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Fünftes Powerranking. Devils und Sharks dabei

Zwei neue Teams unter den Top 10, Kings und Penguins tauschen ihre Plätze auf dem Treppchen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Die letzten sieben Tage haben wieder einmal gezeigt, dass in der NHL jeder jeden schlagen kann. Mit den New Jersey Devils im Osten und den San Jose Sharks im Westen blieben nur zwei der 31 Teams punktverlustfrei. Nicht nur aus diesem Grund machten beide Mannschaften als ehemalige Verfolger einen Sprung unter die Top 10 dieser Bestenliste, nein sie bestätigten damit ihre guten Vorstellungen von der Vorwoche.

Das Überraschungsteam der vergangenen Tage waren die Winnipeg Jets, die bei ihren vier Auftritten jeweils punkten konnten (3-0-1) und dabei sieben Zähler einfuhren. Damit eroberten sie in der Tabelle der Central Division sogar den zweiten Platz. Die Montreal Canadiens zieren trotz ihrer zwei Siege aus drei Partien noch immer das Tabellenende der Eastern Conference.

1. Tampa Bay Lightning (10-2-2, Vorwoche: 1)

Auch wenn für die Lightning die vergangene Woche nicht ihren Wünschen entsprechend verlaufen ist, das momentane Topteam der Liga kann noch immer vom obersten Tabellenplatz auf die Konkurrenz blicken. Nach vier Siegen in Folge mussten sich die Lightning den Anaheim Ducks mit 1:4 geschlagen geben. Es sollte nicht ihre einzige Heimniederlage bleiben. Auch die New York Rangers konnten mit 2:1 Toren nach Verlängerung zwei Zähler aus der Amalie Arena entführen. Zuvor hatten die Lightning bei ihrem 8:5 Kantersieg in Sunrise gegen die Florida Panthers gezeigt, welches Offensivpotenzial in ihnen steckt. Ihre beiden Center Steven Stamkos und Yanni Gourde traten jeweils als zweifache Torschützen in Erscheinung. Verteidiger Victor Hedman bereitete drei Treffer mit vor.

Video: TBL@FLA: Stamkos gelingt bei Überzahl ein Tor

In den kommenden sieben Tagen stehen für den Tabellenführer der Atlantic Division zwei Auswärtspartien in Kalifornien gegen die San Jose Sharks und die Los Angeles Kings auf dem Programm.

2. Los Angeles Kings (10-2-1, Vorwoche: 3)

Drei Spiele, zwei Siege. Angesichts dessen, dass es die Kings in den letzten sieben Tagen mit drei wirklich schweren Gegnern zu tun hatten, konnten sie mit ihrer Punktausbeute zufrieden sein. Die Südkalifornier mussten nach ihrem Auswärtserfolg gegen die Boston Bruins (2:1 OT) bei den St. Louis Blues eine 2:4 Niederlage wegstecken. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bewiesen sie mit einem 5:3 Heimsieg über die Toronto Maple Leafs, dass ihnen die Aufarbeitung geglückt ist.

Center Tyler Toffoli war mit vier Treffern Los Angeles' Torgarant. Auf ebenfalls vier Scorerpunkte brachte es Linksaußen Tanner Pearson.

Eine Woche der kurzen Wege wartet auf das punktbeste Team der Western Conference. Die Nashville Predators sowie die Lightning geben sich die Ehre im Staples Center von L.A. und auswärts treten die Kings bei den Ducks, ihrem Nachbarn aus dem Orange County, an.

3. Pittsburgh Penguins (8-5-2, Vorwoche: 2)

Eine anstrengende Woche mit vier Auswärtspartien liegt hinter den Penguins. Erneut fehlte es dem amtierenden Stanley Cup Champion an Konstanz. Ein doppelter Punktgewinn bei den Edmonton Oilers (3:2) ist angesichts ihrer hohen Ansprüche zu wenig. Immerhin konnten die Penguins als Gast der Calgary Flames (1:2 OT) einen weiteren Zähler einheimsen. Nichts zu holen gab es dagegen für Pittsburgh in St. Paul gegen die Minnesota Wild (1:2) und in der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba gegen die Winnipeg Jets (1:7).

