„Wir haben uns auf das Spiel gefreut. Die Atmosphäre war unglaublich. Und so zu gewinnen, wie wir das geschafft haben, auch einfach unfassbar“, sagte Rangers-Stürmer Mika Zibanejad
Allerdings war vor knapp 80.000 Zuschauern im MetLife Stadium nicht alles Gold, was am Ende glänzte. Zwar gingen die Rangers durch Verteidiger Erik Gustafsson früh in Führung (2.). Doch danach waren erst einmal die Gäste am Zuge, die durch Brock Nelson, Bo Horvat, Mathew Barzal und Kapitän Anders Lee bis zur 22. Minute eine 4:1-Führung herausgeschossen hatten. Laviolette hatte früh eine Auszeit genommen. „Es war eine Chance, das Spiel anzuhalten. Da lagen wir 1:3 zurück. Wir hatten die Möglichkeit, noch mal von vorne anzufangen, den Fokus neu auszurichten.“
Der Coach war vor allem mit der Leistung in der Abwehr nicht zufrieden. Der Matchplan habe eigentlich vorgesehen, viele Scheiben in Richtung Islanders-Tor zu bringen. Das sei nicht gelungen. In der ersten Pause habe er die Spieler daran erinnert, einfach zu spielen. Vincent Trocheck brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack bis zur zweiten Drittelpause wieder zurück ins Spiel. Doch nach dem 5:3 für die Islanders durch Alexander Romanov schien die Sache schon entschieden.
Strafzeiten der Islanders begünstigten die folgende Aufholjagd der Rangers, die durch Chris Kreider und Mika Zibanejad zum Erfolg führte und schließlich durch Panarin gekrönt wurde. „Das erste Drittel war überhaupt nicht nach unserem Geschmack“, sagte Rangers-Trainer Laviolette. Aber sein Team habe weiter gekämpft. „Diese Partien sind ganz speziell. Wir haben das Glück, ein Teil davon sein zu dürfen. Und dieses Spiel steht in der Rangliste ganz oben.“
Ein Faktor zum Schluss waren die Strafzeiten, mit denen die Islanders den Rangers die Möglichkeit boten, weiter Druck zu machen. Laviolette nahm bei dieser Gelegenheit schon Keeper Igor Shesterkin zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Hinzu kam das Wissen, dass die Islanders in dieser Saison noch keinen Schuss im leeren Tor untergebracht haben. „Es war eine Gelegenheit, Fünf-gegen-Drei zu spielen. Wir lagen zwei Tore zurück. Und Vier-gegen-Drei kann manchmal schwierig sein“, erläuterte Laviolette. Die doppelte Überzahl habe dem Team eine wesentlich bessere Chance auf ein Erfolgserlebnis gegeben. Am Ende habe das Powerplay in einem enorm wichtigen Moment geliefert.