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Jung und bissig

Die Youngster Kühnhackl, Sundqvist und Archibald überzeugen als Checking-Line der Penguins

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

In einer Sache war man sich in der Organisation der Pittsburgh Penguins in der vergangenen Saison einig. Oskar Lundqvist sollte sich noch Spielpraxis in der American Hockey League holen, bevor er erneut in den Kader des NHL-Teams berufen wird. Der Drittrundendraftpick (Nr. 81) von 2012 der Penguins kam in der Spielzeit 2015-16 zu seinen ersten 18 Einsätzen für Pittsburgh in der NHL.

Die Erwartungshaltung an den jungen Schweden war von Beginn an klar. Man hatte sich ihn als potenziellen Center der dritten Reihe ausgeguckt - keine abwegige Vorstellung für den mit Gardemaßen von 1,90 cm und 95 kg und zweifellos geschickten Händchen ausgestatteten Schweden.

Doch bereits nach 18 Hauptrundenspielen und zwei weiteren Einsätzen in den Stanley Cup Playoffs war sein erster Trip in die beste Eishockeyliga der Welt beendet. Sundqvist hinterließ mit vier Punkten (1 Tor, 3 Assists) zwar eine Duftmarke, die hoch gesteckten Erwartungen erfüllte er indes noch nicht.

Einhellig entschieden die Verantwortlichen, dass ihr Youngster noch etwas Erfahrung bei den Wilkes-Barre/Scranton Penguins in der AHL sammeln und dort an seinen Scorerqualitäten feilen sollte.

Gesagt, getan, zündete Sundqvist in der laufenden Spielzeit ein Offensivfeuerwerk in der American Hockey League. Nach 28 Spielen im Farmteam der Penguins standen bereits 30 Punkte für ihn zu Buche - Grund genug für die verletzungsgeplagten Penguins, ihn am 10. März wieder in den NHL-Kader zu beordern.

"Wir wollten, dass er in der Defensive gut spielt, aber er sollte auch in der Offensive seine Chancen bekommen. Wir wollten ihm die Möglichkeit geben, seine Offensivfähigkeiten weiterzuentwickeln", erzählte Wilkes-Barre/Scranton Headcoach Clark Donatelli, der Fortschritte in Sundqvists Spiel erkannte. "Um Verteidiger offensiv herauszufordern, musst du sie in der Angriffszone herausfordern. Das hat er gemacht."

"Ich spielte bei Wilkes in vielen Offensivsituationen", erklärte Sundqvist gegenüber der Pittsburgh Post-Gazette. "Das gab mir viel Selbstvertrauen, besonders in der Angriffszone."

Auch wenn diese Entwicklung sicherlich nicht an den Verantwortlichen der Penguins vorbeigegangen ist, bei seinem neuen Aufenthalt in Pittsburgh soll er sich wieder auf seine alten Stärken besinnen.

"Wir wussten, dass die Defensive die Stärke seines Spiels ist", sagte Sullivan zur Beförderung. "Wir können ihn in der Checking-Line einsetzen, er ist ein guter Unterzahlspieler und hat einen tollen Sinn für das Spiel ohne Puck."

Zusammen mit Josh Archibald, der in der laufenden Spielzeit 60 Mal in der AHL auflief und dabei 29 Punkte erzielte (16 Tore, 13 Assists) und Tom Kunhackl bildet er die vierte Angriffsformation der Penguins.

Kühnhackl ist der einzige im jungen Trio, der bereits Bekanntschaft mit den von vielen Spielern so ungeliebten Aufgaben in der vierten Sturmreihe gemacht hat. Seit zwei Jahren steht der 25-jährige Außenstürmer im Kader von Pittsburgh. In einigen seiner bislang 91 NHL-Partien musste der Landshuter Checking-Line Aufgaben übernehmen.

Jetzt übernimmt gibt er seine Erfahrungen als Mentor an Archibald und Sundqvist weiter. Auch die Rolle des Mentors meistert Kühnhackl bislang mit Bravour. Die Formation um Sundqvist, Archibald und Kühnhackl sorgt zwar nicht für offensive Leckerbissen, doch das erwartet auch niemand von Ihnen.

Sie entlasten die torgefährlichen Offensivkräfte der Penguins mit jeder Sekunde, die sie auf dem Eis stehen. Ihre Erfolgsbilanz drückt sich in ihrer Plus-Minus Statistik aus und diese ist bei allen drei blütenweis.

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