Verteidiger Kris Letang bereitete fünf der sechs Treffer seines Teams vor, Phil Kessel war an deren vier mit der Vorarbeit beteiligt und Center Evgeni Malkin (3 Tore, 1 Assist) bewies sich dreimal als Vollstrecker.

Video: PIT@EDM: Malkin erzielt im Powerplay Führungstor

Die Penguins beenden am Samstag ihre Tour durch den Westen Kanadas mit einem Auftritt im Rogers Place der Vancouver Canucks. Drei Tage später erwarten sie zuhause die Arizona Coyotes.

4. St. Louis Blues (10-3-1, Vorwoche: 4)

Die Blues konnten, als momentan unangefochtene Nummer 1 der Central Division, mit doppelten Punktgewinnen gegen die Carolina Hurricanes (2:1), die Columbus Blue Jackets (4:1) und die Kings (4:2) ihre Erfolgsserie auf vier Siege in Folge ausbauen, blieben aber Donnerstagnacht gegen die Philadelphia Flyers (0:2) torlos.

Linksaußen Vladimir Sobotka traf als einziger Spieler für die Blues doppelt. Ihr punktbester Akteur war Rechtsaußen Scottie Upshall mit einem Tor und drei Vorlagen.

Ihre Tabellenführung verteidigen möchten die Blues in der kommenden Woche zuhause gegen die Maple Leafs und die Coyotes sowie in Newark gegen die New Jersey Devils.

5. Columbus Blue Jackets (9-4-0, Vorwoche: 7)

Sechs Zähler aus vier Spielen sind eine beachtliche Ausbeute für die Blue Jackets, die mittlerweile den zweiten Platz in der Metropolitan Division belegen, punktgleich mit den Devils und Penguins. Nur bei den Blues (1:4) setzte es für die Blue Jackets eine Niederlage, gewinnen konnten sie dagegen in Sunrise gegen die Panthers (7:3). Vor heimischer Kulisse war den Blue Jackets das Glück hold: Die beiden Partien gegen die Jets (2:1 OT) und die Bruins (4:3 SO) entschieden sie erst nach Einlegen einer Zusatzschicht für sich.

Video: WPG@CBJ: Anderson erzielt das Siegtor in OT

Columbus' erfolgreichster Torschütze war Rechtsaußen Josh Anderson. Center Boone Jenner (2 Tore, 2 Assists), Linksaußen Matt Calvert (1 Tor, 3 Assists) und Verteidiger Markus Nutivaara (4 Assists) konnten ebenfalls vier Scorerpunkte für sich und ihr Team verbuchen.

6. Chicago Blackhawks (6-5-2, Vorwoche: 5)

Die Blackhawks schossen sich am Mittwoch mit einem 3:0 Heimerfolg gegen die Philadelphia Flyers aus ihrer Minikrise. In den Tagen zuvor hatten sich die Mannen von Headcoach Joel Quenneville den Nashville Predators (1:2) sowie den Colorado Avalanche (3:6) geschlagen geben müssen und damit drei Partien in Folge verloren.

Center Artem Anisimov gelang in jeder von Chicagos drei Begegnungen der letzten Woche ein Treffer. Im Spiel gegen die Flyers bereitete er ein weiteres Tor vor. Unter den vier Aktiven der Blackhawks, die es auf zwei Scorerpunkte brachten, standen mit den Flügelstürmern Alex DeBrincat (1 Tor, 1 Assist) und John Hayden (2 Assists) zwei Rookies.

In den kommenden sieben Tagen treten die Blackhawks auswärts in St. Paul gegen die Minnesota Wild und in Philadelphia an. Zwischendurch empfangen sie die Montreal Canadiens im United Center.

7. Toronto Maple Leafs (8-6-0, Vorwoche: 6)

Der Eindruck mag täuschen, doch ist den Maple Leafs nicht die Unbekümmertheit, die sie zu Saisonbeginn auszeichnete, abhandengekommen? In den vergangenen sieben Tagen setzte es für das Traditionsteam drei Niederlagen gegen die Flyers (2:4), die Sharks (2:3) und die Kings (3:5). Immerhin durfte sich die junge Truppe von Headcoach Mike Babcock auch noch über einen 3:1 Auswärtserfolg in Anaheim freuen.

