Connor Bedard

Beim Upper Deck NHL Draft 2023, der am 28. und 29. Juni in Nashville stattfinden wird, werden die Stürmer eine dominante Rolle einnehmen. In der Offensive stehen besonders viele hochklassige Kandidaten zur Wahl, angeführt von Ausnahmetalent Connor Bedard.

Aus dem deutschsprachigen Raum fehlen diesmal die großen Spitzentalente, so wie sie noch in den vergangenen Jahren zur Wahl standen. Kein Tim Stutzle, JJ Peterka oder Lukas Reichel ist in Sicht, kein Marco Kasper oder Marco Rossi und auch kein Nico Hischier. Der am besten eingeschätzte Offensivspieler aus dem DACH-Raum ist der Österreicher Ian Scherzer, der auf der Liste des Central Scouting Service für internationale Skater auf Rang 85 landete. In den späteren Runden könnten die Deutschen Linus Brandl, Kevin Bicker und Bennet Rossmy zum Zug kommen, sowie die Schweizer Simon Meier, Tomasso De Luca, Rodwin Dionicio und Lenn Zehnder.

NHL.com/de präsentiert hier die Top Ten der Angreifer im NHL Draft 2023:

1. Connor Bedard, (C, Regina Pats, Western Hockey League)

Die unbestrittene Nummer eins ist und bleibt Connor Bedard. Der Center zeigte in den vergangenen Jahren konstant so großes Talent, dass er mit Vorgängern wie Connor McDavid und Sidney Crosby verglichen wird. In der Western Hockey League erzielte er für die Regina Pats in der abgelaufenen Saison 143 Punkte (71 Tore, 72 Assists). Bei der U20-WM verhalf er Kanada als Topscorer mit 23 Punkten (9 Tore, 14 Assists) zu Gold.

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Bedard ist ein überaus intelligenter Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in praktisch allen Bereichen. Einer der wenigen möglichen Kritikpunkte ist seine relativ geringe Größe (1,78 Meter). Das hindert ihn aber nicht daran, kaum vom Puck trennbar zu sein und mit vollem Einsatz in jeden Zweikampf zu gehen.

2. Adam Fantilli (C, University of Michigan, NCAA)

Hinter Bedard folgt mit Adam Fantilli ein weiterer kanadischer Center, der das Zeug zum Superstar hat. In der Universitätsliga NCAA erzielte er in 36 Spielen 65 Punkte (30 Tore, 35 Assists). Sein Durchschnitt von 1,81 Punkten pro Spiel war der drittbeste der Ligageschichte hinter Johnny Gaudreau (2,0) und Kyle Connor (1,87). Er gewann bereits in seinem ersten Jahr den Hobey Baker Award als bester Spieler der NCAA. Das gelang vor ihm nur Jack Eichel und Paul Kariya.

Fantilli kommt vielleicht nicht an das Ausnahmetalent Bedard heran, doch Vergleiche mit Spielern wie Eichel, Gaudreau und Connor könnten durchaus gerechtfertigt sein. Als Angreifer, der scheinbar in allen Bereichen überdurchschnittlich ist, ist er schwer zu verteidigen und ein dominanter Scorer.

3. Leo Carlsson (C, Örebro, SHL)

Der beste Europäer des Jahrgangs ist der schwedische Center Leo Carlsson. Er spielte sich bereits vergangene Saison in den Kader von Örebro in der schwedischen SHL. Diese Saison verbuchte er 25 Punkte (10 Tore, 15 Assists) und wusste bei der WM mit fünf Punkten (3 Tore, 2 Assists) zu überzeugen.

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Carlsson verfügt über gute Übersicht und kann mit schnellem Skating und präzisen Pässen das Spiel diktieren. Gleichzeitig scheut er aber auch nicht davor zurück vor das Tor zu gehen, um sich dort mit seinen 1,9 Metern und 88 Kilogramm im Zweikampf durchzusetzen und die weniger schönen Tore zu schießen.

4. William Smith (C, US National Team Development Program)

Die mittlerweile gewohnt stark besetzte Fraktion des US National Team Development Programs wird von Center William Smith angeführt. Er war diese Saison mit 127 Punkten (51 Tore, 76 Assists) in 60 Spielen der zweitbeste Scorer des U18-Teams. Bei der U18-WM führte er die USA mit 20 Punkten (9 Tore, 11 Assists) in sieben Spielen als Topscorer, bester Stürmer und wertvollster Spieler des Turniers zu Gold.

