Germany celebrates

Mitte Juni kündigte NHL Commissioner Gary Bettman an, dass der World Cup of Hockey, die von der NHL organisierte Weltmeisterschaft, im Februar 2024 zurückkehren wird. Zuletzt wurde das Turnier im Jahr 2016 in Toronto ausgetragen. Auch wenn es noch rein spekulativ ist, wie und mit welchen Mannschaften das Turnier ausgetragen wird, gibt NHL.com/de einen kleinen Vorgeschmack und zeigt auf wie ein mögliches Team Deutschland und ein Team Schweiz aussehen könnte. Der Austragungsmodus und die -orte sowie die teilnehmenden Mannschaften werden noch festgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

In dieser Ausgabe: Die potenziellen Torhüter und Verteidiger eines Team Deutschland
Torhüter:
Philipp Grubauer (Seattle Kraken)

NJD@SEA: Grubauer rettet mit dem Schoner gegen Zacha

Der 30-jährige Rosenheimer von den Seattle Kraken sollte im Tor von Deutschland gesetzt sein. Mit dann 32 Jahren befindet er sich im besten Eishockeyalter und brilliert nicht nur durch seine Ruhe und gelassene Ausstrahlung, sondern auch durch Schnelligkeit bei seinen Reaktionen und hohe Beweglichkeit. Die erste NHL-Saison der Kraken verlief für Grubauer zwar nicht so erfolgreich (3,16 Gegentorschnitt, 88,9 Prozent Fangquote), doch es ist davon auszugehen, dass er sich in den kommenden Spielzeiten wieder steigern wird, wenn sich die Qualität von Seattle in allen Mannschaftsteilen verbessert.
Mathias Niederberger (EHC Red Bull München)
Der deutsche Meister 2022 mit den Eisbären Berlin wechselt zur neuen Saison zum Konkurrenten nach München. Der 29-Jährige gehört seit Jahren zur Elite der deutschen Torhüter und dürfte auch für das Turnier in 2024 gesetzt sein. In der Hauptrunde 2021/22 glänzte Niederberger für die Eisbären mit einem GAA von 1,97 und eine Fangquote von 93,1 Prozent. Diese Zahlen steigerte er in den Playoffs noch einmal auf 1,84 und 93,6 Prozent.
Felix Brückmann (Adler Mannheim)
Auch Brückmann gehört seit Jahren zum Stamm der Nationalmannschaft. Der 31-Jährige konnte zwar in der vergangenen Saison (2,2; 90,0 %) nicht an seine starken Werte aus dem Vorjahr (1,53; 93,6 %) anknüpfen, doch aufgrund seiner Erfahrung nicht nur in der DEL, sondern auch bei internationalen Turnieren, wäre er die ideale Wahl zur Abrundung des Trios.
Verteidiger:
Moritz Seider (Detroit Red Wings):

DET@NJD: Seider trifft am Innenpfosten

Wenn es um die Verteidigerpositionen in einem deutschen Nationalteam geht, dann wird man in den kommenden Jahren nicht um Seider herumkommen. Der 21-jährige Gewinner der Calder Trophy für den besten Neuling der NHL in der Saison 2021/22 ist schon jetzt das neue Gesicht und Aushängeschild auf dieser Position und wird es bleiben. Insofern führt kaum ein Weg an ihm vorbei.
Leon Gawanke (Winnipeg Jets):
Der 23-jährige Berliner gehört seit seinem Draft im Jahr 2017 (5. Runde, Nr. 136) zur Organisation der Winnipeg Jets und war dort in den vergangenen drei Jahren im Farmteam der Manitoba Moose tätig. Dort überzeugte er zuletzt mit starken 36 Punkten (zehn Tore, 26 Assists) in 65 Spielen der regulären Saison und weiteren vier Punkten (ein Tor, drei Assists) in fünf Spielen der Calder Cup Playoffs. Der Restricted Free Agent verhandelt gerade ein neues Arbeitspapier, doch sein NHL-Debüt sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen.
Kai Wissmann (Boston Bruins):

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Der 25-jährige Schwenninger überzeugte in der abgelaufenen Saison nicht nur bei den Eisbären (vier Tore, 16 Assists in 55 Spielen), sondern auch bei der Weltmeisterschaft für Deutschland, so dass ihn die Boston Bruins für ein Jahr unter Vertrag nahmen. Unabhängig davon, ob er sich in der NHL durchsetzen kann, dürfte Wissmann zumindest kurz- und mittelfristig zum Stamm der deutschen Verteidigung gehören.
Luca Münzenberger (Edmonton Oilers):
Das 19-jährige Nachwuchstalent wurde beim NHL Draft 2021 in der 3. Runde an insgesamt 90. Position von den Edmonton Oilers gedraftet. Seit der abgelaufenen Saison ist Münzenberger für die University of Vermont in der NCAA tätig und hofft bald auf einen Einstiegsvertrag bei den Oilers. Wenn er sich weiterentwickelt und das Durchhaltevermögen hat, dann sollte es für ihn 2024 einen Platz in der Defensive geben.
Jonas Müller (Eisbären Berlin):
Seit Jahren gehört der Berliner zum Stamm der deutschen Verteidigung bei den internationalen Turnieren, obwohl er erst 26 Jahre ist. Insofern dürfte die Nummer 18 der Eisbären weiterhin erste Wahl sein, wenn der Bundestrainer ruft, zumal er sich im besten Alter befindet und auch international bereits über große Erfahrung verfügt. Seine Plus-Minus-Werte gehören meist zu den besten, wie in der DEL-Saison 2021/22 (+24).
Korbinian Holzer (Adler Mannheim):
206 NHL-Spiele für die Toronto Maple Leafs, Anaheim Ducks und Nashville Predators stehen für Holzer zu Buche, der seit 2021 in Mannheim spielt. In der Nationalmannschaft trägt der 34-Jährige regelmäßig das "A", was seine Stellung für das Team unterstreicht. Auch mit 36 Jahren sollte Holzer bei einem World Cup of Hockey 2024 gesetzt sein, um sich mit seiner Erfahrung in dem sicher hochkarätig besetzten Turnier entsprechend einzubringen.
Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg):
Der zuverlässige Verteidiger gehört ebenfalls seit Jahren zum Stamm der deutschen Nationalmannschaft und verfügt über eine große Erfahrung bei internationalen Turnieren. Der in Wolfsburg tätige Bayer ist eine solide Kraft, wenn es darum geht, gegnerische
Stürmer zu stoppen. Insofern dürften seine Dienste besonders beim World Cup of Hockey gefragt sein.