Für gewöhnlich malt man sich gewisse Dinge im Kopf bildlich aus, wie es werden könnte, wenn man sie erstmals erlebt. Doch wie sieht das mit einem Debüt in der NHL aus? "Mir war von vornherein bewusst, dass es die beste Liga der Welt ist", betont Kurashev. "Es geht sehr schnell zu, die Spieler sind alle groß und kräftig. Da gilt es, sich gut zu bewegen und schnelle Entscheidungen zu treffen. Das ist eigentlich das Wichtigste hier. Man muss immer Vollgas geben und darf bei keinem Shift schlafen. Das würden gute Gegenspieler sonst sofort ausnutzen."
Bei allem hilft ungemein, dass seit dieser Saison mit Pius Suter ein zweiter Schweizer im Team der Blackhawks steht und als Center der ersten Reihe ran darf. "Es ist natürlich cool, zusammen mit einem Schweizer im Team zu sein", meint Kurashev über seinen Landsmann, den er vorher kaum persönlich kannte. "Er ist ein toller Typ und ein hervorragender Spieler. Von daher ist das eine gute Sache für mich."
Der Lernprozess ist für den jungen Spieler natürlich noch nicht abgeschlossen. Trotzdem ist es interessant, einen Blick in die Vergangenheit und die Ausbildung von Kurashev zu werfen. Es sind schließlich viele Personen im Umfeld daran beteiligt, wenn ein jugendlicher Sportler zu einem angesehenen Profi heranwächst. "In gewisser Weise sind alle Trainer und Mitspieler wichtig für mich gewesen, egal ob in Bern, Zürich, Lugano und Quebec", bekennt Kurashev. "Ich konnte überall viel lernen und wichtige Dinge mitnehmen."
Eine Station war aber dann doch ganz besonders, insbesondere wegen einer dort handelnden Person. Von 2016 bis 2019 spielte Kurashev für die Quebec Remparts in der kanadischen Juniorenliga LHJMQ, deren General Manager und Trainer der ehemalige Weltklasse-Torhüter und dreimalige Stanley Cup Sieger Patrick Roy ist. Er hat Kurashev auf seinem Weg besonders geprägt.