„Es war ein toller Teamerfolg. Natürlich war es nicht einfach. Wir hatten einen guten Start. Später haben wir ihr Momentum zerstört, als sie ihre Tore gemacht haben. Insgesamt war das ein gutes Spiel“, sagt Fiala. „Natürlich haben sie (Montreal, Anm.d.Red.) auch eine gute Mannschaft. Man will keine Tore zulassen, aber das passiert eben. Das Wichtigste war, dass wir direkt zurückgeschlagen haben. Dadurch haben wir ihnen den Schwung genommen.“
Gutes Zusammenspiel mit Byfield und Laferriere
Die Reihe mit Fiala, Quinton Byfield (drei Assists) und Alex Laferriere (ein Assist) erreichte zusammen sechs Punkte und eine Plus-Sieben-Bewertung. Überhaupt befinden sich die drei Stürmer in Top-Form. Beim 4:2-Sieg bei den Carolina Hurricanes am Samstag erzielten sie vier Punkte und eine Plus-Sechs-Wertung. Fiala gelangen zwei Tore, Byfield zwei Assist.
Fiala verbuchte in den letzten zehn Spielen bereits elf Punkte (sechs Tore, fünf Assists). Über die komplette Saison steht er nun bei 20 Toren und 13 Assists in 50 Spielen. Bemerkenswert: Der Schweizer erreichte in der sechsten Spielzeit hintereinander die 20-Tore-Marke. Insgesamt hat er in sieben seiner insgesamt elf NHL-Spielzeiten mindestens 20 Treffer erzielt. Über seine gesamte Karriere gelangen dem 28-Jährigen bereits 196 Treffer.
Das Tempo ist der Erfolgsschlüssel
Zwischenzeitlich durchlebte Fiala auch kleinere Durststrecken. Im November blieb er sechs Spiele hintereinander ohne Scorer-Punkt, im Januar fünf Spiele hintereinander. Doch davon ließ er sich nicht beirren. Insbesondere das Zusammenspiel mit Byfield funktioniert nun wieder besser. „Ich denke, der Unterschied gegenüber dem Beginn der Saison ist, dass wir mit viel Tempo spielen“, sagt Fiala.
„Man muss nicht ständig aufeinander achten. Wenn ich den Puck habe, muss ich zuerst ein paar Schritte machen und angreifen. Dann wird er (Byfield) aufschließen. Am Anfang der Saison haben wir ein bisschen zu viel nach Ost-West geschaut. Jetzt geht es direkt Richtung Norden. Ich glaube, dieser Speed ist der Hauptgrund. Und natürlich ist er auch sehr talentiert und schnell. Wir reden viel miteinander, wir mögen uns sehr, wir lachen auch viel zusammen und verstehen uns gut.“
Es gab eine Phase, in der das Zusammenspiel zwischen Fiala und Byfield weniger funktionierte. „Zu Beginn der Saison hat es noch nicht so geklappt“, gibt Fiala zu. „Manchmal ist es dann notwendig, dass man sich voneinander absetzt, um wieder zum eigenen Spiel zu finden. Dann schaut man, was man selber leisten kann und was der andere macht. Jetzt harmonieren wir wieder sehr gut miteinander. Wir spielen mit sehr viel Speed, haben sehr viele Chancen, machen unsere Tore, aber überdrehen auch nicht. Das Tor zieht uns wie ein Magnet an.“
Trainer Hiller lobt Fiala
Der Trainer freut sich, dass Fiala sein zwischenzeitliches Tief überwunden hat. „Er hat sich durchgekämpft“, lobt Jim Hiller. „Er hat hart und konstant gearbeitet. Ich denke, dass er momentan konstant einige seiner besten Eishockeyspiele macht. Er hatte vielleicht nicht immer die Resultate, aber man konnte fühlen, dass er sich belohnen wird. Es ist schön zu sehen, dass es für ihn nun gut läuft.“