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Blues wollen wieder auf Siegerstraße

Alex Ovechkin besorgte den Blues am Mittwoch die erste Niederlage seit vier Spielen. Parayko will Blues wieder erfolgreich machen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Alex Ovechkin stoppte am Mittwoch die vier Spiele währende Siegesserie der St. Louis Blues. Drei Heimerfolgen gegen die Bufallo Sabres (4-1), gegen die San Jose Sharks (3-2) und die Nashville Predators (3-1) folgte am Dienstag ein Auswärtssieg bei den Boston Bruins (4-2). Die Blues hatten keine 24 Stunden Pause, ehe sie bei den Washington Capitals gastierten, was sich letztendlich als zu wenig herausstellte, um den russischen Superstar aufzuhalten.

Ein Indiz dafür, dass die Blues nicht spritzig genug agierten, sind die Strafzeiten. Im ersten Spielabschnitt mussten fünf Blues Akteure in der Kühlbox platznehmen. Nach 5:32 Minuten Robby Fabbri, nach 07:09 Minuten Jay Bouwmeester wegen Slashings gegen Andre Burakovsky, in Minute 11:21 David Perron wegen Interference gegen Tom Wilson und in der 17. Spielminute Kyle Brodziak wegen Stockschlagens an Nate Schmidt.     

"Wieder mal dumme Strafzeiten", urteilte Coach Ken Hitchcock scharf. "Das ist ein Disziplinproblem."

Schlüsselspieler David Perron zog bereits seine sechste Strafzeit in den vergangenen acht Spielen. Hitchcock weiß, wo der Fehler liegt: "Manchmal bist du nicht schnell genug", sagte er. "Die Art wie du checkst, wenn du deine Beine nicht bewegst. Du benutzt den Stock und dann passiert das eben. Wir haben zu viele von diesen Strafzeiten genommen. Das sendet ein falsches Signal an die Mitspieler."

Dass die Blues gegen die Capitals nicht früh in Rückstand gerieten, ist zweifellos auch der sensationellen Leistung von Carter Hutton zuzuschreiben. Drei Strafzeiten überstanden die Blues dank ihres glänzend aufgelegten Keepers schadlos. Hutton fischte den ein oder anderen Schuss heraus, den seine Vorderleute durchrutschen ließen. Erst in der vierten Unterzahlsituation, als Brodziak eine Strafe verbüßte, konnten die Capitals Profit aus ihrer numerischen Überlegenheit schlagen.

Video: STL@WSH: Ovi erzielt drei Tore gegen Blues

Neben Hutton mauserte sich auch Colton Parayko zu einer wichtigen Stütze. Der 23-jährige Verteidiger erhielt mit 22:35 Minuten die meiste Eiszeit des Teams. Obwohl die Partie mit 4-3 abgegeben wurde, stand eine Plus-2 Statistik für ihn zu Buche. Da er den dritten Bluestreffer des Abends 30 Sekunden vor dem Spielende auflegte, ergatterte er sich erneut einen Scorerpunkt. Schon am Tag zuvor gelangen dem letztjährigen Rookie gegen die Bruins zwei Torvorlagen.  

"Er spielt zurzeit richtig gut", lobte ihn Hitchcock nach dem Sieg gegen die Bruins. "Mann, spielt der gut."

Nach nun 21 Spiele stehen zehn Punkte für Parayko zu Buche. Zehnmal konnte er als Vorbereiter glänzen. Ein eigener Torerfolg war ihm bislang vergönnt. Gegen die Capitals hatte er seinen ersten Saisontreffer auf der Kelle, scheiterte jedoch am Aluminium. Parayko bereitet das jedoch keine Kopfschmerzen:

"Persönlich sind mir Statistiken nicht so wichtig", erklärte er gegenüber dem St. Louis Post-Dispatch. "Ich will einfach rausgehen und meinem Team so gut wie möglich helfen. Es ist wie es ist. Wenn du dir selbst und deinem Team die Möglichkeit gibst, erfolgreich zu sein und Torchancen erspielst, dann ist das alles was du tun kannst. Im Moment versuche ich einfach nur zu drücken und mein Bestes zu geben, damit dieses Team erfolgreich ist."

Schon am Samstag erhält er die Gelegenheit, die Blues wieder erfolgreich zu machen. Zum Auftakt einer fünf-Spiel Heimserie werden sie um 8:00 PM ET die Minnesota Wild empfangen.

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