der Spielweise, die uns im Vorjahr häufig ausgezeichnet hat. So langsam werden wir mental wieder bereit für die Playoffs."

Trainer Todd Reirden zog ebenfalls ein zufriedenes Zwischenfazit: "Das war einer der besseren Auftritte seit einiger Zeit. Wir waren gerade am Anfang der Begegnung sehr gut im Spiel und haben die sich uns bietenden Torchancen konsequent verwertet."

Beeindruckt von den Darbietungen der Champions gab sich nach dem Duell sogar Flyers-Stürmer Claude Giroux: "Sie sind ein sehr gutes Team, verstehen es ein Spiel zu gestalten."

 Video: WSH@PHI: Giroux nutzt Lindbloms Vorlage zum Tor

Dass es gegen Spielende nicht noch einmal brenzlig wurde, lag an der souveränen Vorstellung von Torhüter Holtby, wie Torschütze Backstrom anerkennend rekapitulierte: "Er war heute erneut unser großer Rückhalt. Holtby macht schon seit vielen Jahren einen tollen Job. Wir sind sehr froh, dass er bei uns im Tor steht. Dass er diesen persönlichen Meilenstein seines 250. NHL-Sieges heute erreicht hat, und das als zweitschnellster Torhüter der Ligageschichte, diese Tatsche sagt viel über ihn und seine Bedeutung für unsere Mannschaft aus."

Die nächste Gelegenheit den guten Lauf zu unterstreichen und dem Anlauf in Richtung Titelverteidigung damit mehr Nachdruck zu verleihen, die bietet sich für die Capitals am Freitag, wenn die New Jersey Devils zu Gast in der US-Metropole sein werden (7 p.m. ET; NHLN, SN, NBCSWA, MSG+, NHL.TV).

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