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Das mit Spannung erwartete Duell der Nashville Predators gegen die New Jersey Devils, bei dem am Donnerstagabend gleich vier Schweizer NHL-Akteure auf dem Eis standen, ging nach intensiven 60 Minuten mit 6:4 an die Mannschaft von Roman Josi und Nino Niederreiter.

In der Bridgestone Arena zogen die Devils mit Nico Hischier und Jonas Siegenthaler am Ende den Kürzeren und mussten auswärts einmal wieder eine Niederlage einstecken. Es war nach acht Begegnungen, in denen seit dem 5. Januar zumindest einfach gepunktet werden konnte (7-0-1), das erste Spiel ohne einen Zähler für die New Jersey. "Wir haben es nicht verdient, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Kapitän Hischier. "Wenn wir ihnen so viele Überzahlsituationen und so viele Ausbrüche gewähren, machen wir etwas falsch. So einfach ist das."

NJD@NSH: Forsberg haut die Scheibe rein

"Wir waren schlecht", fügte Verteidiger Ryan Graves hinzu. "Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber wir haben einfach schlampig gespielt, und das darf nicht passieren."
Während die Predators nach zuletzt fünf Siegen aus sechs Begegnungen (5-1-0) mit 54 Zählern (24-18-6) ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme an den kommenden Stanley Cup Playoffs kurz vor der Pause rund um das NHL All-Star Game weiter vergrößern konnten, unterlag New Jersey erst zum dritten Mal in dieser Spielzeit in der Fremde nach 60 Minuten (18-3-2).
Nashville liegt im Kampf um einen Wildcard-Platz in der Western Conference nach zuletzt drei Siegen in Serie nur noch einen Punkt hinter den Colorado Avalanche (auf dem zweiten Wildcard-Platz) und den Calgary Flames (jeweils 55 Punkte). Die Devils ihrerseits rangieren in der Metropolitan Division trotz des Rückschlags gegen die Predators hinter den Carolina Hurricanes (68 Zähler) mit 66 Punkten auf Rang zwei.
Kapitän Josi gelang für die Predators an diesem Abend eine Torvorlage, wodurch er seine Punkteausbeute aus den vergangenen sechs Einsätzen auf sieben Punkte steigerte. Kein anderer Spieler im Kader des Teams hat in diesem Zeitraum mehr Zähler vorzuweisen. Landsmann Niederreiter blieb in 15:57 Minuten Eiszeit ohne Punkt.
Im Team der Gäste konnte Hischier 18:01 Minuten Eiszeit verbuchen, davon 1:57 Minuten in Überzahl. Ein Punkt gelang ihm an diesem Abend in Nashville nicht. Abwehrspezialist Siegenthaler kam auf 21:52 Minuten Einsatzzeit, konnte die Niederlage in der Fremde an diesem Tag aber auch nicht verhindern.

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Matt Duchene glänzte mit einem Tor und einem Assist für die Predators. Filip Forsberg erzielte einen Treffer. Juuso Parssinen und Colton Sissons verbuchten jeweils zwei Assists. Insgesamt gelang elf Spielern aus dem Kader Nashvilles an diesem Tag ein Eintrag auf dem Scoresheet. Torhüter Juuse Saros gelangen 36 Paraden.
"Ich denke, wir haben ziemlich solide gespielt", befand Forsberg. "Nur zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sind wir ein bisschen aus dem Rhythmus gekommen, aber sonst war alles sehr solide. Ich fand das dritte Drittel großartig. Ich denke, wir haben bis zum Schluss gekämpft und haben uns den Sieg verdient. Sie sind offensichtlich ein gutes Team. Das war ein wichtiger Sieg für uns."

Auf der anderen Seite war Jack Hughes mit einem Tor und einen Assist der auffälligste Akteur. Dougie Hamilton steuerte drei Assists für die Devils bei. Goalie Mackenzie Blackwood zeigte 35 Saves.
Die Vorentscheidung gelang Duchene, der Nashville in der 49. Minute mit 4:3 in Führung brachte, als er seinen eigenen Abpraller im Tor versenken konnte. Forsberg baute die Führung knapp vier Minuten vor der Schlusssirene auf 5:3 aus, als er nach einem Steilpass von Duchene erfolgreich war.
"Ich glaube, wir hatten dieses Jahr schon viele Spiele, in denen wir die richtige Leistung und Einstellung gezeigt haben, aber es hat einfach nicht geklappt", erklärte Duchene. "Natürlich sind uns die Tore in diesem Jahr nicht so leicht gefallen wie im letzten Jahr. Aber das heißt nicht, dass ich mich nicht jederzeit ändern kann. Also haben wir versucht, den Kopf oben zu behalten. Und glücklicherweise läuft es in letzter Zeit für uns als Team zum richtigen Zeitpunkt", ergänzte er.
Zwar verkürzte Dawson Mercer kurz darauf noch einmal auf 4:5 (58.), als er vom linken Bullykreis aus traf, während Saros nicht in Position war, doch Tanner Jeannot (60., en) stellte mit einem Treffer ins leere Tor acht Sekunden vor Spielende den Endstand her.
Der Abend hatte für New Jersey erfolgsversprechend begonnen. Jesper Bratt brachte die Gäste nach 10:19 Minuten des ersten Drittels mit 1:0 in Führung, nachdem er einen langen Pass von Hamilton erhalten hatte. Cody Glass glich kurz darauf zum 1:1 aus (13.), als er einen herrenlosen Puck nach einem Schuss von Tommy Novak in einem Powerplay einnetzte. Yegor Sharangovich erzielte nach 15:57 Minuten das 2:1, als er einen Rückhandpass von Hughes verwertete, doch Cole Smith glich 23 Sekunden später erneut aus, indem er einen Schuss zum 2:2 (17) erfolgreich in die Maschen des Tores abfälschte.

Hughes erzielte nach 4:06 Minuten des zweiten Drittels das 3:2 für New Jersey, als er einen Abpraller vor dem Tor zu seinem 31. Saisontreffer nutzen konnte. Mikael Granlund glich in der 32. Minute zum 3:3 aus. Ryan Johansen hatte zuvor einen für Hischier bestimmten Pass von Ryan Graves gekonnt abgefangen. Danach kippte das Spiel in Richtung der Gastgeber.
Nashvilles Trainer John Hynes zeigte sich mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden: "Die Fähigkeit auf das Geschehen auf dem Eis entsprechend zu reagieren, ist offensichtlich wichtig. Das war heute Abend ein Faktor. Diesmal hatte ich das Gefühl, dass wir im Grunde die meiste Zeit des Spiels die Kontrolle über die Begegnung hatten. Ich spreche den Führungsspielern der Mannschaft ein großes Lob aus. Ich denke, unser Offensivspiel hat sich verbessert. Wenn wir weiterhin so spielen und die richtigen Dinge tun, werden wir auch weiterhin Erfolge feiern können."