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Matthews geht mit Sieges-Einstellung in die Saison

Der Stürmer der Toronto Maple Leafs will auf sein bestes Karrierejahr aufbauen und gesund bleiben

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich im Rahmen der European und North American Player Media Tours mit einigen der besten Spieler aus der NHL zu längeren Gesprächen getroffen. Mit diesen Exklusivinterviews werden wir euch im September auf die bevorstehende Saison 2019/20 einstimmen.

In dieser Ausgabe Auston Matthews, Stürmer der Toronto Maple Leafs.

Wie nutzt du den Sommer um vom Druck, dem du in Toronto ausgesetzt bist, zu entkommen?
Ich fahre einfach heim (nach Phoenix), um meine Familie zu sehen und dort Zeit zu verbringen. Es ist keine eishockeyverrückte Stadt, also kann ich einfach ich sein und Abstand vom Eishockey bekommen, einfach nicht daran denken, golfen oder einfach irgendwas tun.

Mal abgesehen davon, dass die Maple Leafs wieder in der ersten Runde ausgeschieden sind, fühlt es sich an, als ob ihr Fortschritte gemacht habt?
Ich denke, dass wir uns entwickelt haben, ja. Es ist schwierig sowas zu sagen, wenn das Ergebnis eigentlich das Gleiche ist, aber für uns, besonders die jungen Spieler mit erst ein paar Jahren in der Liga, versucht man die ersten drei Saisons immer individuell und als Team einen Schritt zu machen. Ich glaube individuell haben sich viele verbessert, leider hatten wir aber das gleiche Ergebnis wie in der Saison zuvor.

Was ist es, das fehlt und euch über die Hürde der ersten Runde bringen kann?
Einfach nur Siege.

Video: Top 10 Spielzüge aus 2018/19: Auston Matthews

Ist das eine Mentalitätsfrage?
Ich denke es ist eher eine Frage der Erfahrung. Wir haben in Spiel 6 (gegen Boston) geführt, wir haben in Toronto geführt und als ihre Saison auf der Kippe stand, da hat man genau das gemerkt. Nicht, dass wir nicht vorbereitet gewesen wären, aber eventuell haben sie uns etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Wenn man eine solche Gelegenheit verpasst, dann fährt man wieder in ihre Stadt, in ihr Stadion für ein Spiel 7 und da ist die Stimmung natürlich herausragend. Ich denke wir müssen einfach aus solchen Chancen Kapital schlagen und in diesen Situationen den Sack zu machen.

Könnt ihr die Serie gegen Boston in einem anderen Licht sehen, nachdem sie ins Finale gekommen sind?
Es ist eher, ein "was hätten wir erreichen können" oder? Das ist es ziemlich genau. Es ist definitiv frustrierend.

Wie steht es um dich? Du hast in der vergangenen Saison eine Karrierebestmarke von 73 Punkten aufgestellt. Wie verändert das deine Erwartungen für diese Saison?
Ich denke nicht, dass sich dadurch viel verändert. Ich wäre einfach gerne eine gesamte Saison gesund. Das hat eine Rolle gespielt in den vergangenen zwei Jahren, einfach diese Verletzungen und so. Ich denke gesund bleiben und eine ganze Saison spielen, das ist immer schön. Offensichtlich bin ich ein Spielertyp, der punkten und seinem Team helfen will zu gewinnen. Das ist mein ultimatives Ziel. Klar, will ich einen Schritt vorwärts machen, aber mit den Verletzungen und so, ich denke mit einer kompletten Spielzeit, ich will mich selbst pushen und sehen, was ich leisten kann.

Hat sich deine Vorbereitung durch die Verletzungen verändert? War es einfach Pech oder ist es etwas, dass du im Sommertraining angehen konntest?
Es ist ein bisschen von Beidem. Sicher kann ich daran im Training arbeiten und die Bereiche mit Schwachstellen besonders bearbeiten. Das habe ich die vergangenen zwei Jahre auch schon gemacht. Zum Teil ist es das, zum anderen Pech. Du wirst in einer seltsamen Position gecheckt und kannst dich nicht wirklich schützen. Du kannst immer an den Dingen arbeiten und versuchen deine Schwachstellen zu stärken.

