Weil in einer Eishockeypartie immer alles möglich ist
Mit zwei Toren hinten liegen und es sind noch 60 Sekunden auf der Uhr oder gar ein 3-Tore-Rückstand und es sind nur noch wenige Minuten zu absolvieren - im Eishockey ist das doch kein Problem. Bis zum Schluss Stärke zeigen, bloß nicht nachlassen und an den Sieg glauben, wenn er auch schon in weite Ferne gerückt scheint. Es ist noch keine 24 Stunden her, als es den Nashville Predators gelang innerhalb der letzten knapp elf Spielminuten die Partie, in der sie bereits mit 0:3 hinten lagen, gegen die St. Louis Blues noch zu drehen. Dabei hätten es die Blues doch wissen müssen. Sie waren an einem der größten Comebacks der NHL-Geschichte beteiligt: Am 29.11.2000 ahnten die Toronto Maple Leafs nicht was ihnen geschehen sollte, als die Blues innerhalb von 15:27 Minuten im Schlussabschnitt aus einem 0:5 noch einen 6:5-Sieg zauberten.
Weil es in der NHL jeden Tag Überraschungen gibt
Es gibt Favoriten und es gibt Außenseiter, es gibt Tabellenerste deren Vorsprung auf den Letzten mehr als 35 Punkte beträgt, doch all das ist noch lange keine Garantie, dass der Sieger schon vor dem ersten Bully feststeht. In der NHL liegt das Leistungsvermögen zwischen den Teams so dicht beisammen, dass jeder jeden schlagen kann. Fast an jedem Spieltag kommt es zu Überraschungen. Oder hätten sie gedacht, dass die Arizona Coyotes zwei Punkte aus San Jose mitnehmen oder die Buffalo Sabres den Tampa Bay Lightning die Grenzen aufzeigen, wie erst am Dienstag geschehen?
Weil die NHL Spieler aller Länder vereinigt
In den Kadern der NHL-Teams stehen Spieler aus 18 verschiedenen Nationen. Neben Spielern aus den sechs großen Eishockeyländern Kanada, Russland, Schweden, Finnland, Tschechien und den USA, sind auch welche aus Australien, Großbritannien, Slowenien und den Niederlanden vertreten. Auch drei Österreicher, sieben Deutsche und 14 Schweizer haben ihre neue sportliche Heimat in der NHL gefunden.
Weil es manchmal etwas länger dauert
"Ich geh mal kurz zum Eishockey und bin bald wieder da!" Diesen Satz sollte sich jeder verkneifen, der sich aufmacht eine Playoff-Partie zu besuchen, denn es ist nie gewiss, wann sie tatsächlich vorbei ist. Das ein oder andere Mal kann da auch schon der neue Tag begonnen haben. Den Rekord hält das Halbfinale am 24. März 1936 zwischen den Detroit Red Wings und den Montreal Canadiens mit 116:30 Minuten effektiver Spielzeit in der Overtime. Doch auch in der jüngeren NHL-Geschichte kam es immer wieder zu Marathon-Begegnungen. Unter den zehn längsten NHL-Partien fanden vier seit der Jahrtausendwende statt. Das jüngste am 4. Mai 2008 im Conference Halbfinale zwischen den Dallas Stars und den San Jose Sharks, das Brenden Morrow nach 69:03 Minuten in der Verlängerung mit dem Treffer zum 2:1 für die Texaner entschied.