Die Pittsburgh Penguins sind eine der positiven Überraschungen im Monat Oktober in der NHL. Die Mannschaft von Trainer Dan Muse steht aktuell auf Platz zwei der Metropolitan Division. Dass es so gut läuft, hat das Team auch zwei Altstars zu verdanken, die auf der Zielgerade ihrer jeweiligen Karriere nochmal richtig stark abliefern. Beim 6:3-Heimsieg der Penguins am Montagabend (Ortszeit) demonstrierten Sidney Crosby (38) und Evgeni Malkin (39) erneut ihr Können. Vor allem für den Kapitän der Gastgeber war es ein spezieller Abend. Crosby knackte gleich zwei wichtige Scoring-Marken.
Die Penguins ohne Crosby und Malkin? Das kann man sich nur schwer vorstellen. Klar, es wird irgendwann passieren müssen. Aber im Moment machen die beiden noch nicht den Eindruck, als ob sie bald die Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängen müssten. Dafür sind ihre Leistungen zu gut. Und dafür zeigen sie diese auch zu konstant in einer Liga, in der das Spiel immer schneller und athletischer wird. Crosby und Malkin beeindruckt das jedoch offenbar nur wenig.
Späte Freude
Dass die beiden immer noch zu den besten ihres Fachs gehören, bewiesen sie erneut beim Auftritt in der PPG Paints Arena zu Pittsburgh gegen die Gäste aus St. Louis. Crosby beendete den Abend mit zwei Vorlagen und einem Tor, Malkin mit einem Tor und einem Assist. Für den Kanadier war es noch mal ein besonderer Abend. Denn er knackte im dritten Drittel mit seiner Vorlage zum zwischenzeitlichen 4:2 durch Bryan Rust (41.) als neunter Spieler in der Geschichte der Liga die Marke von 1700 Scorerpunkten. Vor ihm schafften das Wayne Gretzky (2857), Jaromir Jagr (1921), Mark Messier (1887), Gordie Howe (1850), Ron Francis (1798) Marcel Dionne (1771), Steve Yzerman (1755) und Mario Lemieux (1723). In der ewigen Scorerliste der Penguins ist nur noch Lemieux vor Crosby. Bleibt er verletzungsfrei, hat er sein großes Vorbild allerdings bald eingeholt und auch überholt. Crosby benötigte 1362 Spiele, um auf die 1700 Punkte zu kommen. Lediglich drei Spieler erreichten diese Marke schneller: Gretzky (711), Lemieux (887) und Dionne (1257).
Beim Interview in der Umkleidekabine merkte man Crosby an, dass es für ihn ein ganz spezieller Moment war. Schließlich habe er sich mit seinen Leistungen in eine Gruppe eingereiht, die aus Spielern bestehe, die als Kind seine Idole gewesen seien. „Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass ich da mal dabei sein oder auch nur in die Nähe kommen werde. Dass ich in der Lage bin, so lange zu spielen und Teil dieser Gruppe sein zu dürfen, das ist etwas, wofür ich wirklich dankbar bin.“
Das Grinsen von Dan Muse
Crosbys Trainer bekam bei der Pressekonferenz nach dem Spiel das Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht. Muse hatte auch allen Grund dazu. „Es gibt ja fast alle paar Spiele einen neuen Meilenstein zu feiern“, sagte er und lachte. Crosby und Malkin riefen einem permanent in Erinnerung, dass es im Sport nicht nur aufs Alter ankomme. „Wir haben Spieler im Team, die noch nicht mal auf der Welt waren, als die beiden ihre Karrieren begonnen haben.“ Aber er gestand, dass es schon ziemlich cool sei für alle, davon ein Teil zu sein. Überraschend sei diese Entwicklung für ihn derweil nicht, betonte der Coach: „So, wie sich die beiden vorbereiten, kämpfen und sich jeden Tag gegenseitig antreiben, wird schnell klar, warum sie tun, was sie tun.“
Mit 1902 Scorerpunkten (703-1199-1902) ist Crosby erst der siebte Spieler in der Geschichte der NHL mit mindestens 1900 Punkten in der regulären Saison und in den Playoffs zusammengenommen. Die Partie gegen die Blues war gleichzeitig Crosbys 498. Spiel, in dem er mindestens zwei Scorerpunkte erzielte. Damit hat er Lemieux (497) für die meisten in der Geschichte der Penguins überholt. In der Statistik mit Spielern, die das alles im Dienste einer einzigen Franchise geschafft haben, ist lediglich noch Gordie Howe vor Crosby, der 505 dieser Partien im Trikot der Detroit Red Wings absolviert hat.





















