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Die Saison startet torreich

Im Schnitt fallen 6,34 Tore pro Spiel - Toronto mit besonderem Unterhaltungsfaktor

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Jeden Mittwoch in der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Inside the numbers" nach verschiedenen Trends und Statistiken suchen, um Euch die Analyse des Spiels näherzubringen.

In dieser Ausgabe: Der Vergleich zwischen der Auftaktwoche in der laufenden und vergangenen Spielzeit.

Eine NHL-Saison ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf. Diese Erfahrung mussten die St. Louis Blues und Chicago Blackhawks in der Vorsaison machen: Beide Teams waren mit acht (4-0-0) bzw. sieben Punkten (3-0-1) flott aus den Startlöchern gekommen - am Ende der regulären Saison verpassten allerdings beide Klubs die Playoffs. Ein guter Start ist also längst nicht alles. Andere Zahlen zeigen wiederum, dass der Auftakt in die erste Woche auch ein guter Indikator für den weiteren Verlauf sein kann.

 

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Die neue Saison startet torreich

Beim Vergleich zwischen der ersten Woche 2017/18 sowie den ersten sieben Spieltagen 2018/19 fällt auf, dass in der aktuellen deutlich mehr Tore fallen: Waren es in der Vorsaison noch durchschnittlich 5,48 Treffer pro Partie (274 Tore in 50 Spielen), so sind es nun stolze 6,34 Treffer pro Partie (260 Tore in 41 Spielen). 

Auch der Unterhaltungsfaktor kam bislang nicht zu kurz: 2018/19 fielen in drei Begegnungen 13 Tore (Pittsburgh Penguins - Washington Capitals 7:6 n.V., Carolina Hurricanes - New York Rangers 8:5, Chicago Blackhawks - Toronto Maple Leafs 6:7 n.V.). Den größten Unterschied in Sachen Treffer gab es bei Washingtons 7:0 über die Boston Bruins zu bestaunen. Die bislang höchste erreichte Trefferanzahl in einem Spiel stellten die San Jose Sharks (8:2 bei den Philadelphia Flyers) und Carolina (8:5 gegen die Rangers) auf. 

Ein Jahr zuvor zählte die torreichste Partie (Toronto - Rangers 8:5) zwar ebenfalls 13 Treffer, doch wurde diese Marke nur einmal erreicht. Dafür setzten die Blackhawks das größte Ausrufezeichen mit einem 10:1-Erfolg über Pittsburgh, was sowohl die höchste erreichte Toranzahl, als auch den größten Scoring-Unterschied, in der Auftakt-Woche bedeutete. 

TORonto - der Name ist Programm!

Die unterhaltsamste Mannschaft ist in der laufenden Spielzeit definitiv Toronto: Unglaubliche 37 Tore fielen in vier Begegnungen mit Maple-Leafs-Beteiligung (9,25 Treffer/Partie). Kurioserweise waren die Kanadier auch schon im Vorjahr die Hauptattraktion: 2017/18 gab es 29 Tore in drei Spielen mit den Leafs auf dem Eis (9,67 Treffer/Partie). 

Video: TOR@CHI: Rielly trifft in OT für die Maple Leafs

Scorer und Torjäger werden jünger

So verwundert es nicht, dass TORonto mit 20 Treffern die beste Offensive in der NHL und die individuellen Statistiken anführt: Stürmer Auston Matthews und Verteidiger Morgan Rielly kommen jeweils auf zehn Scorerpunkte, es folgen Teamkollege Mitchell Marner und Tyler Seguin von den Dallas Stars mit jeweils acht. Auffällig ist der jugendliche Esprit: Die derzeitigen Top-4-Scorer haben einen Altersdurchschnitt von gerade einmal 23,0 Jahren. Bei den Torjägern marschieren mit Matthews (sieben), Leafs-Mitspieler John Tavares (sechs) und Chicagos Jonathan Toews (fünf) vorne weg. Auch dieses Trio ist im Schnitt gerade einmal 26,3 Jahre alt.

Im Vorjahr waren die Knipser noch deutlich älter: Die Scorer brachten es mit Washingtons Evgeny Kuznetsov (acht) und Alex Ovechkin sowie Chicagos Brandon Saad, Tampas Brayden Point und St. Louis Jaden Schwartz (alle sieben) auf im Schnitt 25,4 Jahre. Die Torjäger mit Ovechkin (sieben), Vegas' James Neal, New Yorks Mika Zibanejad und Saad (je fünf) auf durchschnittlich 27,5 Jahre.

Die Punktesammler werden also jünger und präsentieren sich gleich zu Beginn in Torlaune. Nach der Anfangseuphorie gilt es aber, den Scoring-Touch beizubehalten. Das zeigten etwa Ovechkin und Kuznetsov eindrucksvoll: Das Duo stemmte am Saisonende den Stanley Cup in die Höhe.

Video: WSH@PIT: Ovechkin fälscht Djoos' Pass an Murray ab

Verteidiger mischen weiter in der Offensive mit

Kaum verändert hat sich die Beteiligung der Verteidiger an der Torproduktion. 2017/18 hatten in den ersten acht Tagen der regulären Saison 34 Abwehrspieler getroffen und deren 103 gepunktet. 41 Tore sowie 169 Scorerpunkte wurden erzielt. 2018/19 konnten 30 Verteidiger treffen und 91 einen Punkt verbuchen. Die Ausbeute liegt bei 35 Treffern und 170 Punkten.

Die Zahlen zeigen eine ähnliche Ausbeute, wenngleich in der laufenden Saison weniger Abwehrspieler an mehr Toren beteiligt waren. Das zeigt, dass in einem schneller werdenden Spiel die Defensive in Sachen Spielaufbau, klugen Pässen und gefährlichen Schüssen von der blauen Linie wichtiger werden und sie ein Schlüssel für eine produktive Offensive sind. 

 

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Langer Atem benötigt

Bleibt also noch die Frage offen, inwiefern ein guter Start für eine erfolgreiche Saison wichtig ist? Im Moment haben Carolina (3-0-1, sieben Punkte), Toronto (3-1-0, sechs) und die schadlosen Anaheim Ducks (3-0-0, sechs) die Nase vorne. Die Spielzeit 2017/18 hat allerdings gezeigt, dass die beiden besten Starter die Stanley Cup Playoffs am Ende sogar verpassten. Zum Vergleich: Die Nashville Predators, am Ende mit der Presidents' Trohpy für das beste Team der Hauptrunde ausgezeichnet, hatten nach der ersten Woche zwei Zähler auf dem Punktekonto (1-2-0). Eine NHL-Saison ist eben wirklich kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.

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