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Grubauer fährt ersten Sieg für Colorado ein

Der Rosenheimer Torhüter feiert nach einem wackligen Start den Erfolg gegen zuvor ungeschlagene Devils

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Nach sieben Spielen in der NHL-Saison 2018/19, kann nach Thomas Greiss nun auch der zweite deutsche Torhüter der Liga seinen ersten Sieg feiern. Der Rosenheimer Philipp Grubauer kam gegen die bisher ungeschlagenen New Jersey Devils zum zweiten Mal für die Colorado Avalanche zum Einsatz und bescherte seinem Team im Prudential Center einen 5:3-Auswärtserfolg. Zuvor hatte er gegen die Columbus Blue Jackets in Spiel drei kein Glück und die Avalanche gingen am Ende mit einer 5:2-Niederlage vom Eis.

 

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Grubauer hielt gegen die Devils 27 von 30 Schüssen und wusste besonders im Schlussabschnitt zu überzeugen, als die Gastgeber den Puck 15 Mal auf sein Tor schickten, ihn jedoch nur einmal überwinden konnten. Für ihn ist es ein immens wichtiger Sieg. Er kämpft bei den Avalanche um Einsatzzeit und muss Leistung bringen, um nicht zum ewigen Bankdrücker zu werden.

Grubauer kam im Sommer von den Washington Capitals nach Denver. Mit den Hauptstädtern hatte er zuvor den Stanley Cup gewonnen. Dort war er es bereits gewohnt hinter Superstar Braden Holtby meist die zweite Geige zu spielen, auch wenn er sich durch gute Leistungen Einsätze verdiente. Als der Wechsel zu den Avalanche kam war klar, dass er sich wieder beweisen muss, um gegen Semyon Varlamov zu Eiszeit zu kommen.

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Der Russe Varlamov ist seit Jahren im Tor der Avalanche gesetzt und fester Bestandteil ihrer Stammformation. Er begann seine Karriere ebenfalls bei den Capitals, steht seit der Saison 2011/12 in Denver zwischen den Pfosten und ist seitdem die Nummer eins. In seiner Laufbahn bestritt er 404 Spiele und kommt dabei auf 2,64 Gegentor pro Spiel, eine Fangquote von 91,7 Prozent und 23 Shutouts.

Grubauers Statistik ist besser als die von Varlamov. Er kam 103 Mal zum Einsatz, kassierte 2,31 Tore pro Spiel und hielt 92,2 Prozent aller Schüsse. Dennoch hat er gegen Varlamov einen schwierigen Stand, zumal seine Werte nicht durch einen dauerhaften Einsatz zustande kamen, sondern eben nur durch gelegentliche, was als einfacher angesehen wird.

 

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Seine Avalanche stehen in der Tabelle gut da. Mit zehn Punkten in sieben Spielen (4-1-2) sind sie punktgleich mit den Nashville Predators an der Spitze der Central Division, die seit Jahren ständig stärker wird und stets hart umkämpft ist. Dank Grubauer und einem Hattrick von Kapitän Gabriel Landeskog bezwangen sie nun auch das letzte ungeschlagene Team der Liga.

In der NHL haben die Torhüter einen harten Job. Das Spielen in der Liga ist so schnell und offensiv wie nie zuvor, die Tore fallen am laufenden Band. Da ist es schwierig, sich als Neuzugang durchzusetzen und in wenigen Auftritten zu zeigen, dass man das Zeug zum Stammtorwart hat. Jeder Fehler kann einen in der teaminternen Wertung weit zurücksetzen, der Druck auf Torhüter ist enorm.

Grubauer hat jedoch großes Potenzial und konnte bei den Capitals schon beweisen, dass er zu großen Leistungen fähig ist. Zuletzt gelang ihm das in der vergangenen Saison, als er Holtby phasenweise den Rang ablief und mit 35 Spielen auf so viele Einsätze kam, wie nie zuvor in seiner Karriere. Mit einer Statistik von 15-10-3 in 28 Starts und 2,35 Gegentoren pro Spiel und 92,3 Prozent Fangquote war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Capitals am Ende der regulären Saison den ersten Platz der Metropolitan Division belegten.

Solche Leistungen muss er auch in Colorado abrufen, um gegen Varlamov zu bestehen und seinem Team in die Stanley Cup Playoffs zu verhelfen. Das Spiel gegen die Devils war ein guter Anfang, doch es bleibt keine Zeit sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er wird weiterhin hart arbeiten müssen, um sich mehr Eiszeit zu verdienen und sich mit weiteren Erfolgen zu beweisen.

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