Rieder zählt bei den Coyotes zum unumstrittenen Stammpersonal. Er kam in allen 40 Begegnungen in dieser Saison zum Einsatz. Sechs Tore und sieben Vorlagen stehen für ihn in der aktuellen Scorer-Wertung zu Buche. Der Leistungsnachweis ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Niederbayer im Sommer mehrere Wochen nur auf Krücken laufen konnte. Gleich zu Beginn der Weltmeisterschaft im Mai hatte er sich eine schwere Knöchelverletzung zugezogen, die eine Operation erforderlich machte. Doch die Genesung verlief gut, so dass Rieder rechtzeitig zum Trainingsbeginn der Coyotes im September wieder fit war.
Rieder spielt mittlerweile seine vierte Saison in Arizona. Sein NHL-Debüt feierte er am 2. November 2014 in der Begegnung gegen die Washington Capitals, in der ihm gleich der spielentscheidende Treffer gelang. Seitdem bestritt er 274 Hauptrunden-Partien für die Coyotes und kam auf 105 Scorer-Punkte (49 Tore, 56 Vorlagen). In die Playoffs schaffte es das Team in dieser Zeit nicht. Auch in diesem Jahr sind die Aussichten dafür düster.
Ob der Deutsche in der kommenden Serie weiter für das Franchise aus Glendale auf dem Eis steht, ist momentan noch nicht geklärt. Sein laufender Zweijahresvertrag bei den Coyotes mit einem Gesamtwert von 4,45 Millionen US-Dollar endet nach dieser Saison. Falls sich beide Seiten bis dahin nicht auf eine Verlängerung einigen, würde er als Restricted Free Agent zum Objekt der Begierde für andere Vertreter der Liga. Aber auch ein Trade zur Deadline zu einem anderen Team ist deswegen im Bereich des Möglichen.
Allerdings machte Rieder keinen Hehl daraus, dass er sich in Arizona und bei den Coyotes heimisch fühlt. Und in den 12:29 Minuten gegen die Maple Leafs bekamen auch die Klubverantwortlichen einmal mehr vor Augen geführt, wie wertvoll er für die junge und entwicklungsfähige Mannschaft ist. Die Vorzeichen auf eine weitere Zusammenarbeit über die zweite Hälfte der Hauptrunde 2017/18 hinaus stehen daher nicht schlecht.