DAL@WSH: Carlson legt Ovechkin zu seinem 40. auf

Alex Ovechkin von den Washington Capitals hat zum zwölften Mal in seiner NHL-Karriere die Marke von 40 Toren in einer Saison erreicht und dadurch mit Wayne Gretzky gleichgezogen. Am Sonntag bei der 2:3-Heimniederlage der US-Hauptstädter gegen die Dallas Stars erzielte er im zweiten Drittel im Powerplay den Anschlusstreffer zum 1:2. Damit hatte sich der Kapitän der Capitals im vierten Spiel hintereinander in die Torschützenliste eingetragen.

Das Tor war typisch für Washington Goalgetter. Nach einem Bullygewinn durch Evgeny Kuznetsov kam der Puck zu John Carlson, der ihn auf den am linken Bullykreis postierten Ovechkin weiterleitete. Mit einer fulminanten Direktabnahme beförderte er die Scheibe in die Maschen. Es war sein insgesamt 770. Treffer in der NHL. Vor wenigen Tagen erst hatte er Jaromir Jagr (767 Tore) als drittbesten Torschützen in der NHL-Geschichte abgelöst. Vor Ovechkin stehen jetzt nur noch Wayne Gretzky (894) und Gordie Howe (801).
"Er ist ein ganz besonderer Spieler und nutzt seine Stärken. Es ist toll, mit ihm auf dem Eis zu stehen und zu sehen, was er macht und wie er trifft", betonte sein Teamkollege Dmitry Orlov. "Wenn er frei ist, sollte man ihn immer anspielen, weil die Chance groß ist, dass die Scheibe im Netz landet", fügte er hinzu. Orlov zeichnete in der Partie gegen Dallas für den zweiten Treffer der Capitals verantwortlich.
Der 36-jährige Ovechkin absolviert seine mittlerweile 17. Spielzeit in Washington. Fünf seiner zwölf 40-Tore-Saisons schaffte er seit seinem 30. Geburtstag. Mit 40 Toren in 62 Spielen ist der Linksaußen auf dem Weg zu 51 Treffern in der laufenden Runde. Sollte ihm das gelingen, hätte er zum neunten Mal in seiner Laufbahn mindestens 50-mal in einer Saison ins Schwarze getroffen. Er stünde dann auf einer Stufe mit Gretzky und Mike Bossy, den beiden NHL-Rekordhaltern in dieser Hinsicht.

DAL 3, WSH 2

Washingtons Trainer Peter Laviolette lobte Ovechkin für dessen gleichbleibend hohes Niveau während der gesamten Saison. "Er war von Anfang an bis jetzt konstant in seinem Spiel. Das ist eine unglaublich starke Leistung", meinte er.
Nicht zufrieden zeigten sich Orlov und Laviolette dagegen mit der Darbietung des Teams gegen die Stars. "Wir hätten anders auftreten müssen, weil es für Dallas ein Back-to-Back-Spiel gewesen ist. Wir waren frischer und hätten deshalb mehr Druck auf sie ausüben und viel offensiver agieren sollen", bemängelte der Capitals-Verteidiger im Anschluss an das Duell.
"Im zweiten Drittel sind wir etwas stärker aufgekommen und im letzten Abschnitt haben wir zeitweise gepusht, aber man kann sich nicht einen Zwei-Tore-Rückstand einfangen und denken, dass man den automatisch wettmacht und noch gewinnt", erläuterte der Coach.
Neben Ovechkin hat auch Center Kuznetsov seit geraumer Zeit einen Lauf. Durch den Assist beim Treffer von Ovechkin baute er seinen derzeitigen Punktestreak auf neun Spiele aus. Zwölf Zähler (sechs Tore, sechs Assists) sammelte er in diesen Begegnungen. In der teaminternen Scorerwertung belegt Kuznetsov mit einer Gesamtausbeute von 62 Punkten (21 Tore, 41 Assists) den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Ovechkin, für den 76 Zähler (40 Tore, 36 Assists) registriert sind.
Durch die Niederlage gegen die Stars gingen für die Capitals zwei Serien zu Ende. Vor dem Auftritt gegen die Vertretung aus Texas hatte Washington viermal in Folge gewonnen und in sieben Partien nacheinander gepunktet.
Trotz des jüngsten Rückschlags müssen sich die Capitals um ihre Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs wohl keine Sorgen mehr machen. In der Metropolitan Division rangieren sie im Moment zwar mit 80 Punkten (35-19-10) aus 64 Spielen nur auf dem vierten Rang und in der Eastern Conference auf dem zweiten Wildcard-Platz, doch der Vorsprung auf die dahinter positionierten Teams ist bereits beträchtlich.
Ovechkin und die Capitals sind in dieser Woche dreimal gefordert. Am Dienstag empfangen sie in der Capital One Arena die St. Louis Blues (7 P.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MEZ). Am Freitag folgt ein Auswärtsspiel bei den Buffalo Sabres. Und am Samstag geht es wieder vor eigenem Publikum gegen die New Jersey Devils.