Danach brachte sein Team sich aber selbst in Probleme. Nick Leddy glich für die Blues aus und Los Angeles geriet kurz danach direkt in Unterzahl. Das hätte ein entscheidender Moment werden können, wäre die Unterzahl der Kings nicht in so hervorragender Form gewesen.
Beim Stand von 1:1 kam in der 25. Minute die zweite Unterzahl, doch Jaret Anderson-Dolan hielt mit seinen Kollegen nicht nur den Puck aus dem eigenen Tor, sondern sorgte mit einem Mann weniger auf dem Eis sogar noch für die erneute Führung (26.). Die Freude währte aber nur kurz, denn Pavel Buchnevich gelang weniger als eine Minute später ein Powerplaytor für die Blues.
„Sie haben sogar in Unterzahl getroffen, aber unser Powerplay hat eine schnelle Antwort gefunden“, kommentierte Blues-Trainer Drew Bannister.
Bannisters Team hatte noch deutlich mehr Chancen seine zahlreichen Vorteile zu nutzen, denn Los Angeles kassierte im zweiten Drittel noch zwei weitere Strafen und geriet auch im Schlussabschnitt zwei Mal in Unterzahl. Buchnevichs Ausgleich zum 2:2 sollte bei sechs Powerplays allerdings der einzige Makel einer ansonsten beeindruckenden Leistung der Unterzahlformationen der Kings bleiben.
„Unser Penalty Kill hat starke Arbeit geleistet, aber wir haben einfach zu viele Strafen genommen, auch ich selbst“, gestand Kings-Stürmer Trevor Moore. „Wir haben heute ein ziemlich gutes Spiel geliefert, aber nicht gut genug. Wir dürfen keine solchen Fehler machen und unnötige Strafen nehmen. Wir müssen in der Verlängerung auch mal den Deckel drauf machen und Siege einfahren.“
Blues setzen OT-Serie fort
Nach Buchnevichs Ausgleich gingen die Blues durch Jordan Kyrou zum ersten Mal in Führung (33.), doch Phillip Danault traf noch vor der zweiten Drittelpause zum 3:3. Ein torloses Drittel bedeutete dann die Extraschicht für zwei Teams, denen dieses Prozedere nur zu bekannt ist. Die Erfahrungen damit könnten in letzter Zeit aber kaum unterschiedlicher sein.
Die Kings mussten seit 30. Dezember in sechs von 15 Spielen in die Verlängerung und verloren jede dieser Partien. Die Blues entwickeln sich hingegen offenbar zu Overtime-Spezialisten. In der gesamten Saison mussten sie in neun von 48 Spielen in die Verlängerung, davon gewannen sie zwei im Penaltyschießen, fünf in der Verlängerung und nur zwei Mal verließen sie das Eis als Verlierer. Während ihrer laufenden Erfolgsserie von fünf Spielen fuhren sie die vergangenen drei Siege alle in der Verlängerung ein.