Skip to main content

Topmoment der Saison: Das Stanley Cup Finale

Nashvilles erstes Finale, die erste Titelverteidigung seit 1998, Kuhnhackls zweiter Cup und Streits erster Titel

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

In der NHL-Saison 2016/17 gab es viele besondere Momente und denkwürdige Ereignisse. Wir von NHL.com/de haben unsere Top 5 zusammengestellt.

Auf Platz 1: Das Stanley Cup Finale. Erste Teilnahme der Nashville Predators, erste Titelverteidigung seit 1998, zweiter Titel für Tom Kuhnhackl und der erste Titel für Mark Streit.

Die entscheidende Serie der Saison ist auch unser Topmoment des Jahres. Am 29. Mai eröffneten die Nashville Predators und die Pittsburgh Penguins das Stanley Cup Finale im Stadion der Penguins, die die Chance auf die Titelverteidigung hatten. Mit von der Partie waren die schweizer Verteidiger Roman Josi und Yannick Weber auf Seiten der Nashville Predators, sowie Mark Streit und der deutsche Stürmer Tom Kuhnhackl in Diensten der letztjährigen Meister.

Die Predators überraschten die gesamte Eishockeywelt, als sie die favorisierten Chicago Blackhawks in der ersten Runde mit 4-0 Spielen und einem Torverhältnis von 13-3 eliminierten. Nashville spielte grandiose Playoffs und kämpfte sich erstmals in der Vereinsgeschichte ins Finale. Zuvor war ihre beste Leistung das erreichen der zweiten Runde.

Im Finale waren sie hoch motiviert, aber trotzdem der klare Außenseiter, gegen ebenfalls enthusiastische Pittsburgh Penguins. Trotz guter Leistungen unterlagen sie den Penguins in deren Stadion zu Beginn der Serie zwei Mal.

In Spiel drei gelang ihnen, trotz mangelnder Erfahrung und dem mit Stars, wie Sidney Crosby und Evgeni Malkin, gespickten Kader ihrer Gegner die nächste Überraschung. Sie entschieden ihr erstes Heimspiel 5-1 für sich und legten in Spiel Nummer vier einen 4-1 Sieg nach, damit war die Serie wieder ausgeglichen und für viele Fans lag die Sensation bereits in der Luft.

Das wollten Crosby und Co. Aber nicht hinnehmen und machten aus dem nächsten Spiel ein einseitiges Schützenfest und jagten die Predators mit 6-0 aus der Halle. In Spiel sechs musste also ein Sieg für Nashville her. Sie kämpften tapfer und die Partie blieb lange Torlos. Doch 95 Sekunden vor der Schlusssirene traf Patric Hornqvist Nashville mit seinem Tor mitten ins Herz. Die Predators versuchten nochmal alles und nahmen den Torhüter vom Eis, was Carl Hagelin zum 2-0 ausnutzte.

Video: PIT@NSH, Sp6: Hornqvist schießt das späte Führungstor

Damit war der Traum vom Titel für "Smashville" vorbei, doch sie verdienten sich mit ihrer Leistung in den Playoffs höchsten Respekt und wurden von ihren Fans, die mittlerweile in der ganzen Liga für ihre Hingabe bekannt sind trotz der Niederlage gefeiert.

Die Penguins hatten noch etwas ganz anderes zu Feiern. Sie schafften die erste Titelverteidigung seit 1998, ein Kunststück, dass ihnen bereits bei den ersten beiden Meisterschafften, 1991 und 1992, gelang. Damals standen Jaromir Jagr und Mario Lemieux als großes Duo auf dem Eis, heute sind es Crosby und Malkin, die bereits mit 29 und 30 Jahren Legendenstatus haben. Crosby war selbstverständlich der erste, der den Stanley Cup stemmen durfte. Für ihn und Malkin war es bereits der dritte Titel.

Unter den anderen Spielern, die bereits bei der vorherigen Meisterschaft auf dem Eis standen war auch der 25-jährige Tom Kuhnhackl. Der Landshuter ist erst der zweite deutsche, der die wichtigste Trophäe des Eishockey gleich zwei Mal in Händen halten durfte. Zuvor gelang dies nur Uwe Krupp, dem heutigen Trainer der Eisbären Berlin und ehemaligen Bundestrainer.

Während der Cup von Spieler zu Spieler gereicht wurde, gab es noch einen weiteren deutschsprachigen Akteur, der seinen Namen am Ende in den Sockel der Silbernen Schale gravieren lassen durfte. Mark Streit gewann im Alter von 39 Jahren endlich erstmals die Meisterschaft der NHL. Der schweizer Verteidiger ist der erste Spieler der Alpenrepublik seit 2006, der dies erreichen konnte und auch der erste Feldspieler.

Video: SC Sieger: Mark Streit

Während Streit bisher keinen neuen Vertrag hat und derzeit ohne Team als Free Agent auf dem Markt ist, wird Kuhnhackl nächstes Jahr versuchen mit den Penguins den Hattrick zu erreichen, was bisher noch keinem deutschsprachigen Spieler gelang.

Mehr anzeigen