CAR@DET: Niederreiternutzt schönen Pass von Aho

Die Carolina Hurricanes haben einen klinischen Start in die neue Saison hingelegt: Auswärts bei den Detroit Red Wings gelang am Donnerstagabend ein 3:0-Sieg. Daran hatte mit Nino Niederreiter ein Schweizer einen großen Anteil. Der in Chur geborene Linksschütze wurde in die Top-Sturmreihe befördert und hofft auf eine bessere Saison als zuletzt.

Überraschende Beförderung in die Top-Reihe
So hatten sich die Hurricanes den Start vorgestellt: Carolina war in der Offensive produktiv und brandgefährlich (43 Torschüsse), in der Defensive wurden nur 14 gegnerische Schüsse zugelassen, die Torwart Petr Mrazek (22. Karriere-Shutout) allesamt parierte. "Ich hatte nicht viel zu tun, obwohl sie gefühlt sehr lange in unserer Zone waren", freute sich Mrazek über den ersten Shutout in einem Auftaktspiel in der Franchise-Geschichte (Hurricanes und Whalers), seitdem Hartfords Sean Burke dieses Kunststück im Oktober 1996 gelang. "Unsere Defensive hat einen guten Job gemacht und Schüsse geblockt", lobte Mrazek angesichts von neun Blocks. "Ich kann mich nur bei ihr bedanken."
"Es war das erste Spiel nach einer langen Pause, also bin ich nicht unzufrieden", sagte auch Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour, der mit seiner Aufstellung überrascht hatte: In seiner ersten Sturmreihe stand neben seinen Stars Sebastian Aho und Teuvo Teravainen überraschend nicht Andrei Svechnikov, sondern Niederreiter.

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Perfekter Auftakt: Niederreiter trifft zum 1:0
Der 28-Jährige war es auch, der das Vertrauen sofort zurückzahlte und bereits nach 218 gespielten Sekunden zum 1:0 traf. Aho fing einen Aufbaupass der Red Wings ab, drang in die Zone ein und legte von rechts mit der Rückhand quer zu Niederreiter, der frei vor Thomas Greiss auftauchte, sich den deutschen Torhüter ausguckte und den Puck überlegt im linken Eck platzierte (4.).
"Es war großartig, in der Top-Reihe zu spielen", sagte Niederreiter nach dem Auftaktsieg. "Mit der letzten Saison war ich nicht sehr zufrieden, da erwarte ich mehr von mir. Dass ich mit ihnen spielen konnte, ist eine großartige Möglichkeit für mich. Ich muss hart arbeiten, um diesen Platz zu behalten."
Hoffnung auf eine bessere Saison 2020/21
In der Vorsaison war Niederreiters Produktivität ein wenig eingebrochen: In 67 Spielen sammelt er 29 Scorerpunkte (elf Tore, 18 Assists) und damit weniger als in der Saison 2018/19, als er im Februar von den Minnesota Wild zu den Hurricanes getradet wurde und nach seiner Ankunft in Raleigh in 36 Spielen noch 30 Punkte (14 Tore, 16 Assists) für Carolina erzielt hatte.
Die Beförderung in die Top-Reihe könnte seinen Torriecher wieder schärfen. Niederreiters Arbeitsnachweis zum Auftakt in Detroit jedenfalls spricht dafür: Ein Tor, drei Schüsse, ein Plus-Minus-Wert von +1 sowie 15:24 Minuten Eiszeit, davon 1:55 im Powerplay sind ordentliche Statistiken. Zusammen mit seinen finnischen Mitspielern Aho und Teravainen brachte es diese neu zusammengestellte Linie auf drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) und satte zwölf Schüsse.
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Eine Reihe für die Zukunft?
Gut möglich, dass Brind'Amour auch in den nächsten Wochen auf diese Kombination setzt. Die zweite Reihe (ein Tor, ein Assist) bildeten Svechnikov, Jordan Staal und Martin Necas. Die dritte Linie (kein Scorerpunkt) Warren Foegele, Vincent Trochek und Neuzugang Jesper Fast. Die Vierte (ein Tor) Ryan Dzingel, Jordan Martinook und Brock McGinn. Der Trainer wird jedenfalls ganz genau hinschauen: "Der Einsatz war gut, was wirklich der Schlüssel in unserem Spiel ist", so der Coach. "Aber es gab auch viele Dinge, die mir nicht gefallen haben."
Es bleibt spannend, wie Brind'Amour in den nächsten Spielen aufstellen wird und ob Niederreiter seinen Platz in der Top-Reihe behält. Am Samstag (7 p.m. ET, So. 1 Uhr MEZ) treten die Hurricanes erneut in "Motor City" an. Am Montag und Dienstag folgt ein Back-to-Back-Doppelspieltag bei den Nashville Predators, danach geht es zurück nach North Carolina, wo der Januar mit je zwei Heimspielen gegen die Florida Panthers, Tampa Bay Lightning und Dallas Stars abgeschlossen wird.