Skip to main content

Das macht den Stanley Cup besonders

Er ist die wohl begehrteste Trophäe in der Sportwelt - Zehn Gründe warum das so ist

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Am heutigen Dienstag ist es wieder einmal so weit. Der Stanley Cup wird in einer großen und feierlichen Parade durch die Straßen jener Stadt gefahren, dessen NHL-Franchise ihn erringen konnte. Im aktuellen Fall ist das Washington D.C., deren Washington Capitals im Stanley Cup Finale 2018 mit 4:1-Siegen über die Vegas Golden Knights triumphiert hatten. Sie durften erstmals in ihrer Teamgeschichte den begehrten Pokal mit in die US-Hauptstadt nehmen.

Es ist ein sehr willkommener Anlass einen kurzen Blick auf zehn wichtige Gründe zu werfen, die diese Trophäe zu etwas ganz Besonderem machen.

Wanderpokal
Im Gegensatz zu anderen Trophäen in der modernen Sportwelt ist der Stanley Cup ein echter Wanderpokal. Das heißt, er wird nicht in jedem Jahr extra neu angefertigt, um dem Sieger dauerhaft für dessen Trophäen-Schrank zu übergeben zu werden, sondern es ist immer die gleiche Trophäe, der 'Presentation Cup', die Jahr für Jahr von Champion zu Champion weitergereicht wird. Mit ihm wird dem neuesten Titelträger somit zeitgleich stets ein großes Stück Sportgeschichte überreicht, in die sich der aktuelle Cup-Gewinner mit all seinen Helden fortan stolz einreihen darf.

Pokalübergabe auf dem Eis
Die Siegerehrung und die Auszeichnung des neuen Stanley Cup Champions findet immer, schon unmittelbar nach Spielende, direkt auf dem Eis statt. Die Emotionen der Sieger sind daher stets unverfälscht und auch für Außenstehende direkt nachzuvollziehen.

 

[Ähnliches: Für sie hatte sich das lange Warten ausgezeichnet]

 

Namensgravur in den Cup
Einer der Hauptpunkte, die den Cup zu etwas wirklich einmaligem machen, ist ohne Zweifel das Eingravieren der Siegernamen auf die Trophäe. Und zwar finden nicht nur die Teamnamen, wie es auch von der Meisterschale in der Deutschen Fußball-Bundesliga her bekannt ist, sondern die Namen jedes einzelnen beteiligten Spielers und Funktionärs Erwähnung. Hierdurch wird jeder Aktive ein Teil der großen Geschichte.

Große Tradition
Den Stanley Cup gibt es schon länger als die NHL. Erstmalig wurde er im Jahre 1893 verliehen. Die uns heute vertraute Liga nahm jedoch erst zur Saison 1917/18 ihren Spielbetrieb auf. Ursprünglich wurde die Trophäe an das beste Amateurhockeyteam Kanadas verliehen. Im Laufe der Zeit, fest ab 1927, etablierte sich der silberne Pokal als sichtbares Zeichen des jeweiligen NHL-Champions.

Tage mit dem Pokal
Eine ungewöhnliche Tradition ist die Möglichkeit der siegreichen Spieler die Trophäe jeweils für einen Tag an einen Ort ihrer Wahl bringen zu dürfen. Aufgrund der inzwischen extrem großen Internationalität der Liga bedeutet das, dass der Pokal inzwischen an nahezu allen denkbaren Orten auf der Welt zu sehen war: Von hohen Berggipfeln bis zu entlegenen Dörfchen, auf Hochhäusern, in Dorfkneipen oder auch einmal ganz still im engsten Familienkreis. Es gibt kaum eine Idee, die nicht schon einmal im Laufe der letzten Jahre umgesetzt worden wäre.

Der Stifter
Lord Stanley, der sechste Gouverneur von Kanada, berufen von Königin Victoria im Jahre 1888, wurde rasch zu einem begeisterten Eishockeyfan. Nicht zuletzt, weil seine beiden Söhne in Nordamerika zu aktiven Spielern dieser Sportart wurden. Er gründete die Ontario Hockey Association und wurde von seinen beiden Söhnen überzeugt doch bitteschön eine Trophäe für den Sieger zu stiften. So kam es zur erstmaligen Verleihung des 'Stanley Cups'.

Bekanntheitsgrad
Zeigt man Passanten auf der Straße ein Foto des Cups, die große Mehrheit von ihnen wird ihn zweifelsohne auf Anhieb benennen können und auch erfolgreich der NHL zuordnen. Damit dürfte sich der Stanley Cup von nahezu allen anderen Pokalen der Sportwelt unterscheiden. Sein riesiger Wiedererkennungswert und der immense Bekanntheitsgrad tragen ebenfalls zu seiner großen Beliebtheit bei.

 

[Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei @NHLde]

 

Schwer zu erkämpfen
Den Cup zu gewinnen ist wohl zweifelsohne das schwierigste Unterfangen in der Welt des Sports. Und das nicht nur, weil alle Teams, die die Trophäe ergattern wollen, zunächst einmal 82 Hauptrundenspiele bestreiten müssen, um sich überhaupt erst einmal erfolgreich für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Zwischen April und Juni gilt es für die Titelaspiranten zusätzlich vier Best-of-7 Serien zu überstehen. Folglich müssen sie 16 weitere Siege in den Playoffs unter Dach und Fach bringen, bevor sie als Sieger das Vergnügen haben, den riesigen Pokal in die Höhe zu recken. Eine enorme, kaum zu toppende sportliche Anstrengung bis zum Cup-Gewinn.

Auffälliges Erscheinungsbild
Schon optisch macht der Stanley Cup einiges her. Aufgrund seiner Größe von fast 90 Zentimeter, des damit verbundenen Gewichts von knapp 16 Kilogramm, sieht die Pokalübergabe in der NHL völlig anders aus, als zum Beispiel das Überreichen von Goldmedaillen. Wer den Stanley Cup über seinen Kopf stemmt, fällt auf. In diesem Fall gilt wohl schlicht: Größer ist besser!

Verlässlichkeit
In all den Jahren seit seiner Stiftung wurde der Pokal lediglich zweimal keinem neuen Champion übergeben. Im Jahre 1919 gab es aufgrund einer Grippewelle keinen Sieger zwischen den Seattle Metropolitans und den Montreal Canadiens und im Jahre 2005 konnte aufgrund des Lockouts in der NHL keine neue Meistermannschaft ermittelt werden. Ansonsten gilt seit über 100 Jahren: Die Vergabe des Stanley Cups ist in jedem Jahr eine äußerst verlässliche Größe in der Sportwelt!

So wurde auch im Jahre 2018 wieder ein neuer Champion gekürt und weltweit geehrt. Nächstes Highlight der damit verbundenen Feierlichkeiten wird die Stanley Cup-Parade sein, die vor hunderttausend begeisterten Fans über die Bühne geht.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.