Die Konkurrenz im Osten ist groß und hat ebenso ambitionierte Ziele wie die Maple Leafs. In der Metropolitan Division vertraut der frisch gekürte Stanley Cup Champion, die Washington Capitals, fast durchgehend auf das Stammpersonal, das ihm den Vorjahreserfolg beschert hatte. Mit Todd Reirden für Barry Trotz steht jedoch ein neuer Trainer hinter der Bande der Capitals. Zu rechnen ist auch mit den von Sidney Crosby angeführten Pittsburgh Penguins. Der Champion von 2016 und 2017 hat letzte Saison die Erfahrung machen müssen, dass Erfolge keine Selbstläufer sind und wird die kommenden Aufgaben wieder hungriger angehen.
Hinter diesen beiden Teams geht es in der Metropolitan richtig knapp zu und es darf davon ausgegangen werden, dass es zu der ein oder anderen Überraschung kommen wird. Die Columbus Blue Jackets sind ebenso ein heißer Anwärter auf einen der ersten drei Plätze wie die Philadelphia Flyers.
Werden die New Jersey Devils ihre Leistung vom Vorjahr bestätigen können? Das Team der Schweizer Nico Hischier und Mirco Mueller profitierte vergangene Saison von der überragenden Performance eines Taylor Hall, der nicht ohne Grund als wertvollster Spieler mit der Hart Memorial Trophy ausgezeichnet wurde. Vielleicht reicht es für die Devils erneut zu einer Wildcard, doch welches Team möchte sich nicht eine solche ergattern.
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In der Atlantic Division erheben die Tampa Bay Lightning Anspruch auf den ersten Tabellenplatz. Nicht Unbegründet! Auf allen Positionen sind die Lightning hochkarätig besetzt, angefangen von Schlussmann Andrei Vasilevskiy über Verteidiger Victor Hedman hinzu 100-Punkte-Scorer Nikita Kucherov, um nur drei zu nennen. Auch der Mix aus erfahrenen Spielern wie eines Steven Stamkos und aufstrebenden Talenten, zu denen der 22-jährige Brayden Point zählt, ist nahezu perfekt.
Toronto und Tampa Bay schielen auf den Platz an der Sonne. Die ersten Anwärter auf den dritten Rang oder eine Wildcard sind die Florida Panthers und die Boston Bruins, doch auch ein Team vom Tabellenkeller könnte für eine Überraschung sorgen. Die Devils haben es im letzten Jahr vorgemacht, dass ein Riesensprung möglich ist. Sind nun die sich seit Jahren im Umbau befindlichen Buffalo Sabres zu einem solchen bereit? Zum Kader der Sabres gehören sechs Spieler, die zwischen 2013 und 2018 in der ersten Runde eines NHL Drafts unter den ersten acht gezogen wurden, darunter auch Verteidiger Rasmus Dahlin, ihr Nummer 1 Pick von 2018.
Neues gibt es auch im Westen. Die San Jose Sharks möchten es wissen, haben in einem Monster-Trade mit Verteidiger Erik Karlsson einen zweifachen Norris Trophy Gewinner an Land gezogen und sich damit in eine Favoritenrolle, nicht nur für den Titel in der Pacific Division, sondern auch für den ersten Platz in der Western Conference gebracht.