Verlassen konnten sich die Maple Leafs auf ihren besten Mann. Center Auston Matthews (2 Tore, 2 Assists) baute sein Punktekonto um weitere vier Zähler aus. Rechtsaußen Connor Brown (2 Tore, 1 Assist) und Verteidiger Ron Hainsey (3 Assists) waren jeweils an drei Treffern beteiligt.

Die Maple Leafs gastieren als nächstes in St. Louis und erwarten anschließend im Air Canada Centre von Toronto die Mannschaften aus Las Vegas und St. Paul.

8. New Jersey Devils (9-2-0, Vorwoche: Verfolger)

Die Devils sind oben in der Tabelle der Metropolitan Division angekommen. Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten in drei Spielen erklommen sie vergangene Woche einen der Spitzenplätze in der Eastern Conference. Nach zwei Heimerfolgen gegen die Ottawa Senators (5:4 SO) und gegen die Arizona Coyotes (4:3), in denen die Devils aber sieben Treffer zuließen, hielten sie im Rogers Place der Vancouver Canucks (2:0) ihren Kasten sauber. Über den Shutout gegen die Westkanadier durfte sich Ex-Canucks-Schlussmann Cory Schneider freuen. Linksaußen Taylor Hall (2 Tore, 4 Assists) war mit sechs Punkten New Jerseys bester Scorer. Als zweifache Torschützen zeichneten sich ebenfalls Rechtsaußen Jimmy Hayes (2 Tore, 1 Assist) und Linksaußen Brian Gibbons (2 Tore) aus. Der junge Schweizer Nico Hischier blieb punktlos.

Video: NJD@VAN: Hayes netzt hoch gegen Markstrom ein

Die Devils setzten zunächst ihre Reise durch den Westen Kanadas mit Stationen in Calgary und Edmonton fort, anschließend treten sie zuhause gegen die St. Louis Blues und gegen die Oilers an.

9. Washington Capitals (6-6-1, Vorwoche: 10)

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, nämlich nach oben, gelang den Capitals durch doppelte Punktgewinne in Edmonton (5:2) und zuhause gegen die New York Islanders (4:3). Die Siege dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Presidents' Trophy Gewinner noch lange nicht das Leistungsniveau von vor einem Jahr erreicht hat. In der Auswärtspartie gegen die Flames (1:2) gelang den US-Hauptstädtern nur ein Tor.

Mit seiner persönlichen Punktausbeute aus den vergangenen drei Partien dürfte Center Lars Eller (3 Tore, 2 Assists) zufrieden gewesen sein. Er schloss die Woche als Washingtons Topscorer ab.

In den nächsten drei Partien gegen die Bruins, die Coyotes und die Sabres würden die Capitals gerne ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

10. San Jose Sharks (7-5-0, Vorwoche: Verfolger)

Die Sharks haben wieder richtig Spaß am Eishockey. Nach einem sehr durchwachsenen Saisonstart können sie auf eine äußerst erfolgreiche Wochenbilanz zurückblicken. Die Sharks besiegten die Buffalo Sabres (3:2), die Toronto Maple Leafs (3:2) und die Nashville Predators (4:1). Neben Center Joe Pavelski, der zweimal die schwarze Hartgummischeibe im gegnerischen Netz versenkte, zeigten Rechtsaußen Joonas Donskoi (2 Tore, 1 Assist), Center Chris Tierney (1 Tor, 2 Assists) und Verteidiger Tim Heed (1 Tor, 2 Assists) eine hervorragende Performance.

Die kommenden Heimaufgaben gegen die Anaheim Ducks und die Tampa Bay Lightning sind eine Herausforderung und eine Standortbestimmung für die Sharks. Können sie mit dem aktuell punktbesten Team der Liga mithalten?

Die Verfolger: Anaheim Ducks (V), Minnesota Wild (V), Ottawa Senators (V), Nashville Predators (8), Boston Bruins (-)

Von der Vorwoche nicht mehr gelistet: Vegas Golden Knights

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