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Columbus will auch einmal eine Serie gewinnen

Die Blue Jackets qualifizierten sich mit einem furiosen Endspurt zum dritten Mal in Folge für die Stanley Cup Playoffs

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Wer würde nicht gerne einmal ein Konzert in der 'World's Most Famoust Arena' im Herzen von Manhattan geben? Welche Künstler laufen nicht zu Hochform auf, wenn sie im Madison Square Garden vor tausende jubelnder Fans die Bühne betreten? Etwas schwieriger gestaltet sich die Angelegenheit bei einem sportlichen Wettbewerb, wenn der Gegner den Versuch unternimmt, einem den Auftritt so richtig zu vermiesen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz bereitet es Artemi Panarin besonders viel Freude, seine Kufenkünste in der altehrwürdigen Arena zu präsentieren. Die Columbus Blue Jackets gastierten am Freitagabend bei den New York Rangers und ihr russischer Stürmer fühlte sich wieder einmal pudelwohl im Big Apple.

Im Kampf um den letzten zu vergebenden Platz in den Stanley Cup Playoffs waren die Gäste aus Ohio auf jeden Zähler angewiesen und Panarin lieferte - erneut! Auf der Uhr standen noch 5 1/2 Minuten als sich der 27-Jährige scheibenführend von links in das Verteidigungsdrittel der Rangers einlief, sich zwischen zwei Gegner hindurch, dort wo es eigentlich keine Lücke gab, in die Mitte mogelte und mit einem Schuss von Weltklasse, das 2:1 erzielte. Die Blue Jackets gaben die Führung in den letzten Sekunden noch einmal aus der Hand, doch wohl dem, der im Penaltyschießen einen Panarin in seinen Reihen weiß. Als einziger Spieler traf er im Shootout und verhalf seinen Blue Jackets mit einem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen zum Einzug in die Playoffs. In seiner NHL-Karriere, die vor vier Jahren bei den Chicago Blackhawks begann, gab Panarin sechsmal ein Gastspiel im MSG und brachte es dabei auf acht Tore und vier Assists.

Video: CBJ@NYR: Panarin zieht in die Mitte und trifft

Im dritten Jahr in Folge und zum fünften Mal (2009, 2014, 2017, 2018) in ihrer 19-jährigen Franchise-Historie stehen die Blue Jackets unter den besten 16 Teams. Als Columbus' punktbester Mann und Franchise-Rekordhalter leistete Panarin seinen Anteil hierzu bei. Als Inhaber einer Wildcard der Eastern Conference werden die Blue Jackets in der ersten Runde auf einen Divisions-Spitzenreiter treffen, doch auch als Außenseiter werden sie versuchen, zum ersten Mal in ihrer Klub-Geschichte eine Playoff-Serie für sich zu entscheiden.

"Es spielt überhaupt keine Rolle gegen wen wir spielen. Es sind alle gute Mannschaften und wir ebenso. Wenn wir zu unserem Spiel finden, dann wird es für jeden Gegner schwer", zeigte sich Columbus' Kapitän Nick Foligno selbstbewusst. "Es ist eine Erleichterung, wenn man weiß, dass man die Chance bekommt, nach dem Stanley Cup zu streben. Mit diesem Vorsatz startet man in die Saison."

 

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Foligno stand bereits im Kader der Blue Jackets als sie 2014 in der ersten Runde gegen die Pittsburgh Penguins in sechs Spielen unterlagen, sie sich 2017 mit 1:4-Siegen erneut den Penguins geschlagen geben mussten und in der vergangenen Saison nach einer 2:0-Serienführung, gegen die Washington Capitals, dem späteren Stanley Cup Champion, vier Partien in Folge verloren. Torhüter Sergei Bobrovsky (89,8 Prozent, GAA 3,37), Center Boone Jenner (6 Tore, 5 Assist), Rechtsaußen Cam Atkinson (5 Tore, 5 Assists), Center Brandon Dubinsky (2 Tore, 6 Assists) und Verteidiger David Savard (5 Assists) haben keinen von Columbus' 17 Playoff-Auftritten seit 2014 verpasst.

 Video: CBJ@BUF: Bobrovsky wehrt Reinharts Abfälscher ab

Jetzt wollen sie gemeinsam den nächsten Schritt gehen, damit ihr Klub nicht der einzige bleibt, der noch nie eine Playoffserie gewonnen hat. Mehr als vier Anläufe bis zum ersten Einzug in die nächste Playoffrunde benötigten in der NHL-Geschichte nur die Calgary Flames (1980/81, nachdem sie als Atlanta Flames sechsmal gescheitert waren), die Vancouver Canucks (1981/82, zuvor 0-5) und die Nashville Predators (2010/11, zuvor 0-5).

 

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Die Blue Jackets haben während ihres furiosen Endspurts mit sechs Siegen aus sieben Spielen bewiesen, dass sie es mit jedem Gegner aufnehmen können. "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, nicht nur weil sie einen Weg gefunden hat, dieses verrückte Spiel zu gewinnen, sondern auch, wie sie sich das ganze Jahr über verhalten haben", attestierte Blue Jackets Coach John Tortorella seinem Team eine Menge Charakter.

Auf geht's!

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