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Roman Josi: Der beste Verteidiger der NHL?

"Breaking the Ice": Nashvilles Kapitän über Fußballtennis, die Schweiz und die Playoff-Chancen der Predators

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Josi zieht direkt ab

EDM@NSH: Josi hämmert den Puck rein

Roman Josi zieht im Kreis auf und nutzt Kyle Turris Pass, indem er den Puck zum ersten Tor der Predators im 2. Drittel im Netz versenkt

  • 00:34 •

Während der regulären Saison 2019/20 bringt NHL.com/de jeden Donnerstag eine Story aus der Rubrik "Breaking the Ice". Darin stellen wir jeweils einen Spieler vor und holen von ihm in fünf abschließenden Fragen seine Meinung zu verschiedenen Themen rund ums Eishockey und auch darüber hinaus ein.

In dieser Folge: Roman Josi (Nashville Predators)

"Er ist für mich momentan der beste Verteidiger in der Liga", sagt Nashvilles Abwehrspieler Yannick Weber über seinen Mitspieler Roman Josi und erklärt: "Es ist die Art und Weise, wie er spielt: Er ist ein sehr dynamischer Spieler. Er will die Scheibe, er trägt sie, macht gute Pässe, zieht das Spiel auf sich und kreiert gute Chancen. Das ist etwas ganz Spezielles, was man in dieser Liga nicht häufig sieht. Er spielt viele Minuten und immer gegen die besten Stürmer der anderen Mannschaft. Es ist imposant, wie er zurzeit spielt. Er will das Zepter übernehmen, das zeichnet ihn auch als Kapitän aus. Er ist für mich persönlich die Nummer 1."

Weber muss es wissen, immerhin kennt er seinen Schweizer Landsmann Josi schon seit dem Kindesalter, spielte mit ihm Eishockey beim SC Bern und seit 2016 zusammen bei den Predators. In der laufenden Spielzeit sogar zeitweise in derselben Reihe. "Dass ich mit ihm spielen, konnte, ist eine Ehre", sagt Weber. "Wir kennen uns seit Jahren. Ich weiß, wie er denkt und wie er spielt. Ich versuche, ihm zu helfen, damit er sein Spiel durchziehen kann."

Video: Yannick Weber über Roman Josis Saison

Auch für Josi, der privat "sehr viel" mit Weber unternimmt, war das Schweizer Verteidiger-Tandem etwas ganz Besonderes: "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, kennen uns schon ganz lange und haben schon in Bern zusammengespielt, als wir noch ganz klein waren. Wir sind zusammen aufgewachsen und kennen uns schon so lange. Wir sind gute Freunde. Dass wir teilweise sogar in einer Reihe spielen, ist schon sehr speziell."

Zuletzt aber wurde Josi wieder mit Ryan Ellis aufgestellt, der lange Zeit verletzt gefehlt hatte. Auch mit ihm versteht sich Nashvilles Kapitän blind. "Er ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns. Bis zu seiner Verletzung hat er gut gespielt. Wir freuen uns extrem, dass er wieder da ist", so Josi.

Den Predators soll das noch einmal einen entscheidenden Schub im Kampf um die Stanley Cup Playoff-Plätze geben. Über weite Strecken der Saison lief das Team aus Tennessee der Musik hinterher. "Wir haben nicht konstant genug gespielt. In einer Liga, in der alle Teams sehr viel gewinnen, ist es wichtig, dass du konstant spielst. Das müssen wir in den nächsten Spielen schaffen", fordert Josi.

Der 31-Jährige geht selbst mit gutem Beispiel voran: Mit 62 Scorerpunkten (16 Tore, 46 Assists) aus 66 Spielen ist er mit großem Abstand der Top-Scorer in Music City. Er stellte damit die zwölf bzw. elf Jahre alten Saisonrekorde eines Schweizer Verteidigers seines Freundes Mark Streit aus den Spielzeiten 2007/08 (62 Punkte) und 2008/09 (16 Tore) ein.

 

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Den Glauben an die Playoffs hat der 1,87 Meter große und 91 Kilogramm schwere Linksschütze nie aufgegeben. Aktuell hat Nashville (72 Punkte) zwei Zähler Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Western Conference. Die Vancouver Canucks (74 Punkte), Winnipeg Jets (74), Arizona Coyotes (74) und Minnesota Wild (73) sind aber in unmittelbarer Schlagdistanz.

Für den Fall, dass es Nashville nicht in die Playoffs schaffen sollte, stünde Josi der "Nati" bei der Heim-WM im Mai zur Verfügung: "Sehr gerne. Ich bin ich immer gerne zur Nationalmannschaft gefahren. Es ist mir eine große Ehre, die Schweiz zu vertreten. Aber klar, das Ziel ist, in die Playoffs zu kommen und den Stanley Cup zu gewinnen." Um sich ein Stück Schweiz in die USA zu holen, setzt Josi vor allem auf "viel Besuch": "Meine Freunde und Familie kommen oft nach Nashville. Sie lieben die Stadt. Sie bringen mir auch immer Kleinigkeiten wie Schokolade aus der Schweiz mit." Nun will sich Josi mit der Playoff-Qualifikation die Saison versüßen.

Fünf Fragen an Roman Josi:

Gerade hattet ihr viel Spaß beim Fußballtennis. Schlummert hier neben Eishockey ein weiteres Talent in dir?

(lacht) Ich bin auch ein sehr guter Fußballer, bestimmt unter den Top-drei bei den Predators. Nein, wir spielen immer gerne ein wenig Fußball, um warmzuwerden und liefern uns da einen großen Kampf. Manchmal wird es dann sehr intensiv.

Video: ARI@NSH: Josi haut Handgelenkschuss vom Punkt rein

Du hast in dieser Saison Franchise-Rekorde in Sachen Tore- und Punkteserien bei den Predators aufgestellt. Persönlich läuft es also richtig rund bei dir…

Bis jetzt ist es sicher gutgegangen. Als Kapitän übernehme ich viel Verantwortung für das Team, aber wir sind als Mannschaft noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir müssen in der Tabelle noch ein bisschen nach oben kommen.

Du erhältst die zweitmeiste Eiszeit (25:52 Minuten pro Spiel) unter allen NHL-Spielern. Was bedeutet dir das?

Als Spieler willst du immer so viel wie möglich spielen. Es ist schön für mich, dass ich das Vertrauen bekomme. Nach dem Spiel bist du sicher ein bisschen müde, aber wir haben genug Zeit, um zu regenerieren.

 

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Bist du als klubinterner Top-Scorer momentan die Lebensversicherung der Predators?

Nein. Wir sind eines dieser Teams, das zusammen gewinnen muss. Wir haben sehr viele gute Einzelspieler, aber ich glaube, für uns ist es extrem wichtig, dass wir als Team spielen. Unser Erfolgsrezept ist, dass alle vier Reihen etwas beitragen.

Warum schafft es Nashville noch in die Playoffs?

Weil wir ein sehr gutes Team haben und wir extrem motiviert für die nächsten Aufgaben sind. Wir haben Selbstvertrauen und werden es schaffen.

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