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Wenn es Spitz auf Knopf steht, ein Rückstand aufgeholt werden muss oder es darum geht, eine Entscheidung in der Verlängerung oder im Penaltyschießen herbeizuführen, schlägt ihre große Stunde. Die Rede ist von Spielern, die gerade in diesen Drucksituationen ihren Mann stehen und jederzeit in der Lage sind, einer Partie eine Wendung zu geben. NHL.com/de präsentiert die fünf besten Akteure in dieser Kategorie in der Saison 2022/23.

1. Connor McDavid (Edmonton Oilers)
Ein Ass wie Connor McDavid hätte sicherlich jeder Coach gerne im Ärmel. Der Kapitän der Edmonton Oilers sicherte sich mit 153 Punkten, 64 Toren und 89 Assists jeweils den ersten Platz in der NHL-Gesamtwertung. In elf Spielen erzielte er den Game Winner, was den Liga-Spitzenwert darstellte. In sechs Fällen setzte er damit den zugleich Schlusspunkt in einem Duell über 60 Minuten. Zweimal knockte der Center einen Gegner in der Verlängerung aus.

ANA@EDM: McDavid schießt sein 62. Saisontor im 3.

Darüber hinaus bewies McDavid wiederholt seine Qualitäten, die Oilers zurück ins Spiel zu bringen. Dreimal schaffte er mit dem letzten oder vorletzten Tor in einem Spiel den Ausgleich für die Oilers. Viermal war der Stürmer im Saisonverlauf im Shootout im Einsatz. Bei einem seiner Sololäufe brachte er den Puck im Gehäuse unter.

2. David Pastrnak (Boston Bruins)
In Sachen Siegtore konnte David Pastrnak von den Boston Bruins keiner das Wasser reichen. 13-mal sorgte er in der regulären Saison mit einem seiner Treffer für einen uneinholbaren Vorsprung. Sechsmal handelte es sich zugleich um das allerletzte Tor einer Partie. Einen Game Winner schoss der Flügelstürmer innerhalb der verbleibenden drei Minuten der Begegnung. In der Overtime schlug er viermal zu und bescherte seiner Mannschaft dadurch den Zusatzpunkt.

Mit 407 Schüssen war Pastrnak ligaweit der schussfreudigste Spieler. Mit 113 Punkten (61 Tore, 52 Assists) avancierte er außerdem zum Topscorer der Bruins. In der NHL-Scorerwertung landete er auf dem dritten Platz. Besonders gefragt waren die Dienste des Rechtsschützen in Überzahl. 37 Zähler, davon 18 Tore, gelangen ihm bei numerischer Überlegenheit der Bruins. Im Shootout traf er einmal bei fünf Versuchen.

Auf ProSieben MAXX: Pastrnaks Hattrick, 60. Tor

3. Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)
Das Powerplay war in der regulären Saison die Domäne von Leon Draisaitl. Mit durchschnittlich 3:58 Minuten im Schnitt stand er von allen Oilers-Spielern in Überzahl am längsten auf dem Eis. Das zahlte sich aus. 32-mal netzte er bei numerischer Überlegenheit ein. Mit dieser Ausbeute sicherte er sich souverän den ersten Platz im NHL-Ranking. In den Stanley Cup Playoffs verbuchte der Kölner sechs Überzahltore, was in diesem Fall zumindest teamintern für die erste Stelle reichte.

Mit 128 Punkten (52 Tore, 76 Assists) rangierte Draisaitl in der Scorerwertung der Liga nach der regulären Saison an zweiter Position. Wie McDavid zeichnete er für elf Game Winner verantwortlich. In der Postseason brachte es der Mittelstürmer auf 18 Zähler (13 Tore, fünf Assists).

Draisaitl trifft in Spiel 2 doppelt

Gerade in jenen Phasen, in denen die Oilers einen Rückstand umbiegen mussten oder die Entscheidung herbeiführen wollten, wurde Draisaitl von Edmontons Trainer Jay Woodcroft oft zusammen mit McDavid aufs Spielfeld beordert. Einmal sorgte er im Spiel 3 gegen 3 in der Overtime für den doppelten Punktgewinn seiner Farben.

4. Matthew Tkachuk (Florida Panthers)
Immer, wenn die Florida Panthers in den Playoffs einen Energieschub benötigten, war Matthew Tkachuk zur Stelle. Mal markierte er ein wichtiges Tor, mal machte er einen genialen Spielzug oder setzte mit einem beherzten Check ein Zeichen. In vier Partien glückte ihm in der Postseason der Game Winner, davon dreimal in der Verlängerung. Seine vier Powerplaytore bedeuteten ebenso den ersten Platz wie seine neun Punkte in Überzahl. Mit 24 Punkten (elf Tore, 13 Assists) war er bester Punktesammler der Panthers in den Playoffs. Bereits in der regulären Saison hatte der Linksaußen in Floridas Scorerwertung mit 109 Zählern (40 Tore, 69 Assists) vorne gelegen.

5. Martin Necas (Carolina Hurricanes)
In der Verlängerung machte auch Martin Necas von den Carolina Hurricanes des Öfteren von sich reden. Viermal beendete er die Zusatzschicht in der regulären Saison zugunsten der Vertretung aus Raleigh. Ferner erzielte er viermal den Ausgleich in den letzten drei Spielminuten. Mannschaftsintern lag er mit 71 Punkten und 43 Assists am Ende der regulären Saison an der Spitze. Gleiches galt im Hinblick auf seine neun Tore und 26 Punkte im Powerplay.

OTT@CAR: Necas erzielt aus dem Slot das OT-Siegtor