Smith ist einer der spektakulärsten Angreifer der diesjährigen Klasse. Seine herausragende Stocktechnik erlaubt es ihm, scheinbar aussichtslose Situationen zu lösen und aus dem Nichts Highlight-Tore zu produzieren.

5. Matvei Michkov (RW, SKA St. Petersburg, KHL)

Zu den größten Talenten des Drafts zählt zweifellos der Russe Matvei Michkov. Er sammelte in der Saison 2021/22 bereits erste Erfahrungen in der KHL. In der abgelaufenen Spielzeit wurde er nach drei Spielen für St. Petersburg an Sochi verliehen, wo er in 27 Partien 20 Zähler (9 Tore, 11 Assists) sammelte. In der Geschichte der KHL erreichte nie zuvor ein für den Draft zugelassener Spieler einen Durchschnitt von 0,67 Punkten pro Spiel. Michkov war Bedards größter Konkurrent im Kampf um den ersten Pick, rutschte in den Rankings aber aufgrund der politischen Situation und der Tatsache, dass sein Vertrag in St. Petersburg noch bis 2026 läuft, ab.

Der Außenstürmer ist ein überragender Offensivspieler. Mit viel Geschwindigkeit, einem starken Schuss und guter Technik strahlt er in jeder Situation Torgefahr aus und könnte zu einem Topscorer werden.

6. Dalibor Dvorsky (C, AIK, HockeyAllsvenskan)

Dalibor Dvorsky ist ein weiteres Produkt der wiedererstarkten slowakischen Nachwuchsarbeit. Die vergangenen Jahre verbrachte er aber in Schweden, wo er in der HockeyAllsvenskan, der zweiten Liga, zuletzt 14 Punkte (6 Tore, 8 Assists) verbuchte. Er ist ein vielseitiger Stürmer, der den Puck lange in der Offensivzone halten kann und so oft seinen Mitspielern die Zeit gibt, sich in Position zu bringen.

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7. Zach Benson (LW, Winnipeg Ice, WHL)

Einer der läuferisch besten Spieler des Drafts ist Außenstürmer Zach Benson. Er war der drittbeste Scorer der WHL und lieferte für die Winnipeg Ice 98 Punkte (36 Tore, 62 Assists). In den Playoffs legte er 17 Zähler (7 Tore, 10 Assists) in 15 Spielen nach. Die Verbindung aus starkem Skating und kompromisslosem Einsatz machen ihn zu einem begehrten Mitspieler.

8. Eduard Sale (LW, Kometa Brno, Extraliga)

Das tschechische Eishockey schickt mit Eduard Sale ebenfalls einen potenziellen Starstürmer in den Draft. Er verbrachte bereits seine zweite Saison in der Extraliga, der höchsten Spielklasse Tschechiens. Bei Kometa Brno bewies er, dass er sowohl als Vorbereiter, als auch als Vollstrecker glänzen kann. Mit präzisen Pässen und einem wuchtigen Direktschuss brachte er es auf 14 Punkte (7 Tore, 7 Assists).

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9. Oliver Moore (C, USNTDP)

Das Nachwuchsprogramm der USA stellt Jahr für Jahr zahlreiche vielversprechende Prospects und Oliver Moore ist einer der besten dieses Drafts. Er ist ein starker Skater und kreativer Angreifer. Gegenspieler können oft nicht mit seiner Wendigkeit mithalten, wodurch er sich im direkten Duell durchsetzen kann. Er erzielte 75 Punkte (31 Tore, 44 Assists) in 61 Spielen für die U18 der USA.

10. Gabriel Perreault (RW, USNTDP)

Mannschaften, die nach einem Topscorer suchen, dürften ein Augenmerk auf die Nummer zehn in der Liste des CSS für nordamerikanische Skater gelegt haben. Gabriel Perreault, Sohn des ehemaligen NHL-Spielers Yanic Perreault, brach dieser Spielzeit den Rekord für die meisten Punkte eines USNTDP-Spielers in einer Saison. In 63 Spielen erzielte er sensationelle 132 Punkte (53 Tore, 79 Assists). Er hat Offensivinstinkte, die ihresgleichen suchen und glänzt als Spielmacher, der im Zweifel auch selbst abschließen kann.