BUF@DAL: Raffl lenkt Schuss von Faksa ins Netz

Michael Raffl hat die Dallas Stars am Sonntag zum Sieg gegen die Buffalo Sabres geführt. Der Kärntner schnürte beim 4:2 im American Airlines Center einen Doppelpack. Die vorangegangenen 16 Spiele war er ohne Torerfolg geblieben. Mehr als einmal in einer Partie hatte der Flügelstürmer zuletzt am 15. März 2016 getroffen, als er noch in Diensten der Philadelphia Flyers stand und beim 4:3 gegen die Detroit Red Wings ebenfalls zweimal einnetzte.

"Es ist immer schön, Tore zu schießen. Noch schöner ist es, wenn man gleichzeitig gewinnt", sagte Raffl. "Solche Spiele wie heute sind nicht einfach. Wir haben in den ersten beiden Dritteln einen guten Job gemacht. Im letzten Durchgang haben wir ein wenig nachgelassen und den Gegner stärker aufkommen lassen. Aber am Ende haben wir einen Weg gefunden, die Partie für uns zu entscheiden."
In der 13. Minute brachte Raffl die Stars mit 1:0 in Führung, als er einen Schuss von Radek Faksa ins Tor ablenkte. Seinen zweiten Treffer ließ er in der 37. Minute folgen. Aus kurzer Distanz beförderte er den Puck im zweiten Versuch zum 3:1 in die Maschen. Nach seinen Toren Nummer fünf und sechs in der laufenden Saison steht der Villacher nun bei zwölf Scorerpunkten (sechs Tore, sechs Assists) aus 46 Einsätzen.
"Ich denke, für uns kommt es auf ehrliche Arbeit an", meinte Raffl zu seiner Leistung und der seiner Reihenkollegen Faksa und Luke Glendening. "Wir müssen versuchen, als Erster am Puck und stark im Forechecking zu sein. Es muss schmerzhaft sein, gegen uns zu spielen."
Neben Raffl trugen sich bei den Hausherren noch Roope Hintz und Denis Gurianov in die Torschützenliste ein. Für die Gäste waren Tage Thompson und Cody Eakin erfolgreich.
Dass die Sabres im dritten Abschnitt dem Match trotz drückender Überlegenheit (23:5 Schüsse) keine entscheidende Wendung mehr geben konnten, lag vor allem an Stars-Torwart Jake Oettinger. Er hatte einen Sahnetag erwischt und glänzte mit insgesamt 38 Paraden.

BUF@DAL: Raffl erzielt 2. Tor des Spiels aus Nähe

Mit dem Auftreten seiner Schützlinge im Schlussdurchgang zeigte sich Stars-Trainer Rick Bowness unzufrieden. "Wir hatten in dieser Saison einige wirklich gute dritte Drittel, aber eben auch solche wie heute, in denen wir uns einfach zurückziehen", erläuterte er. "Wir treten dann auf einmal nicht mehr als Team auf und machen es dem Gegner viel zu leicht. Wir haben darüber schon gesprochen und werden weiter daran arbeiten."
Grund zur Freude hatte Stars-Rookie Thomas Harley. Dem Verteidiger gelang mit dem Secondary Assist beim Treffer von Hintz sein erster Scorerpunkt in der NHL. "Das hat sich in den letzten paar Spielen abgezeichnet. Man wünscht sich zwar, dass es eine etwas denkwürdigere Aktion wird als nur so ein Schlag mit dem Rücken zum Tor. Aber keiner fragt später danach. Von daher bin ich natürlich sehr glücklich", kommentierte Harley die fragliche Szene.
Durch den Erfolg gegen die Sabres verbesserten die Stars ihre Matchbilanz auf 29-20-3. Damit belegen sie den zweiten Wildcard-Spot in der Western Conference, der zur Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs berechtigt.
Doch Coach Bowness machte deutlich, dass er die direkte Qualifikation bevorzugt und diese seinen Schützlingen auch zutraut. "Ich sehe uns auf jeden Fall eher auf dem achten Platz in der Conference als auf dem neunten oder zehnten. Doch vom dritten Rang in der Division sind wir auch nicht so weit entfernt. Das ist der nächste Schritt, den wir angehen wollen, diese Position einzunehmen und sie zu halten", betonte er.ff

BUF 2, DAL 4

In der Tabelle der Central Division stehen die Stars im Moment mit 61 Punkten aus 52 Begegnungen auf Platz fünf. Der Rückstand auf die Nashville Predators, die an vierter Stelle liegen, beträgt drei Punkte und auf die Minnesota Wild zu Rang drei fehlen vier Zähler.
Die Stars sind in dieser Woche noch dreimal gefordert. Am Mittwoch empfangen sie die Los Angeles Kings im American Airlines Center (8:30 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1:30 Uhr MEZ). Danach folgen zwei Auswärtsauftritte, am Freitag bei den Winnipeg Jets und am Sonntag bei den Wild.