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Mit dem Beginn der Stanley Cup Playoffs 2020 am 11. August stellt NHL.com/de täglich zehn Fakten vom jeweiligen Spieltag oder dem Trainingsbetrieb der Teams, die nicht aktiv waren, vor:

Bruins können es doch noch
Enttäuschend war für den Gewinner der Presidents Trophy Boston Bruins die Stanley Cup Qualifikation gelaufen, in deren Verlauf sie alle drei Gruppenspiele um die Top-Platzierung verloren hatten. Kein einziges Mal hatte das eigentlich offensivstarke Team im Verlauf geführt und die Top-Torscorer David Pastrnak, Brad Marchand und Patrice Bergeron hatten kein einziges Mal getroffen. Das änderte sich, indem Pastrnak im ersten Drittel in der 18. Minute zum 1:1 ausglich. Charlie Coyle brachte die Bruins in der 25. Minute erstmalig in dieser Postseason in Front und Bergeron krönte seine Leistung mit dem Siegtreffer zum 4:3 in der zweiten Overtime. Die Bruins können es noch.

CAR@BOS, Sp1: Pastrnak zu Bergeron für 2OT-Siegtor

Hamilton erstes Spiel seit 16. Januar
Carolinas Verteidiger Dougie Hamilton lief in Spiel 1 gegen Boston zum ersten Mal seit dem 16. Januar wieder auf. Er musste sich am 17. Januar einer Operation unterziehen, um das gebrochene linke Schienbein zu fixieren. Hamilton führte die Defensive der Hurricanes mit 40 Punkten (14 Tore, 26 Assists) in 47 Spielen an. Mit 23:17 Minuten durchschnittlicher Eiszeit stellte er eine NHL-Karrierebestleistung auf. Sein Ausfall schmerzte Carolina daher sehr. Zum Comeback lieferte Hamilton 26:48 Minuten Eiszeit eine Minus 2 und drei Blocks. John Carlson spielte zum ersten Mal seit dem 29. Juli für die Washington Capitals, als sich der Verteidiger im Vorbereitungsspiel gegen die Hurricanes verletzt hatte.
Niederreiter schießt am meisten
Nino Niederreiter war in seiner Eiszeit von 18:11 Minuten für Carolina sehr produktiv. Mit fünf Torschüssen prüfte er Bruins-Torhüter Tuukka Rask am häufigsten von allen Hurricanes-Aktiven, doch ein Erfolgserlebnis war ihm nicht beschert. Der Schweizer wartet weiter auf sein erstes Tor in dieser Postseason. Lediglich ein Assist aus dem Spiel 1 gegen die New York Rangers in der Qualifikation steht für ihn zu Buche. Die nächste Chance für ihn wartet bereits am Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ; NHL.tv) in Spiel 2 gegen Boston, vorausgesetzt die zuvor in Toronto spielenden Tampa Bay Lightning und Columbus Blue Jackets fassen sich dieses Mal kürzer.

Brind'Amour

Brind'Amour für Kommentare bestraft
Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour wurde mit einer Strafe von 25.000 US-Dollar für Kommentare nach dem Spiel 1 der ersten Runde gegen die Bruins belegt, wie die National Hockey League verkündete. Darüber hinaus wurde gegen Brind'Amour eine bedingte Geldstrafe in Höhe von 25.000 US-Dollar verhängt, die zusätzlich zu jeder weiteren Disziplinarmaßnahme in dem Fall eines ähnlich unangemessenen Verhaltens bis zum 12. August 2021 eingezogen wird. Das Geld geht an die NHL-Stiftung.
Wieder Overtime in Toronto
Nach den fünf Verlängerungen von den Lightning gegen die Blue Jackets musste auch die deswegen von Dienstag auf Mittwoch verschobene Partie der Bruins gegen die Hurricanes in die Verlängerung gehen. Die wartenden Washington Capitals und New York Islanders, die nur knapp eine Stunde später auf das Eis in der Scotiabank Arena sollten, wurden schon nervös. Erst in der zweiten Minute der zweiten Verlängerung und damit kurz vor den geplanten Spielbeginn des zweiten Spiels des Tages fiel die Entscheidung für Boston. Die Begegnung der Capitals und Islanders begann schließlich mit einer Stunde Verspätung. Wahrlich keine ideale Vorbereitung, aber was ist schon normal in diesen Zeiten?
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Pittsburgh nimmt Änderungen im Trainerstab vor
Die Pittsburgh Penguins verkündeten, dass sich ihr Trainerstab zur neuen Saison ändern wird. Trainer Mike Sullivan wird für seine sechste Saison für die Penguins zurückkehren, doch die Co-Trainer Mark Recchi, Sergei Gonchar und Jacques Martin erhalten keine Verlängerung. Deren Verträge sind im Juni ausgelaufen und wurden für die Stanley Cup Qualifikation kurzfristig verlängert. "Wir sind dabei, eine Überprüfung unserer Organisation durchzuführen, weil wir in den letzten Jahren in den Playoffs unterdurchschnittlich abgeschnitten haben", sagte Penguins General Manager Jim Rutherford in einer Erklärung. "Wir dachten einfach, dass wir die Dynamik unseres Trainerstabs ändern müssten. Wir haben hier in Pittsburgh sehr hohe Standards, und wir wollen weiterhin um die Stanley Cups kämpfen. Die Botschaft an unsere Fans lautet: 'Wir bauen nicht um, wir rüsten um'".

