Tim Stutzle Leon Draisaitl Mo Seider DE Split 09282026

Am 29. September fällt der Startschuss für die NHL-Saison 2026/27. NHL.com/de hat zehn interessante Storylines mit Blick auf die Spieler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammengestellt.

Weiterer Cup-Anlauf für Draisaitl und die Oilers

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers werden einen erneuten Angriff auf den Stanley Cup starten. Alles andere wäre dem Umfeld als Saisonziel wohl auch nicht vermittelbar. Edmonton gehört zwar in dieser Saison nicht zu den ganz heißen Titelanwärtern, aber vielleicht liegt genau darin eine Chance. Und womöglich gelingt es dem neuen Trainer Mike Babcock ja, einen Zaubertrank zu mixen, der den Oilers zu einem langen und am Ende erfolgreichen Playoff-Run verhilft. Allerdings bittet Draisaitl die Fans für die ersten zwei Wochen um Geduld. „Wir werden sicherlich nicht gleich bei 100 Prozent sein, sondern etwas Zeit benötigen“, sagte er kurz vor Saisonbeginn. Der Grund: Babcock und seine Mitstreiter aus dem Trainerstab implementieren ein komplett neues System in Edmonton.

Erlebt alle Tore von Leon Draisaitl in der Saison 2025/26 noch einmal

Zwei deutsche Anwärter für das C auf dem Trikot

Die Detroit Red Wings und die Ottawa Senators zählen zu den fünf Mannschaften, die im Moment ohne Kapitän dastehen. In Detroit wurde dem abwanderungswillige Dylan Larkin das Amt entzogen, und in Ottawa ist die Position seit dem Abgang von Brady Tkachuk zu den Florida Panthers vakant. Zu den Namen, die als potenzielle Nachfolger gehandelt werden, zählen mit Red Wings-Blueliner Moritz Seider und Senators-Stürmer Tim Stützle zwei Deutsche.

Druck für das Schweizer Devils-Trio

Zu den Teams, die in der neuen Saison unter Erfolgsdruck stehen, zählen auch die New Jersey Devils. Die von den Namen her gut bestückte Mannschaft verpasste im Frühjahr die Teilnahme an der Postseason. So ein Fehltritt soll der Vertretung aus Newark mit seinem Schweizer Trio Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler kein zweites Mal in Folge unterlaufen. Während Hischier und Siegenthaler vorige Saison ihre Normalform erreichten, hinkte Meier den Erwartungen hinterher. Seine 44 Punkte aus 77 Spielen waren seine schwächste Ausbeute in einer vollen Spielzeit seit 2020/21. Doch in der eben zu Ende gegangenen Preseason ließ er erkennen, dass er auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist.

Hischiers Top-5-Tore der Saison 2025/26

Wichtige Saison für Grubauer

Torhüter Philipp Grubauer geht in sein letztes Vertragsjahr bei den Seattle Kraken. Ende der Saison 2026/27 ist er 35. Das ist kein Alter, um die Torwartkelle an den Nagel zu hängen. Zumal Grubauer dafür auch noch zu viel Treibstoff im Tank hat. Er stand zwar 2025/26 im teaminternen Ranking hinter Joey Daccord, kam aber dennoch auf 32 Einsätze. Mit einer Save-Quote von 90,9 Prozent schnitt er statistisch sogar besser ab als die nominelle Nummer 1 der Kraken. Daccord parierte 89,7 Prozent aller Schüsse in 47 Partien. Grubauer verbuchte seine höchste Fangquote seit 2020/21, als er noch bei der Colorado Avalanche unter Vertrag stand und 92,2 Prozent erreichte. Der gebürtige Rosenheimer wird die kommende Saison nutzen, um sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen - in Seattle oder anderswo.

