Der Sieg in Detroit war keineswegs ein Selbstläufer. Fast 46 Minuten blieb das Spiel torlos. Brind'Amour ist stolz, dass seine Mannschaft trotzdem nicht nervös wurde. "Wenn man ein junges Team hat, macht man sich Sorgen, weil die Jungs immer punkten wollen. Wir lernen aber, aus diesem Denken herauszukommen und uns auch bei einem Spielstand von 0:0 wohlzufühlen", so der Trainer. "Es ist in Ordnung, wenn man noch kein Tor erzielt hat. Man muss dann einfach geduldig bleiben und darauf vertrauen, dass man dennoch ein ordentliches Spiel macht. Genauso war das heute. Wir hatten nicht viel Raum, haben aber trotzdem gut gespielt. Je mehr wir dieses Denken haben, desto erfolgreicher werden wir sein."
In der 46. Minute erfolgte die Belohnung, als Dougie Hamilton die Hurricanes in Unterzahl in Führung brachte. Besonders beachtlich war, wie abgezockt der Verteidiger vor dem gegnerischen Tor agierte. Im Stil eines Stürmers ließ er den gegnerischen Kapitän Dylan Larkin, der sich in den Schuss werfen wollte, vorbeirutschen und schloss erst danach den Angriff ab. Es war das erste Unterzahl-Tor in der Karriere von Hamilton. "Es sah so aus, als würde er das öfter machen. Das war ein toller Schuss von ihm, er blieb sehr geduldig", lobte Niederreiter. Er selbst traf in der 52. Spielminute bei einem schnellen Gegenangriff mit einem Schuss aus mittlerer Distanz zum 2:0.
Der Churer würdigte die Leistung der Red Wings, die in den beiden Spielen zuvor gepunktet hatten und sich als starker Gegner herausstellen: "Wir wussten, dass das nicht einfach wird. Sie spielen hart und sehr simpel. Da mussten wir voll gegenhalten und mit der gleichen Energie spielen."