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Thomas Vanek wird noch lange nicht ausgemustert

Der österreichische Stürmer kam am ersten Tag des neuen Vertragsjahres schnell bei den Detroit Red Wings unter

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der erste Tag des neuen Vertragsjahres in der NHL ist gelaufen, dabei unterschrieben auch einige Spieler aus dem deutschsprachigen Raum einen neuen Kontrakt. Neben Sven Baertschi, der bei den Vancouver Canucks verlängerte, Tobias Rieder, der zu den Edmonton Oilers wechselte und Michael Grabner, der künftig für die Arizona Coyotes auf Torjagd gehen wird, musste auch Thomas Vanek nicht lange auf einen neuen Vertrag warten. Bereits kurz nach 12 Uhr Mittag Ortszeit, verkündeten die Detroit Red Wings die Verpflichtung des österreichischen Außenstürmers.

Für den 34-jährigen Veteranen ist weder die Umstellung auf ein neues Team, noch die Arbeit in der Stadt Detroit neu. In seinen 13 NHL-Saisons war Vanek für die Buffalo Sabres, Montreal Canadiens, New York Islanders, Minnesota Wild, Florida Panthers, Columbus Blue Jackets, Vancouver Canucks und die Red Wings aktiv. Nun kehrt er nach über einem Jahr Abwesenheit zurück nach Detroit.

"Ich habe die Vereinskultur hier geliebt und alle hier waren großartig", erinnert sich Vanek an seinen ersten Aufenthalt. Wir haben letztes Jahr bereits an einem Vertrag gearbeitet, aber es hat nicht geklappt, also haben wir es diese Saison erneut versucht. Ich hatte einige Optionen, aber ich liebe Detroit einfach."

 

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Das Vanek am Free Agent Tag so schnell wieder vergeben war, hat er seinen eigenen Leistungen zu verdanken. Der Wiener ist mit 357 Toren, 396 Assists und 753 Punkten in 965 Spielen der erfolgreichste Österreicher in der Geschichte der NHL. Vergangene Saison konnte er trotz seiner 34 Lebensjahre noch mit 24 Toren und 56 Punkten überzeugen.

"Wir holen Thomas zurück, weil er in unserem Team sehr beliebt ist, Tore erzielen und auch das Spiel machen kann", begründete General Manager Ken Holland die Entscheidung. "Er hat sehr gut in einer Reihe mit Frans Nielsen und Andreas Athanasiou gespielt und Andreas hat Tore gesammelt. Daher wissen wir also, dass er sowohl mit älteren, als auch mit jüngeren Spielern arbeiten und ihnen helfen kann... Wir haben letzte Saison versucht ihn zu verpflichten, aber wir hatten nicht den nötigen Raum im Salary Cap."

Den Red Wings kann er sicherlich sowohl als Torjäger, wie auch als Spielmacher von großem Nutzen sein. Holland sieht Vaneks größten Wert für die Organisation jedoch in einem anderen Bereich.

"Es ist wichtig, dass wir Routiniers haben, die sich um unsere jungen Spieler kümmern, damit diese jungen Talente eine Chance kriegen. Ich glaube, dass wir das erreichen können."

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Mit Thomas Vanek haben sich die Red Wings einen passenden Kandidaten für diese Aufgabe geholt. Detroit erlebte zuletzt zwei enttäuschende Saisons, in denen das Team die Playoffs verpasst hatte. Das Franchise arbeitet weiterhin an einem Neuaufbau. Das Team verfügt über einige talentierte Spieler, darunter auch der der 2017 in der ersten Runde gedraftete Center Michael Rasmussen (Nr. 9) und der 2018 gedraftete Filip Zadina (Nr. 6). Doch die Mannschaft ist weiterhin weit von früheren Erfolgen entfernt. Vanek könnte durchaus ein Baustein sein, der das Team wieder ein Stück näher an die erhofften Leistungen bringt.

"Ich habe mit Anthony Mantha, Dylan Larkin und Andreas Athanasiou gespielt und konnte ihnen helfen. Sie sind wirklich gute Spieler, die aber noch Zeit brauchen und ich denke, das trifft auch auf Rasmussen und Zadina zu."

 

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Die Verpflichtung könnte sich für beide Seiten als eine echte Chance erweisen. Die Red Wings bekommen einen Mentor für ihre Nachwuchstalente, der auch selbst noch in der Lage ist, für Torgefahr zu sorgen. Vanek hat die Chance zu beweisen, dass er auch weiterhin noch nicht zum alten Eisen gehört und jedem Team eine Hilfe sein kann.

Vanek muss sich zudem kaum Sorgen machen, erneut zur Trade Deadline abgegeben zu werden. Sein Vertrag enthält eine Klausel, die es unmöglich macht ihn als Teil eines Transfers abzugeben, sofern er nicht selbst einwilligt.

"Man will die Saison natürlich bei dem Team beenden, bei dem man sie begonnen hat", erklärte Vanek. "Ich verstehe natürlich, dass es um das Geschäft geht. Es ist aber großartig, dass ich kommende Saison diesen Einfluss auf die Entscheidung habe, doch ich hoffe, dass es nicht dazu kommt, dass wir wieder konkurrenzfähig sein werden und uns verbessern können."

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