NYR 5, CAR 3

Den New York Rangers gelang am Dienstag etwas, was seit über einem Monat kein anderes Team der Liga mehr geschafft hatte. Mit einem 5:3-Heimsieg im Madison Square Garden schickten sie die Carolina Hurricanes ohne Punkte nach Hause. Carolina hatte zuletzt am 23. November bei einer 0:4-Niederlage gegen die Arizona Coyotes null Punkte eingefahren. Danach folgte eine Punkteserie von 17 Spielen (15-0-2) und zuletzt eine Siegesserie von elf Partien.

"Jetzt ist es vorbei", erklärte Carolinas Trainer Rod Brind'Amour kurz und knapp. "Das musste irgendwann passieren. Das weiß man und sagt es sich immer wieder. Trotzdem sind wir mit einer Chance auf den Sieg ins dritte Drittel gegangen. Dieser Abschnitt war aber leider nicht gerade grandios von uns. Wenn wir konstant gewinnen wollen, so wie wir es getan haben, müssen wir besser sein. Dieses Spiel war nicht beispielhaft für unser Auftreten in jüngster Zeit und dennoch waren wir bis zum Ende im Rennen."
Die Partie war ein Rematch der zweiten Runde der vergangenen Stanley Cup Playoffs. Damals gewannen die Rangers in sieben Spielen und zogen ins Eastern Conference Finale ein. Beide Teams trafen zum ersten Mal seitdem aufeinander und wieder behielt New York die Oberhand.
"Wir versuchen uns immer zu hundert Prozent zu konzentrieren, aber dieses Spiel gegen dieses Team ist etwas Besonderes", sagte New Yorks Topscorer Artemi Panarin. "Vielleicht war es für sie diesmal schwierig, fokussiert zu bleiben, aber sie waren immer noch gut."

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Carolina ging dank der Tore von Brent Burns, Martin Necas und Jalen Chatfield mit einer 3:2-Führung ins letzte Drittel. New York dominierte den Schlussabschnitt aber mit 14:7 Torschüssen und verstand es, dieses Übergewicht an Chancen umzumünzen. Mit drei Treffern im finalen Durchgang machten sie den Erfolg gegen das beste Team der vergangenen sechs Wochen perfekt.
"Der Sieg fühlt sich gut an", freute sich Rangers-Stürmer Vincent Trocheck, der selbst drei Saisons lang für die Hurricanes gespielt hatte, ehe er nach New York wechselte. "Die Mannschaft hatte einen unglaublichen Lauf. Sie haben elf Spiele in Folge gewonnen und sind ein Rivale aus unserer Division, deshalb bedeutet uns der Erfolg gegen sie besonders viel."
Neben dem Kampfgeist, den die Rangers im dritten Abschnitt bewiesen, waren die Special Teams entscheidend. Die Hurricanes hatten zuvor vier Spiele lang kein Powerplaytor zugelassen. Am Dienstag gerieten sie fünfmal in Unterzahl und kassierten dabei drei Treffer von Jacob Trouba, Mika Zibanejad und Filip Chytil. New York überstand seine drei Unterzahlsituationen dagegen allesamt schadlos.
"Wir legen großen Wert auf unsere Penalty-Killing und wollen darin wirklich gut sein. Heute war aber einfach nicht unser Abend in dieser Hinsicht", betonte Hurricanes-Verteidiger Brady Skjei. "Wir werden uns die Videos anschauen, daraus lernen und die Sache dann abhaken."
Trotz der Niederlage ist die Tabellenführung der Hurricanes in der Metropolitan Division vorerst nicht in Gefahr. Sie liegen mit 56 Punkten (25-7-6) vorne, gefolgt von den New Jersey Devils mit 49 Punkten (23-11-3). Die Rangers halten mit 48 Punkten (21-12-6) mit den Washington Capitals (21-13-6) Schritt.

Panarin

Trotz des Sieges gegen den Tabellenersten warnte New Yorks Trainer Gerard Gallant vor zu viel Euphorie. "Wir waren heute beileibe nicht perfekt", meinte er. "Wir besaßen ab und an ein wenig Scheibenglück. Aber alles in allem war das natürlich ein wichtiger Sieg für uns. Jetzt müssen wir weitermachen und versuchen, auf solche Spiele aufzubauen."
Die Rangers haben am Donnerstag die Chance auf den dritten Sieg in Folge, wenn sie bei den Montreal Canadiens zu Gast sind (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ). Die Hausherren liegen auf dem letzten Platz der Atlantic Division.
Die Hurricanes werden in dieser und in der kommenden Woche die günstige Gelegenheit haben, ihre Position an der Divisionsspitze zu festigen. Fünf ihrer nächsten sechs Gegner liegen momentan außerhalb der Playoff-Ränge, angefangen bei den Nashville Predators, die am Donnerstag in Raleigh zu Gast sind (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ).