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Am Dienstag hat das lange Warten ein Ende, und die NHL beginnt die Saison 2026/27. Die neue Spielzeit wartet mit hohen Erwartungen, offenen Fragen für die Zukunft einiger Teams und echten Klassikern auf.

Hier sind einige der großen Themen der anstehenden Saison.

Kommt endlich das Jahr der Oilers?

Connor McDavid und Leon Draisaitl sind vielleicht die beiden besten Spieler der Welt. Trotzdem warten sie seit Jahren vergeblich auf ihren ersten Stanley Cup. 2024 und 2025 standen sie mit den Edmonton Oilers zweimal im Finale, unterlagen aber jeweils den Florida Panthers.

Im Sommer wechselten sie den Trainer. Kris Knoblauch wurde durch Mike Babcock ersetzt. Er soll den Oilers dazu verhelfen, den letzten Schritt zu machen und endlich die Meisterschaft zu holen. Ob das glückt, wird eine der spannenden Fragen der Saison sein.

EDM@KLH: Draisaitl steht im Starting lineup

Sind die Panthers zurück?

Die Florida Panthers haben eine katastrophale Saison hinter sich. Eine Flut an Verletzungen warf das Team aus der Spur und führte dazu, dass Florida nach zwei Stanley Cup Titeln 2024 und 2025 die Stanley Cup Playoffs verpasste und die Saison mit 84 Punkten (40-38-4) auf dem 25. Platz der Liga beendete.

Die Mannschaft wird diese Saison aber deutlich anders aussehen. Kapitän Aleksander Barkov verpasste die gesamte vergangene Saison und ist nun wieder zurück. Als Verstärkung holten die Panthers Brady Tkachuk, der erstmals mit seinem Bruder Matthew Tkachuk spielen wird. Im Tor wurde komplett umgebaut: Schweizer Akira Schmid und Jacob Markstrom ersetzen Sergei Bobrovsky. Die Panthers werden sicherlich besser abschneiden als während ihrer Verletzungskrise, doch reicht es, um wieder um den Stanley Cup zu kämpfen?

CAR@FLA: Tkachuk bringt die Panthers im ersten Drittel mit einem
Powerplaytor auf die Anzeigetafel

Transfer-Drama

Connor Hellebuyck, der Star im Tor der Winnipeg Jets, und Dylan Larkin, der bisherige Kapitän der Detroit Red Wings, wollen nicht mehr für ihre Teams spielen und baten im Sommer um einen Transfer. Beide Situationen sind noch ungelöst, da die Mannschaften bisher kein zufriedenstellendes Angebot erhielten. Die Fälle unterscheiden sich aber.

Larkin, der aufgrund der Situation sein Kapitänsamt verlor, ist kooperativer. Er nahm am Training Camp teil, verletzte sich aber gleich zu Beginn. Mittlerweile erweiterte er seine Liste von Teams, zu denen er wechseln würde, von den ursprünglichen drei Mannschaften. Der Stillstand in seinem Fall liegt zumindest teilweise daran, dass General Manager Steve Yzerman seinen Posten verließ und die Red Wings eine Zeit lang keinen Verantwortlichen hatten, der Verhandlungen führen konnte. Mit Shawn Horcoff als Interims-GM könnte Bewegung in die Sache kommen.

Hellebuyck sitzt die Sache aus, tauchte nicht zum Training Camp auf und wurde daraufhin ohne Bezahlung von den Jets suspendiert. Beide Spieler sind Stars, die anderen Mannschaften helfen könnten, doch zum Saisonbeginn bleiben ihre Fälle ungelöst. Es wird spannend, wohin es für die beiden geht und was die Red Wings und Jets im Austausch erhalten werden.

Ähnliches: Hellebuyck macht seinen Transferwunsch bei den Jets öffentlich

Offene Fragen

Nicht ganz so ernst ist die Situation für die Minnesota Wild und die Tampa Bay Lightning. Trotzdem gibt es viel Lärm in den beiden Organisationen aufgrund ihrer Superstars.

Verteidiger Quinn Hughes geht in Minnesota in das letzte Jahr seines Vertrags, unterschrieb bisher aber keine Verlängerung. GM Bill Guerin betont immer wieder, dass das Verhältnis zu Hughes gut und beide Parteien im ständigen Gespräch seien. Allerdings blieben die Verhandlungen bisher ohne Ergebnis. Guerin holte Hughes im Dezember von den Vancouver Canucks und gab dafür die Talente Marco Rossi, Zeev Buium und Liam Ohgren, sowie einen Draft Pick der ersten Runde ab. Das ist ein teurer Preis. Sollte Hughes nicht verlängern, wäre das eine bittere Niederlage.

In Tampa könnte Stürmer Nikita Kucherov eine Vertragsverlängerung unterschreiben. Er ist einer der besten Scorer der NHL, verbrachte seine gesamte Karriere bei den Lightning und verhalf ihnen zu zwei Stanley Cups. Sein Vertrag läuft zum Saisonende ebenfalls aus und es gibt bisher keine Einigung über ein neues Arbeitspapier.

Die jungen Wilden

Mit der neuen Saison begeht wieder eine Gruppe von jungen Talenten den Auftakt ihrer Karriere. Bei den Toronto Maple Leafs hofft man darauf, dass Gavin McKenna, der erste Pick im diesjährigen Draft, das Team zurück in die Playoffs führt.

Die Philadelphia Flyers freuen sich auf die erste volle Saison von Porter Martone. Er gab vergangene Saison bereits eine Kostprobe seiner Fähigkeiten ab. Martone bestritt nur neun Spiele zum Ende der regulären Saison und erzielte zehn Punkte (vier Tore, sechs Assists), in den Playoffs folgten weitere fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) in zehn Partien.

Die San Jose Sharks stellen ihr nächstes junges Offensivtalent vor. Ivar Stenberg war der zweite Pick im Draft hinter McKenna. In der Saisonvorbereitung beeindruckte er in zwei Spielen mit einem Hattrick und zwei Assists.

Die unendliche Geschichte

Manche Dinge ändern sich scheinbar nie. Im 22. Jahr in Folge geht die Rivalität von Alex Ovechkin und Sidney Crosby weiter. Sie sind die beiden größten Spieler ihrer Generation und standen von Beginn an in der Metropolitan Division in direkter Konkurrenz. Mit mittlerweile 41 und 39 Jahren stehen beide noch bis zum Saisonende bei den Washington Capitals bzw. Pittsburgh Penguins unter Vertrag. Es könnte das letzte Jahr von zwei der besten Spieler aller Zeiten sein.

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Mission Titelverteidigung

Die Carolina Hurricanes holten unter Trainer Rod Brind'Amour den Stanley Cup und wollen ihren Titel nun verteidigen. Im Sommer verloren sie Torwart Frederik Andersen, Restricted Free Agent Alexander Nikishin hat noch keinen neuen Vertrag unterschrieben und Stürmer Seth Jarvis wird zu Saisonbeginn ausfallen, da er sich noch von einer Operation an der Schulter erholt. Ansonsten ist das Team aber unverändert und wird versuchen, eine weitere dominante Saison hinzulegen.

Strohfeuer oder Zeitenwende?

Einige junge Teams erregten vergangene Saison mit überraschend starken Leistungen Aufsehen. Die Montreal Canadiens mauserten sich zu einem der besten Teams der Liga. Die Buffalo Sabres stürmten nach einem schwachen Start mit überragenden Ergebnissen in die Playoffs. Die Anaheim Ducks und Philadelphia Flyers schafften ebenfalls mit jungen Teams den Sprung unter die besten 16. Nun stellt sich die Frage, ob sie sich dauerhaft etablieren können oder einfach ein gutes Jahr hatten. Die Canadiens dürften die sicherste Wette sein, doch Anaheim musste im Sommer Federn lassen und verlor wichtige Spieler, vor allem in der Abwehr.

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