Herausforderndes zweites Jahr für Marco Sturm
Gleich in seinem ersten Jahr als Cheftrainer in der NHL führte Marco Sturm die Bruins aus den Niederungen der Liga zurück in die Playoffs. Damit hat er eine hohe Messlatte gesetzt, denn alles darunter dürfte vom Umfeld des Traditionsklubs als Rückschritt und Enttäuschung eingestuft werden. Doch der gebürtige Dingolfinger ist ehrfahren genug, um diese Herausforderung anzunehmen und sich mit seinem Team dem harten Konkurrenzkampf in der Atlantic Division zu stellen.
Letzte Chance für Reichel
Noch einmal Boston: Für Lukas Reichel entscheidet sich dort in dieser Saison seine Zukunft als NHL-Spieler. Sowohl bei den Chicago Blackhawks als auch bei den Vancouver Canucks - seinen ersten beiden Stationen - blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Es gelang ihm bislang nicht, seine starken Leistungen in der AHL eine Etage höher zu bestätigen. Die Verantwortlichen der Bruins hoffen aber nach wie vor, dass der Knoten bei Reichel doch noch platzt. Allerdings ist es dem aus Nürnberg stammenden Angreifer in der aktuellen Vorbereitung nicht gelungen, sich einen Platz im 23-Mann-Startkader für die Saison zu erkämpfen. Er muss deshalb einmal mehr versuchen, sich mit guten Vorstellungen bei den Providence Bruins in der AHL für den Recall zu empfehlen. Sein Vertrag läuft im Juli aus.
Triple-Traum für Nico Sturm nicht fern der Realität
Die Minnesota Wild zählen dieses Jahr zu den Geheimfavoriten auf den Stanley Cup. Damit könnte der Traum vom Triple für Nico Sturm wahr werden. Zweimal hat der in Augsburg geborene Stürmer den 20 Kilo schweren Silberpokal bereits in Händen gehalten. 2022 triumphierte er mit der Colorado Avalanche und 2025 mit den Florida Panthers. Sturm geht wie seine beiden deutschen Landsleute Grubauer und Reichel in sein letztes Vertragsjahr bei seinem aktuellen Arbeitgeber.
Glänzende Aussichten für Schmid
Akira Schmid hat in der Offseason ein großes Los gezogen. Einen Tag vor Beginn der Free Agency sicherten sich die Florida Panthers die Dienste des in Bern geborenen Schlussmannes durch einen Trade. Durch den Weggang des langjährigen Stammgoalies Sergei Bobrovsky ist beim Team aus Sunrise ein neuer Kampf um den Posten der Nummer 1 entbrannt. Schmid darf sich berechtigte Hoffnungen machen, seinen ebenfalls neu zum Franchise gekommenen Konkurrenten Jacob Markstrom auszustechen.
Wichtige Aufgabe für Rossi
Eine wichtige Aufgabe beim Neuaufbau der Vancouver Canucks ist für Marco Rossi vorgesehen. Er soll als Center der zweiten Sturmformation mithelfen, das Traditionsteam aus dem Tal der Tränen zu Führen. Rossi war im Dezember eine der Gegenleistungen beim Trade von Quinn Hughes zu den Minnesota Wild. In seinem neuen Umfeld fand sich der gebürtige Feldkircher schnell zurecht. In 33 Einsätzen sammelte er 22 Punkte (acht Tore, 14 Assists). Bei den Wild waren ihm zuvor 13 Zähler (vier Tore, neun Assists) in 17 Partien gelungen.