Entscheidende Highlights aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Boston Bruins

Die Boston Bruins sind am Mittwochabend einen großen Schritt in Richtung Stanley Cup Playoffs gegangen und haben den Atlantic-Division- und Eastern-Conference-Spitzenreiter Buffalo Sabres auswärts im KeyBank Center mit 4:3 n.V. besiegt. Bruins-Trainer Marco Sturm gefiel insbesondere die Reaktion auf einen plötzlichen Rückschlag im dritten Drittel.

„Es war eine großartige Leistung“, sagte Sturm. „Wir sind froh über diese ganz, ganz wichtigen Punkte. Unsere Antwort hat mir umso mehr gefallen.“

Mittelstadt macht das Comeback möglich

Gemeint war eine schwierige Phase Anfang des dritten Drittels, als Buffalo das Spiel mit einem Doppelschlag von Zach Benson und Jason Zucker binnen 33 Sekunden drehte (26.).

„Wir haben einfach weitergemacht und danach unser bestes Hockey gespielt, nichts mehr zugelassen und ein wichtiges Tor geschossen“, sagte Bostons Torwart Joonas Korpisalo (22 Saves, 88 Prozent Fangquote).

Casey Mittelstadt presste den Puck mit energischem Forechecking an der Bande in der Offensivzone mit einem Bodycheck frei, Pavel Zacha verteilte diesen hoch an die blaue Linie, wo Verteidiger Jonathan Aspirot einen wuchtigen Schuss abgab, der zwar neben das Tor flog, aber so stark von der Bande zurückprallte, dass er Sabres-Torwart Ukko-Pekka Luukkonen (27 Saves, 87,1 Prozent Fangquote) auf dem falschen Fuß erwischte. Die Scheibe fiel vor die Füße von Mittelstadt, der gedankenschnell reagierte und in seinem 500. NHL-Spiel zum 3:3 abstaubte (55.).

„Sie glauben jetzt, dass sie den Unterschied ausmachen können“, sagte Sturm über seine zweite Reihe mit Mittelstadt, Zacha und Viktor Arvidsson. „Sowohl als Spieler, als auch als Reihe ist das enorm wichtig. Sie glauben an sich und sie machen in manchen Spielen den Unterschied. Wenn wir sie brauchen, dann sind sie da. Es war ein wichtiges Tor von Casey.“

BOS@BUF: Mittelstadt trifft per Abstauber in seinem 500. NHL-Spiel

Zacha per Tunnel zum OT-Winner

Dieser Treffer legte den Grundstein für ein Comeback, das in der Verlängerung den Extra-Punkt bringen sollte.

David Pastrnak zog beim Eintritt in die Offensivzone drei Sabres-Verteidiger auf sich und passte zum linken Faceoff-Kreis, wo sein tschechischer Landsmann Zacha per Tunnel den Overtime-Siegtreffer erzielte (61.).

„Ich habe gesehen, dass sich ihr Torwart bewegt hat, also wollte ich flach schießen und das hat geklappt. Es war ein toller Pass von ‚Pasta‘“, beschrieb Zacha sein goldenes Tor und verwies ebenfalls auf eine starke Aufholjagd: „Wir haben daran gearbeitet, in diesen Situationen ans System zu glauben. Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel war. Wir haben nie aufgeben und sind zurückgekommen. Wir wissen, welche Spieler wir in dieser Kabine haben, wir sind so widerstandsfähig und haben schon so viele Spiele gewonnen, die wir gewinnen mussten.“

„Wir sind stolz auf die Art und Weise, wie wir geantwortet haben“, sagte auch Pastrnak. „Sie haben eine gute Mannschaft, wir sind aber drangeblieben und konnten ausgleichen. Egal, wie lange es dauert, wir bleiben dran. Das waren zwei wichtige Punkte für uns.“

BOS@BUF: Zacha erzielt den Overtime-Siegtreffer durch die Beine von Luukkonen

Pastrnak geht voran

Pastrnak selbst hatte gleich zu Beginn die erste Bruins-Führung an diesem Abend mit einem starken Direktschuss erzielt (12.) und beendete die Partie mit drei Scorerpunkten (1-2-3; +3). Der 29-jährige Scharfschütze verlängerte seine persönliche Scoring-Serie damit auf elf Spiele (7-11-18).

„Er ist unser Junge“, grinste Sturm. „Er muss nicht in jedem Spiel treffen und das Spiel entscheiden, aber er muss vorneweg gehen. Wenn er das macht, dann fühlen es alle. Es war ein weiteres großartiges Spiel von ihm. Die Jungs waren in den ersten zehn Minuten noch ein wenig müde, danach haben wir zu unserem Spiel gefunden und verdient gewonnen.“

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Der deutsche Stürmer Lukas Reichel kam in der dritten Reihe neben Elias Lindholm und Morgan Geekie auf 14:59 Minuten Eiszeit und zwei Torschüsse, blieb aber ohne Scorerpunkt.

Voll auf Playoff-Kurs

Durch den Auswärtssieg stockte Boston (40-24-8) sein Punktekonto auf 88 auf, belegt den ersten Wildcard-Platz in der Eastern Conference, ist nun punktgleich mit den Montreal Canadiens für Rang drei in der Atlantic Division und hat drei Zähler Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz.

Die Bruins konnten drei ihrer letzten vier Spiele gewinnen und punkteten in sechs ihrer letzten sieben Partien (4-1-2).

Nun bekommt es das heimstärkste Team in der gesamten NHL (26-10-1, 53 Punkte) im TD Garden mit den Minnesota Wild zu tun (Samstag, 5 p.m. ET; 22 Uhr MEZ).

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