Die Partie der Pittsburgh Penguins am Dienstag gegen die New York Rangers war kaum angepfiffen, da brachte der 22-jährige Guentzel die Torsirene in der PPG Paints Arena zum Ertönen. Linksaußen Guentzel wurde nach einem Puckgewinn der Penguins in der neutralen Zone butterweich von Routinier Phil Kessel bedient und marschierte lehrbuchmäßig in das Angriffsdrittel. Er ließ sich keine Zeit für Nervositäten oder schlotternde Knie, zog aus spitzem Winkel ab und versenkte den Punk hinter Rangers Goalie Antti Raanta in den Maschen.
Nur wenige Minuten später zappelte das Handy in der Hosentasche seines Vaters Mike, der zusammen mit Sohn Ryan und der stolzen Mutter auf der Tribüne weinte. Sein mittlerer Sprössling Gabe Guentzel, Verteidiger der Augsburg Panthers in der DEL, meldete sich auf der anderen Seite der Leitung um seine Freude über den Einstand des jüngsten Bruders zu teilen.
"Das war unglaublich nett von ihm, unvergesslich", sagte Vater Mike.
Jake bescherte sich und seiner Familie einen unvergesslichen Abend. Knapp zwölf Minuten nach dem fabelhaften ersten Wechsel, in dem ihm beim ersten Schuss das erste Tor gelang, setzte er noch eins drauf. Erneut unterstrich er, wie erfolgreich Eishockey aus dem Schulbuch sein kann. Den Schläger fest in der Hand und sicher auf dem Eis, zog er bei einem Angriff über Kessel vor das Rangersgehäuse.
"Du musst einfach vor das Tor gehen. Dort kann viel passieren und offensichtlich kommt auch mal ein Abpraller. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort", fasste Jake seine Gedanken zusammen. Raanta konnte einen abgefälschten Schuss nicht festhalten. Guentzel stand bereit, und drückte die Scheibe zum 2-0 rein.