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Der Trainerwechsel als Weg aus dem Formtief

Die Flyers sind bereits das fünfte Team, das in dieser Saison den Trainer wechselt und damit die Krise beenden will

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Am Dienstag durfte bei den Philadelphia Flyers endlich wieder ein Sieg gefeiert werden. Vor dem 3:2-Heimerfolg gegen die Detroit Red Wings setzte es vier Niederlagen in Folge, auch davor waren die Flyers nicht mit Erfolg gesegnet. Nach 32 Spielen stehen 30 Punkte auf dem Konto der Flyers (13-15-4), damit liegen sie auf dem vorletzten Platz der Eastern Conference. Vor ihrem Sieg gegen die Red Wings feuerten sie Trainer Dave Hakstol und die Maßnahme scheint umgehend Erfolg gezeigt zu haben. Doch was steckt hinter einer solchen Maßnahme, welche Ziele werden verfolgt und wie sinnvoll ist der Trainerwechsel mitten in der Saison?

 

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Im Fußball ist der Austausch des Trainers ein beliebtes Mittel und meist die erste Reaktion auf eine Krise der Mannschaft. Im Eishockey wechseln die Trainer deutlich seltener, in der vergangenen Saison gab es in der NHL keinen einzigen Wechsel während der regulären Saison. In der aktuellen Spielzeit ist Hakstol bereits der fünfte Trainer, der seinen Posten räumen muss.

Ein solcher Personaltausch kann ein erster Schritt zu einem langfristig angelegten Neuaufbau sein. Mit dem Trainer kommt ein neues System, unter Umständen neue Spieler und mit etwas Glück, läuft die folgende Saison besser. Das muss jedoch nicht der Zweck des Trainerwechsels sein.

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Die Flyers liegen nur acht Punkte hinter den New York Islanders, die den dritten Platz in der Metropolitan Division belegen. Der Wechsel kann durchaus als Weckruf an die Mannschaft verstanden werden, um die bisher misslungene Saison in den restlichen 50 Spielen noch zu retten, ein realistisches Ziel.

"Das ist eine große Erleichterung für alle", erklärte Scott Gordon nach seinem Erfolg zum Einstand als Trainer der Flyers. "Die Ausbeute des Teams in letzter Zeit wäre für jeden frustrierend. Man will natürlich immer mit einem Erfolg starten... Nach allem, was das Team durchgemacht hat, haben die Spieler eine großartige Energie gezeigt. Das war ein Traumstart."

Die Edmonton Oilers haben bereits vorgemacht, wie ein solcher Neustart im Idealfall läuft. Seit sie am 20. November Todd McLellan durch Ken Hitchcock ersetzten, holen sie Siege in Serie und erkämpften sich die zweite Wild Card der Western Conference. Wie Gordon gewann auch Hithcock sein Debüt bei den Oilers, ein 4:3 nach Verlängerung gegen die San Jose Sharks.

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"Er verlangt von uns einfach, dass wir kämpfen und hart arbeiten", so Oilers Kapitän Connor McDavid nach dem Sieg über Hitchcock, der für seinen neuen Posten aus dem Ruhestand zurückkehrte. "Das haben seine Teams immer gemacht. Sie geben in jedem Spiel alles und damit haben wir heute eine gute Leistung gebracht."

Der Wechsel kann also als Signal an die Mannschaft eine große Wirkung haben, ein neues System, eine neue Philosophie, können ebenso eine Leistungssteigerung bewirken. Das muss allerdings nicht der Fall sein, wie die Chicago Blackhawks erleben mussten. Am 6. November folgte Jeremy Colliton auf Joel Quenneville, doch der Effekt, den die Oilers erlebten, blieb aus. Stattdessen stehen die Blackhawks mit 28 Punkten auf dem vorletzten Platz der Western Conference und dem letzten Platz der Central Division.

 

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Die Blackhawks mögen vielleicht langfristig von dem Wechsel profitieren, kurzfristig zeigte die Maßnahme jedoch keinen positiven Effekt, ähnlich erging es den Los Angeles Kings, dem einzigen Team in der Western Conference, das noch hinter den Blackhawks liegt. Sie feuerten John Stevens und und verpflichteten am 4. November Willie Desjardins.

Für die Fans der Flyers ist der Wechsel jedoch ein Grund zur Hoffnung. Gordon folgte mit dem ersten Sieg bereits Hitchcocks Beispiel. Eine Erfolgsserie wie bei den Oilers ist keinesfalls garantiert, jedoch durchaus möglich. Der Wechsel ist ein Zeichen, das die Saison noch nicht aufgegeben und der Wille die Playoffs zu erreichen groß ist.

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