NYI@WSH, Sp1: Bailey nutzt Unterzahl zur Führung

Islanders können auch Zwei-Tore-Rückstände
Die Islanders können auch Rückstände mit zwei Toren aufholen. Normalerweise sind sie dafür bekannt, Führungen zu erzielen und diese defensiv effektiv zu verwalten. Gegen die Capitals in Spiel 1 lagen sie nach zwei Treffern von T.J. Oshie mit 0:2 hinten, ehe sie vier unbeantwortete Tore markierten und mit einem 4:2 den ersten Sieg einfuhren. New York platzierte im 3. Drittel 14:10 Torschüsse und drehte ein 1:2 auf 4:2. Von wegen nur defensive Stärken. "Wir wussten, wie das Spiel lief, wir wussten, dass wir uns gut fühlten und dass wir Chancen hatten, aber zu diesem Zeitpunkt waren sie einfach noch nicht reingegangen", sagte Anders Lee. "Als wir ins dritte Drittel gingen, war es dieselbe Mentalität - immer wieder aufs Gaspedal zu treten und immer wieder Pucks zum Tor zu bekommen."
Grubauer meistert die Arizona Coyotes
Bis zum Spieltag bestätigte Trainer Jared Bednar nicht, ob Philipp Grubauer für die Colorado Avalanche von Beginn an im Tor stehen würde. Schließlich erhielt er den Vorzug vor Pavel Francouz. Zwar brachte es der Rosenheimer in Spiel 1 nur auf 14 Saves, doch mehr waren nicht notwendig, um seinen zweiten Shutout der Karriere in den Playoffs zu erzielen. "Diese Spiele sind nicht einfach, aber die Jungs vor mir haben gut gearbeitet, um die Pucks vom Tor fernzuhalten und die zu sehen, die auf mich kamen", sagte Grubauer. Torhüter haben in der Regel lieber gerne mehr zu tun, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie kalt werden und dann wie es so schon sprichwörtlich heißt, kalt erwischt werden könnten. Doch Grubauer meisterte die Aufgabe bravourös.

ARI@COL, Sp1: Grubauer hält Coyotes beim 3:0 torlos

Canadiens treffen schließlich im Powerplay
Die Montreal Canadiens haben in dieser Postseason lange auf ihren ersten Treffer in Überzahl warten müssen. Zwölf Gelegenheiten ließen die Kanadier in den vier Spielen der Qualifikation gegen die Penguins ungenutzt. In Spiel 1 gegen die Philadelphia Flyers hatten sie nur eine Möglichkeit mit einem Mann mehr auf dem Eis und die wandelte Shea Weber in ein Tor zum 1:1-Ausgleich in der 35. Minute um. Webers Schuss vom linken Kreis wurde noch von Torhüter Carter Hart abgewehrt, doch der Puck kam in der Folge eines Gewühls vor dem Tor zurück und er konnte ins freie Netz einschießen. Genutzt hat es nichts, denn 16 Sekunden später erzielten die Flyers das schließlich entscheidende 2:1.

VAN@STL, Sp1: Horvat macht sein zweites Tor

Canucks erneut im 3. Drittel torfreudig
Die Vancouver Canucks gewannen ihr Spiel 1 gegen den Titelverteidiger St. Louis Blues mit 5:2, nachdem es nach zwei Dritteln noch 2:2 stand. Durch die drei Tore im Schlussabschnitt stehen die Canucks nun in der Postseason bei 8:3 Toren im 3. Drittel bzw. Overtime da. Schon in der Qualifikation überzeugten sie beim 3:1-Sieg in der Serie gegen die Minnesota Wild durch Ausdauer und Kondition zum Ende der Partien hin. Lediglich in Spiel 1 der Serie gegen die Wild kassierten die Canucks am Schluss ein Empty-Net-Tor des Gegners und in Spiel 2 noch zwei Gegentreffer zur Ergebniskosmetik. Stark war gegen die Blues auch das Canucks-Powerplay, das drei von sechs Möglichkeiten nutzte.