Josi hielt sich gerade zu Hause in der Schweiz auf, als er die Nachricht von dem Trade bekam. Er sagte, dass nichts darauf hingedeutet hatte. "Es war lustig", meinte Josi am Dienstag im Honda Center, als er den Tag noch einmal Revue passieren ließ. "Ich habe mein Telefon angesteckt, aufgeladen und mir eine halbe Stunde später geschnappt. Da hatte ich auf einmal zahlreiche Nachrichten auf dem Display. Daher wusste ich, dass etwas passiert sein musste."
Die beiden Freunde haben im Anschluss kurz miteinander gesprochen. Josi musste alles erst einmal verdauen und darüber nachdenken, was das für Weber, die Predators und ihn selbst bedeutet.
Webers Einfluss auf Josis Entwicklung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. "Er hatte die Möglichkeit, viele Jahre mit Shea zu spielen. Sie waren meiner Meinung nach das beste Verteidiger-Paar der Liga", sagte Torhüter Pekka Rinne. "Nachdem Shea gegangen ist, machten sich viele Leute ihre Gedanken, was jetzt wohl mit Roman passieren würde. Er zeigte aber, dass er mit jedem spielen kann und nach wie vor ein wichtiger und erfolgreicher Mann bei uns ist."
Nashville hatte Josi beim NHL Draft 2008 in der zweiten Runde ausgewählt. Als er zwei Jahre später nach Nordamerika kam, spielte er 2010/11 zunächst eine volle Saison in Milwaukee in der American Hockey League, bevor er 2011/12 zu den Predators stieß und 52 Begegnungen absolvierte.
In seiner nun sechsten NHL-Saison ist es immer noch eines der am besten gehüteten NHL-Geheimnisse, wie der 26-jährige Josi seine immens langen Eiszeiten ohne nennenswerten Leistungsabfall durchsteht. In den letzten drei Spielzeiten betrug seine Einsatzzeit durchschnittlich 25 Minuten pro Partie. In den 14 Playoff-Matches in der vergangenen Saison waren es sogar 27:57 Minuten am Abend. Bei diesen 14 Einsätzen kam er auf neun Punkte (ein Tor, acht Assists).