 

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Wie wird das zweite Jahr mit dir und John Tavares aussehen?
Er will besser werden und offensichtlich auch gewinnen. Jeder will gewinnen. Es gibt zwischen uns keine Rivalität oder so. Wir wollen einfach Eishockey spielen und gewinnen. Das ist der Grund, warum er bei uns unterschrieben hat und das ist natürlich auch das, was wir versuchen zu tun. Du willst jedes Jahr besser werden. Ich weiß, dass das seine Einstellung ist und ich glaube das ist die Einstellung von jedem.

Wie gefällt dir die Zusammenstellung des Teams mit den Ergänzungen von Tyson Barrie und Alexander Kerfoot?
Sie gefällt mir sehr. Ich denke Cody Ceci war auch eine wirklich starke Ergänzung. Wir haben einige Male gegen Ottawa gespielt und ich stand ihm häufig gegenüber. Er ist sehr ehrgeizig und ich denke, die Neuzugänge helfen uns sehr in der Verteidigung. Unser Angriff ist bekanntermaßen sehr dynamisch und kann viel Offensive generieren. Ich glaube, dass uns diese Spieler sehr helfen können.

Wie cool war es, bei der Präsentation des neuen Arizona-State-Sun-Devils-Trikots zu helfen?
Es war super. Ich verbringe meinen gesamten Sommer in Arizona, also bin ich in der Halle mit diesen Spielern auf dem Eis. Ich bin sofort auf die Idee angesprungen. Ehrlicherweise besonders, weil sie so gut zu mir sind, wenn ich im Sommer da bin. Ich darf mit dem Team skaten und der Equipment Manager ist bei allem unglaublich hilfsbereit - nicht nur bei mir, auch bei Arizona Coyotes Spielern oder anderen Profis, die da sind. Ich finde ihre Trikots einfach fantastisch. Sie haben viele verschiedene Outfits und versuchen neue Dinge. Sie haben drei oder vier Trikots, die sie tragen können. Ich war wirklich sehr aufgeregt und durfte das Trikot behalten, das war das Tüpfelchen auf dem i.

Das Eishockeyprogramm der Arizona State hat sich ganzschön gemacht…
Ja, sie bekommen immer bessere Spieler und die vergangene Saison war wirklich gut. Ich freue mich auf ihre kommende Saison und hoffe, dass sie noch weiter kommen können. Sobald die neue Halle fertiggestellt ist, denke ich, dass es sehr schwer werden wird, beim Kampf um neue Spieler gegen sie zu bestehen.

Video: BOS@TOR, Sp6: Matthews nach den Pfosten und rein

Wie sieht Erfolg für die Maple Leafs in dieser Saison aus?
Ich denke, dass eine erfolgreiche Saison mit dem Gewinn des Stanley Cup endet. Ich denke, dass unser erstes Jahr erfolgreich war. Wir waren lange nicht in den Playoffs und wussten nicht, was passieren wird. Ein Haufen junger Spieler kommt in die Playoffs, das war viel Ausgelassenheit. Es ist schwierig eine wirklich erfolgreiche Saison zu bewerten, wenn du nicht den Titel holst. So sehe ich das und ich denke, dass das die Art ist, wie es viele Menschen sehen.

Öffnet die Aufholjagd der St. Louis Blues in der vergangenen Saison die Türe für weitere Teams, die glauben, das schaffen zu können?
Das weißt du nie. Es gibt immer einen Favoriten, aber niemand hat erwartet, dass die Tampa Bay Lightning gesweept werden. Jeder dachte, dass die ihren Weg ins Finale gehen. Du weißt nie, was passieren wird. Die Kings gingen als achtplatzierter (2012) direkt ins Finale. Ich glaube, dass das die Schönheit des Sports ausmacht, dass du nie wissen kannst, was passieren wird. Du könntest im Januar Letzter sein und den Titel gewinnen. Du bist nie aus dem Rennen, besonders dann nicht, wenn du in die Playoffs kommst. Es kommt nicht darauf an, auf welchem Platz du bist, du kannst nicht vorhersehen, was am Ende rauskommt.

Wer muss der Leafs-MVP sein, um diesen Erfolg zu erzielen? Machst du dir selbst Druck dieser Spieler sein zu müssen?
Natürlich. Ich lege mir die Last selbst auf die Schultern, aber es ist ein Mannschaftssport. Du hast 22 Spieler und ich denke jeder muss auf seine Art und Weise einen Teil dazu beitragen. Nur ein Spieler alleine wird kein Spiel gewinnen.

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