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Zwei Teams haben die Möglichkeit, in der 2. Runde der Stanley Cup Playoffs den 3. Sieg zu erringen und somit einen großen Schritt in Richtung Conference Finale zu machen.

Die Carolina Hurricanes führen ihre Serie mit 2:1 an und spielen am Dienstag auswärts bei den New Jersey Devils (7:00 p.m. ET; NHL.tv, Mi. 1:00 Uhr MESZ). Auch die Seattle Kraken führen ihre Serie mit 2:1 an und empfangen in Spiel 4 die Dallas Stars (9:30 p.m. ET, NHL.tv, Mi. 3:30 Uhr MESZ).

Die heutigen fünf Schlagschüsse vom Playoff-Geschehen:

Philipp Grubauer gibt Seattle Sicherheit und fiebert möglichem Duell gegen Draisaitl entgegen

Philipp Grubauer hat großen Anteil daran, dass die Kraken die Serie gegen die Stars anführen. Der deutsche Torwart parierte in Spiel 3, welches Seattle mit 7:2 gewann, starke 92,3 Prozent aller Schüsse. Mit einer durchschnittlichen Save-Quote von 91,8 Prozent belegt er unter allen NHL-Goalies, die in den Playoffs zumindest 60 Minuten auf dem Eis standen, Platz 8.

Insgesamt bekam er in der Postseason 329 Mal den Puck auf das Tor gefeuert. Dies ist der höchste Wert in den Playoffs. "Es ist entscheidend, einen Mann wie Philipp im Tor zu haben, mit dem sich die gesamte Mannschaft wohlfühlt und dem alle vertrauen", sagt Trainer Dave Hakstol. "Er hat einen großartigen Job für uns gemacht."

Sollten die Kraken die Serie für sich entscheiden, könnten sie im Western Conference Finale möglicherweise auf Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers treffen, die in der Serie gegen die Vegas Golden Knights allerdings mit 1:2 zurückliegen. "Ich wünsche Leon alles Gute", wird Grubauer von der Bild zitiert. "Vielleicht sehen wir uns im Conference Final."

Sieben Spieler treffen für Kraken in Spiel drei

Joe Pavelski könnte der Trumpf der Dallas Stars sein

Joe Pavelski ist nach seiner überstandenen Verletzung der Torgarant von Dallas. In der 2. Runde der Playoffs gelangen ihm bereits fünf Treffer. Der einzige Spieler der NHL, der in dieser Runde noch häufiger traf, ist Draisaitl mit sechs Toren. Im ersten Aufeinandertreffen mit Seattle traf Pavelski vierfach, konnte aber die 4:5-Niederlage nicht abwenden. Im zweiten Duell steuerte der Center dem 4:2-Erfolg einen Treffer bei.

Zwar blieb Pavelski zuletzt bei der 2:7-Niederlage in Spiel 3 punktlos, der Blick in die Vergangenheit beweist allerdings, dass der US-Amerikaner gerade nach Niederlagen über sich hinauswächst. In all seinen Playoff-Spielen, die infolge einer Niederfolge stattfanden, gelangen ihm 40 Tore und 31 Assists. Kein anderer Spieler der Stars hat einen so hohen Wert.

SEA@DAL, Sp2: Pavelski trifft im Powerplay

Stars zittern um Top-Verteidiger Miro Heiskanen

Miro Heiskanen, der Star-Verteidiger von Dallas, zog sich in Spiel 3 einen tiefen Cut im Gesicht zu, als er im Gesicht vom Puck getroffen wurde. Noch ist nicht sicher, ob er im vierten Aufeinandertreffen auflaufen kann. Ein Ausfall des Defensivspielers, der in den laufenden Playoffs bereits sieben Tore vorbereitet hat, würde die Texaner schwer treffen.

"So einen Typen kann man nicht ersetzen", sagt Trainer Peter DeBoer. "In unserer Gruppe ist er wirklich einzigartig, weil er besondere Fähigkeiten hat. Wir haben nicht drei oder vier solcher Jungs, keine Mannschaft hat das." Stürmer Wyatt Johnston ergänzt: "Er macht einen großen Unterschied. Ich denke, er ist einer der besten D-Männer der Liga, und er könnte definitiv sogar der beste Verteidiger der Liga sein. Es ist schwer, denn er spielt fast 30 Minuten pro Abend."

Timo Meier bezeichnet Spiel 4 als "einen Test" für die Devils

Die New Jersey Devils verloren zwar die ersten beiden Spiele gegen die Carolina Hurricanes deutlich, meldeten sich aber in Spiel 3 vor heimischem Publikum mit einem starken 8:4-Triumph zurück. Dem Schweizer Timo Meier gelang dabei sein erster Treffer in den laufenden Playoffs. "Egal was passiert, wir haben Vertrauen in diese Gruppe", sagt der Schweizer. "Wir glauben aneinander, wir glauben an dieses Team. Das ist es, was dich aus so einer Situation herauskommen lässt."

Nun gilt es, daran anzuknüpfen. "Die Playoffs sind ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Du musst deine Emotionen im Zaun halten, sie dürfen nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein", erklärt Meier und bezeichnet Spiel 4 als einen Test für seine Mannschaft: "Wir müssen bereit sein, weil sie (die Hurricanes) sehr motiviert sein werden. Wir müssen unsere beste Leistung bringen."

CAR@NJD, Sp3: Meier mit seinem 1. für Devils

Defensive der Hurricanes muss zur alten Stärke zurückfinden

Der Erfolg der Carolina Hurricanes in den Playoffs war bislang vorwiegend auf die starke Verteidigung zurückzuführen. Umso überraschender, dass sie in Spiel 3 gegen New Jersey acht Gegentreffer kassierten. So viele Gegentore ließ die Franchise zuletzt in der Saison 2019/20 zu.

"Es macht nie Spaß, solche Spiele zu beenden", sagte der Verteidiger Jaccob Slavin am Montag nach dem Training. "Alles, was wir nun tun können, ist es, daraus zu lernen. Wir haben ein großes Spiel vor uns." Der Center Seth Jarvis wird konkreter: "Wir haben viel Aufwand betrieben, aber es fehlte die Liebe zum Detail. Es gab viele 50:50-Zweikämpfe, die wir verloren haben. Wir standen nicht so eng wie in den ersten beiden Spielen. Das hat es ihnen ermöglicht, Spielzüge zu kreieren. Sie taten das, was sie am besten können, schnell spielen und Angriffe einleiten."

Hughes glänzt mit vier Punkten beim 8:4 der Devils