Peterka Pastrnak 09232026

Die deutsche Fraktion der Boston Bruins wird immer größer. Nach Trainer Marco Sturm und Angreifer Lukas Reichel stieß diesen Sommer mit JJ Peterka ein weiterer deutscher Stürmer zu den Bruins. Am Dienstag bestritt der Neuzugang zu Hause im TD Garden sein erstes Vorbereitungsspiel für den neuen Arbeitgeber.

„Es war super, großartige Atmosphäre, auch wenn es nur ein Vorbereitungsspiel war“, freute sich der Münchner. „Es hat einfach rundum Spaß gemacht. Gute Stimmung und ein guter Sieg.“

Auch wenn es beim 5:1-Sieg gegen die Philadelphia Flyers noch keine Punkte für Peterka gab, bewertete der 24-jährige Außenstürmer die Partie durchaus positiv.

„Ich denke, wir haben insgesamt gut gespielt“, lautete Peterkas Fazit. „In einigen Situationen kannten wir die Laufwege des anderen noch nicht genau, aber das wird noch.“

Dass am Anfang noch nicht alles glatt läuft, ist nicht verwunderlich. An neue Mitspieler und ein neues System muss sich ein Spieler erst gewöhnen. Das kennt Peterka schon aus der vergangenen Saison. Im Sommer 2025 wechselte er in einem Transfer von den Buffalo Sabres zu den Utah Mammoth. Was folgte, war nicht seine beste Saison: In 82 Spielen erzielte er 47 Punkte (25 Tore, 22 Assists). Was in ihm steckt, zeigen seine 68 Zähler (27 Tore, 41 Assists) in 77 Spielen in der Saison 2024/25 bei den Buffalo Sabres.

Die Top-5-Tore von JJ Peterka in der Saison 2025/26

In Boston hat Peterka jetzt die Chance zu zeigen, dass er mehr kann. Sturm hält große Stücke auf ihn und erwartet dementsprechend viel. Unter anderem soll Peterka das Powerplay der Bruins noch besser machen. Vergangene Saison lag Boston mit einer Erfolgsquote von 23,4 Prozent bereits auf dem neunten Platz.

„Die Hoffnung ist, dass JJ das Powerplay verbessert“, erklärte Sturm. „Das ist einer der Gründe dafür, dass wir ihn geholt haben. Es geht nicht nur um seine Schnelligkeit und starke Technik. Wir haben auch aus Utah gehört, dass er super im Powerplay ist, besonders außen. Er kann wirklich schießen.“

In seinem ersten Spiel für die Bruins begann Peterka in der zweiten Reihe an der Seite von Pavel Zacha und Casey Mittelstadt. Nach zwei Dritteln stand es 1:1, das einzige Tor der Bruins hatte Michael Eyssimont erzielt, der um einen Platz im Kader kämpft. Daher entschied sich Sturm zu einer Umstellung der Reihen.

„Ein typisches erstes Vorbereitungsspiel für erfahrenere Spieler“, teilte Sturm seine Einschätzung der Partie. „Sie brauchen einfach wieder ein bisschen Praxis. Im dritten Drittel ist es etwas besser geworden. Da wollte ich etwas Neues ausprobieren, weil wir nur noch ein Testspiel mit diesen Spielern haben. Deshalb habe ich die Positionen von JJ und Morgan Geekie getauscht. Beide Reihen hatten gute Chancen, vielleicht ist das eine Option für die Zukunft.“

Durch diese Veränderung durfte Peterka in einer Reihe mit David Pastrnak und Elias Lindholm spielen. Pastrnak ist der Superstar der Bruins. Vergangene Saison führte er das Team mit 100 Punkten (29 Tore, 71 Assists) in die Stanley Cup Playoffs. In den vergangenen vier Jahren knackte er immer die Marke von 100 Punkten. Mit seinen 429 Zählern (180 Tore, 249 Assists) ist er in diesem Zeitraum der fünftbeste Scorer und gemeinsam mit dem Kölner Leon Draisaitl der beste Torjäger der Liga.

Bruins 09232026

„Das war super“, sagte Peterka über das Zusammenspiel mit Pastrnak. „Wir haben auf dem Eis immer die Pässe zueinander gesucht. Wenn man mit so einem talentierten Spieler spielt, macht es einfach Spaß, man versucht nur sich freizulaufen. Das war auch echt gut. Wir reden viel auf der Bank miteinander. Auf dem Eis muss man dann ein bisschen nach einander Ausschau halten und ein Gespür füreinander entwickeln. Wir haben nicht wirklich viel miteinander trainiert, trotzdem hat es in diesem einen Drittel schon ganz gut geklappt.“

Die Kombination von Peterka und Pastrnak könnte für die Bruins eine mächtige Waffe sein. Peterkas läuferische und spielerische Qualitäten, gepaart mit Pastrnaks Torinstinkt und Spielintelligenz, dürften jeden Gegner vor eine harte Probe stellen. Der tschechische Topscorer hatte über seinen neuen Teamkollegen nach der Partie einige lobende Worte.

„Das hat echt Spaß gemacht“, sagte der Superstar über den Einsatz mit Peterka. „Man konnte die Energie spüren, als er in unsere Reihe kam. Wir hatten gute Szenen, auch wenn es nur ein Drittel war. Er scheint mir ein sehr intelligenter Spieler zu sein, er ist läuferisch unglaublich stark und spielt gut im Forecheck.“

Preseason Statistiken

Wenn Peterka und Pastrnak sich vor dem Tor gegenseitig bedienen können und zusammen, wie von Sturm erhofft, das Powerplay noch auf ein neues Niveau heben, sind für das Team die Playoffs und für Peterka persönliche Rekorde durchaus realistisch.

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