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Zach Hyman fand nach dem Spiel am Freitag deutliche Worte. "Das ist inakzeptabel", sagte der Stürmer der Edmonton Oilers nach der 2:5-Niederlage gegen die Vancouver Canucks. "Wir hatten einen wirklich guten Start und lagen mit 2:0 vorne und waren die frischere Mannschaft. Aber dann haben sie fünf Tore erzielt und wir hatten keine Antwort darauf. Natürlich kann man so nicht gewinnen."

Tatsächlich schien es zunächst noch so, als hätten die Oilers das kanadische Duell im Griff. Derek Ryan brachte die Oilers in der 10. Minute in Führung, ehe Connor McDavid nach einer Vorarbeit von dem Deutschen Leon Draisaitl den Vorsprung auf 2:0 ausbaute. McDavid ist somit der erste Spieler in der laufenden Saison, der die Marke von 30 Toren erreichte.

VAN@EDM: McDavid baut die Oilers' Führung im 1. aus

Mit diesem Zwischenstand ging es in die erste Drittelpause. Danach allerdings drehten die Canucks richtig auf. J.T. Miller traf erst in der 31. Minute und legte dann mit einem Überzahl-Treffer zum 2:2 in der 39. Minute nach. Im dritten Abschnitt sorgten Bo Horvat (53.), Ilja Michejew (58.) und erneut Horvat (60.) für den Endstand von 5:2.
"Ich bin wirklich stolz auf die Jungs und darauf, wie sie sich gesteigert haben", sagte Horvat, der in dieser Saison 24 Tore erzielt hat. "Es war kein einfaches Back-to-Back (Vancouver gewann am Donnerstag mit 6:5 nach Penaltyschießen gegen die Seattle Kraken, Anm.d.Red.) für uns mit der Umstellung und den Reisen und all das, was dazugehört. Wir hatten natürlich nicht den besten Start. Aber wir sind stark ins Ziel gekommen und Collin Delia hat heute Abend wirklich stark für uns gespielt."
Der Goalie war mit seinen 31 Saves einer der Hauptgründe dafür, dass die Canucks nach dem ersten Drittel keinen weiteren Gegentreffer mehr zuließen. Die Canucks haben nun eine Saisonbilanz von 15-15-3. "Es war ein interessantes Jahr für uns, um es gelinde auszudrücken", sagt Miller. "Wir sind eine Mannschaft, die niemals aufgibt, was eine wirklich positive Sache ist. Auch wenn wir Spiele haben, in denen wir Pannen und Enttäuschungen erlebten."

VAN@EDM: Horvat schießt sein 23. Saisontor im 3.

Die Oilers wiederum gehen mit einem negativen Gefühl in die Weihnachtspause. Vier der letzten fünf Spiele haben sie verloren, zwei davon allerdings erst in der Verlängerung bzw. im Penaltyschießen. Die Hoffnung, dass den Oilers der 6:3-Triumph gegen die Dallas Stars am Mittwoch nachhaltig Auftrieb geben könnte, hat sich nicht erfüllt.
"Wir werden morgen darüber sprechen müssen", kündigte Hyman an. "Wir haben vorher besprochen, auf welche Art und Weise wir spielen wollen. Aber dann ist es völlig anders, wenn du rausgehst und das umsetzen musst. Man kann die richtigen Dinge sagen und sich viel vornehmen, aber am Ende muss man auf dem Eis bestehen. Wir waren eindeutig nicht gut genug. Wir hatten einen guten Start, aber dann haben wir ein bisschen nachgelassen."

VAN 5, EDM 2

Edmonton hat mit einer Heimbilanz von 9-9-1 mehr Spiele vor heimischem Publikum verloren als gewonnen. "Ob wir eine bessere Heimbilanz haben möchten? Ja, das wollen wir", sagt der Trainer Jay Woodcroft. "Wir wollen die Menschen in Edmonton stolz machen und mit Leidenschaft vor ihnen spielen. Heute Abend fand ich eigentlich, dass wir hart gespielt haben. Wir haben die Führung übernommen, konnten sie aber nicht halten. Das zu Hause nicht hinzubekommen, ist sicherlich für alle frustrierend. Wir wollen die Bilanz verbessern, wenn es wieder weitergeht."
Kurios ist, dass die Oilers, genauso wie im letzten Jahr, mit einer Bilanz von 18-15-2 in die Weihnachtspause gehen. Gleichwohl kamen die Bilanzen auf unterschiedliche Art und Weise zustande. McDavid erklärt: "Ich würde sagen, letztes Jahr hatten wir einen starken Start und sind dann auf halber Strecke ins Straucheln gekommen. Dadurch landeten wir bei dieser Bilanz. Dieses Mal war es ein Auf und Ab, es war ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Es gab also zwei verschiedene Wege zur gleichen Bilanz."