Neustart für Peterka bei den Bruins

Nach gerade einmal einem Jahr wurde JJ Peterka im Sommer überraschend von den Utah Mammoth zu den Boston Bruins getradet. Nach einem soliden Start bei der Vertretung aus Salt Lake City ging ihm gegen Ende der vergangenen Spielzeit etwas die Luft aus. In den Stanley Cup Playoffs blieb er in sechs Auftritten ohne Scorerpunkt. Dennoch sind seine Qualitäten als Torjäger und Scorer unbestritten. In der Vorsaison erreichte er zum dritten Mal in Folge die Marke von 25 Treffern. In Boston erwartet ihn aller Voraussicht nach sogar eine größere Rolle als zuletzt in Utah. Er dürfte den linken Flügel in der ersten Reihe besetzen und dort zusammen mit Center Elias Lindholm und dem neuen Kapitän und Rechtsaußen David Pastrnak auflaufen.

Die Top-5-Tore von JJ Peterka in der Saison 2025/26

Herausforderndes zweites Jahr für Marco Sturm

Gleich in seinem ersten Jahr als Cheftrainer in der NHL führte Marco Sturm die Bruins aus den Niederungen der Liga zurück in die Playoffs. Damit hat er eine hohe Messlatte gesetzt, denn alles darunter dürfte vom Umfeld des Traditionsklubs als Rückschritt und Enttäuschung eingestuft werden. Doch der gebürtige Dingolfinger ist ehrfahren genug, um diese Herausforderung anzunehmen und sich mit seinem Team dem harten Konkurrenzkampf in der Atlantic Division zu stellen.

Letzte Chance für Reichel

Noch einmal Boston: Für Lukas Reichel entscheidet sich dort in dieser Saison seine Zukunft als NHL-Spieler. Sowohl bei den Chicago Blackhawks als auch bei den Vancouver Canucks - seinen ersten beiden Stationen - blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Es gelang ihm bislang nicht, seine starken Leistungen in der AHL eine Etage höher zu bestätigen. Die Verantwortlichen der Bruins hoffen aber nach wie vor, dass der Knoten bei Reichel doch noch platzt. Allerdings ist es dem aus Nürnberg stammenden Angreifer in der aktuellen Vorbereitung nicht gelungen, sich einen Platz im 23-Mann-Startkader für die Saison zu erkämpfen. Er muss deshalb einmal mehr versuchen, sich mit guten Vorstellungen bei den Providence Bruins in der AHL für den Recall zu empfehlen. Sein Vertrag läuft im Juli aus.

Triple-Traum für Nico Sturm nicht fern der Realität

Die Minnesota Wild zählen dieses Jahr zu den Geheimfavoriten auf den Stanley Cup. Damit könnte der Traum vom Triple für Nico Sturm wahr werden. Zweimal hat der in Augsburg geborene Stürmer den 20 Kilo schweren Silberpokal bereits in Händen gehalten. 2022 triumphierte er mit der Colorado Avalanche und 2025 mit den Florida Panthers. Sturm geht wie seine beiden deutschen Landsleute Grubauer und Reichel in sein letztes Vertragsjahr bei seinem aktuellen Arbeitgeber.

Glänzende Aussichten für Schmid

Akira Schmid hat in der Offseason ein großes Los gezogen. Einen Tag vor Beginn der Free Agency sicherten sich die Florida Panthers die Dienste des in Bern geborenen Schlussmannes durch einen Trade. Durch den Weggang des langjährigen Stammgoalies Sergei Bobrovsky ist beim Team aus Sunrise ein neuer Kampf um den Posten der Nummer 1 entbrannt. Schmid darf sich berechtigte Hoffnungen machen, seinen ebenfalls neu zum Franchise gekommenen Konkurrenten Jacob Markstrom auszustechen.

Wichtige Aufgabe für Rossi

Eine wichtige Aufgabe beim Neuaufbau der Vancouver Canucks ist für Marco Rossi vorgesehen. Er soll als Center der zweiten Sturmformation mithelfen, das Traditionsteam aus dem Tal der Tränen zu Führen. Rossi war im Dezember eine der Gegenleistungen beim Trade von Quinn Hughes zu den Minnesota Wild. In seinem neuen Umfeld fand sich der gebürtige Feldkircher schnell zurecht. In 33 Einsätzen sammelte er 22 Punkte (acht Tore, 14 Assists). Bei den Wild waren ihm zuvor 13 Zähler (vier Tore, neun Assists) in 17 Partien gelungen.

Rossis Top-5-Tore der Saison 2025/26

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